unberechtigter Vorwurf des Mobbing

7 Antworten

Merkmal von Mobbing ist, dass es fortgesetzt passiert, was hier schonmal nicht der Fall ist.

Außerdem ist eine berechtigte Kritik ebenfalls kein Mobbing, sondern die reguläre Aufgabe eines Vorgesetzten. Von daher wäre ich an deiner Stelle schonmal gelassen.

Anderenfalls sollte man aber versuchen, die Sache zu deeskalieren. Falls du deine Kritik ebenfalls vor versammelter Mannschaft vorgebracht hast, mag das natürlich für den Betroffenen auch nicht die feine Art sein und könnte ihn provoziert haben.

Zu diesem Gespräch könnte natürlich auch ein Vertreter des Personalrats dazukommen, wenn dein Mitarbeiter das wünscht.

Daher würde ich an deiner Stelle unter vier Augen ein Gespräch mit ihm führen, in dem du deine Vorwürfe begründest und er seine Meinung dazu sagen kann. Dabei solltet Ihr beide konkret und sachlich sein.

einen vorgesetzten "vor versammelter mannschaft" zu kritisieren oder schlimmer noch, mit solch heftigen vorwürfen zu konfrontieren, ist ein absolutes unding. warst du evtl. in der vergangenheit zu nachsichtig bei schlechtleistungen oder anderen mängeln deiner mitarbeiter? das kann sich jetzt rächen, auch wenn dieses verhalten unangemessen ist.

damit ist auch deine reputation als vorgesetzter beschädigt, demnächst tanzen sie dir noch mehr auf der nase herum, oder?

das muss konsequenzen für den kritiker haben, ein gespräch unter beteiligung des personalrats und deines vorgesetzten ist unbedingt nötig. eine öffentliche entschuldigung wäre die beste lösung, aber um eine abmahnung sollte der kritiker nicht herum kommen.

... Ihr Mitarbeiter hat eine völlig falsche Vorstellung von Mobbing, denn Mobbing wird

"gekennzeichnet durch ein wiederholtes feindliches, herabwürdigendes, einschüchterndes, erniedrigendes oder beleidigendes Verhalten, das bei den Opfern häufig seelische Beeinträchtigungen und in der Folge auch psychosomatische Beschwerden hervorruft"

... es gibt in der BRD keine genaue Gesetzeslage zu "Mobbing" (Arbeitsrecht), vielleicht hilft aber ein Blick ins Schweizer Gesetzbuch, dort wurde dies seperat vermerkt. Unter Mobbing versteht man i.d.R. schwere psychiche oder körperliche Belästigung, aber die Zurechtweisung, die Leistung zu erbringen, für die man(n) bezahlt wird, ist eine reine Selbstverständlichkeit.

Ebenfalls gab es dazu in den letzten sechs Jahren 8 große Gerichtsfälle - mit entsprechendem Urteil, jedes davon leicht zu finden durch Google. Ein Blick dort hinein wird Abhilfe leisten können. Ich empfehle Ihnen zu einem privaten Gespräch mit Ihrem Mitarbeiter. Sie sind im Recht, solange sie Ihn nicht vor versammelter Mannschaft öffentlich und lautstark diskreditiert haben.

Das ist ganz klassisch eben kein Mobbing. Als Vorgesetzter was du eine gewisse Befugnis, die wir leider nicht kennen da wir auch nicht wissen ob du ein rein fachlicher, oder ein disziplinarischer Vorgesetzter bist. aber auch egal in dem Fall.

Du solltest den MA zu einem gespräch auffordern und die Sache erstmal versuchen so zu klären, klappt das nicht bindest du den Betriebsrat mal mit ein und deinen Vorgesetzten, wenn es da noc heinen über dir gibt.

Wenn seine Anschuldigung offensichtlich unbegründet ist, würde ich nach Möglichkeit ein privates Gespräch mit dem Mitarbeiter führen und versuchen so zu einer Lösung zu kommen. Falls du das Gefühl hast, der Vorwurf steht im Raum und könnte dir schaden, wäre es vielleicht angebracht das Thema ganz allgemein mal zur Sprache zu bringen bei einer Besprechung o.ä. Eine Abmahnung ist natürlich auch eine Maßnahme, sollte aber eher als letztes Mittel benutzt werden.

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