Streit über Kita-Vollmacht bei gemeinsamen Sorgerecht - Antrag auf Unterschriftersetzung?

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erstmal ganz simpel: die täglichen dinge des lebens bestimmt der betreuende elternteil, in dem fall also du, ganz allein. a) dementsprechend legst du fest, wer das kind aus der kita holt oder nicht holt. zudem braucht der vater eine ausdrückliche erlaubnis und vollmacht deinerseits. wenn er die nicht hat, darf er das kind aus der kita nicht abholen. das ist ganz wichtig. wenn du also nicht willst, dass er das kind nicht holen darf, dann mach dies der kitaleitung unmissverständlich klar. wenn nötig mit anwalt. es gibt eindeutige urtiele dazu.

dein expartner kann weiter verweigern was er gerne will. geh in die kita, trage deinen lebenspartner als abholbevollmächtigten ein und gut ist. eine unterschriftenersetzung ist nicht notwendig. 95% der dinge die dein kind betreffen, die erledigst du selbständig. ohne seine unterschrift, ohne seine einwilligung und ohne seine meinung einholen zu müssen. du brauchst eine unterschrift nur bei anmeldung schule, eröffnung eines kontos/sparbuches, ummeldung in eine neue adresse, taufe, unterschrift ausbildungsvertrag. selbst einen pass kannst du heutzutage allein und ohne unterschrift des vaters beantragen.

höre auf soviel zu kommunizieren und verhindere dadurch streit. lebe dein tägliches leben und halte deinen ex einfach raus. er hat umgangsrecht und mehr geht ihn momentan nix an. das nächste mal das seine meinung gefragt wäre, ist die anmeldung in der grundschule und dann erst wieder anmeldung weiterführende schule. genieß deine schwangerschaft, weihnachten und die baldige geburt vom bauchzwerg.

Nein, muß er nicht.

§ 1687 Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung. § 1629 Abs. 1 Satz 4 und § 1684 Abs. 2 Satz 1 gelten entsprechend.

http://dejure.org/gesetze/BGB/1687.html

Da mußt Du aber beim Kindergarten richtig Ärger machen. Die dürfen dann die Kosten übernehmen, die durch ihr rechtswidriges Verhalten entstehen. Such Dir Hilfe beim Jugendamt.

Du entscheidest alleine, wer das Kind abholt.

Ggf. würde ich da einen Anwalt einen hübschen Brief schreiben lassen. Und die Kostennote geht an den Kindergarten.

Eine Unterschrift des Exmannes ist in diesem Fall nicht notwendig. Du entlastest den Kindergarten durch eine Vollmacht, die du auf den Namen deines neuen Partners ausstellst.

Kann man abgelehntes Sorgerecht nochmal beantragen?

Hallo, aus einer Beziehung ist ein inzwischen 6-jähriges Kind hervorgegangen. Die Eltern waren nicht verheiratet, die Vaterschaft ist jedoch anerkannt und beglaubigt. Die Kindsmutter hat weiterhin alleiniges Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht. Nach einigen Monaten (fast 1 Jahr), in denen der Kindsvater keinen Kontakt zum Kind wollte, wurde der Kontakt wieder aufgebaut und regelmäßiger Umgang fand statt. Der Kindsvater hat inzwischen einen Antrag auf gemeinsames Sorgerecht beim Gericht gestellt, da die Kindsmutter weiterhin davon ausgeht, dass der Kindsvater eher ihr "schaden" möchte, statt sich ernsthaft um das Kind zu bemühen. Diese Annahme ist begründet und wurde auch vor Gericht akzeptiert. Nach einer Vorladung das Ergebnis: vorläufig kein gemeinsames Sorgerecht, denn der Kindsvater muss sein Interesse und seine Verlässlichkeit beweisen - über mindestens 4 Monate. 2 Monate verliefen ok, nun keine Meldung mehr bzw nur wenn die Kindsmutter der Informationspflicht nachkommt, kommt nach der 3.-5. Antwort eine Reaktion vom Kindsvater. Traurig. Selbst zum Geburtstag des Kindes wurde nicht telefoniert oder ähnliches, sondern kurz und knapp der Kindsmutter eine Sms geschrieben (sinngemäß "Alles Gute für ... und viel Glück für die Zukunft"). Die Enttäuschung beim Kind kann man sich vorstellen. Gegen ein Fortsetzen des Umgangsrechts hat die Kindsmutter übrigens nichts einzuwenden.

Nun meine Frage: Wenn beim Kindsvater alle Stricke reißen und sein Antrag auf gemeinsames Sorgerecht abgewiesen wird, könnte er es dann nochmal beantragen? Kennt sich jemand damit aus?

Vielen Dank für eure Bemühungen im Voraus. Bitte entschuldigt den langen Vortext, ich empfand es als wichtig.

MfG

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