Sozialversicherungsnummer bei privater Mitversicherung, woher?

5 Antworten

Der Minijob bis 400 € zeichnet sich ja dadurch aus, dass er sozialversicherungsfrei ist. Dafür bräuchtest du eigentlich gar keine Sozialversicherungsnummer. In manchen Jobs, z.B. in der Gastronomie ist es aber Vorschrift einen Sozialversicherungsausweis bei sich zu führen, um Schwarzarbeit zu verhindern. Du kannst für dich unter Vorlage des Personalausweis bei der Rentenversicherung, aber auch bei jeder gesetzlichen Krankenkasse, einen Sozialversicherungsausweis beantragen. Die dann vergebene Nummer bleibt dir dein Leben lang erhalten.

Deine Antwort ist falsch. Auch bei Minijobs benötigst du eine Sozialversicherungsnummer. Die vom Arbeitgeber aus Minijob zu entrichteten Beiträge zur Rentenversicherung werden dem Rentenkonto des Beschäftigten gutgeschrieben. Dies kann logischerweise nicht ohne Rentenversicherungsnummer gehen. Der Minijob ist für den Beschäftigen sozialversicherungsfrei, nicht jedoch für den Arbeitgeber. Entscheidet sich der Beschäftigte Aufstockungsbeiträge für die Rentenversicherung zu bezahlen, dann ist auch für ihn ein Minijob beitragspflichtig.

Die Meinung deines Vaters ist gar nicht so altmodisch. Bei uns (Uni) ist das durchaus üblich, dass die ausländischen Studenten beim ersten Job keine Nummer angeben. Solang dein zukünftiger Arbeitgeber nicht ausdrücklich fordert, dass du dich selbst kümmern sollst, würde ich es ihn machen lassen..

Hallo Marcelk87,

Zunächst mal: dein Vater hat trotz seiner nach deiner Meinung nach „altmodischen Meinung“ RECHT.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Sozialversicherungsnummer (Sozialversicherungsausweis) zu beantragen und zu erhalten.

In der Regel ist es so, dass dein Arbeitgeber dich zur Sozialversicherung anmelden muss, sei es auf Grund eines Minijobs (bis 400 EURO monatlich) oder innerhalb der Gleitzone (bis 800 EURO monatlich) oder auf Grund eines „Normalen Arbeitsverhältnisses“ (über 800 EURO monatlich). Diese Anmeldungen werden von deinem Arbeitgeber maschinell erstellt und an den zuständigen Sozialversicherungsträger weitergeleitet. Diese Anmeldungen können mit einer Sozialversicherungsnummer (Rentenversicherungsnummer) oder ohne Rentenversicherungsnummer erstellt werden. Hast du noch keine Sozialversicherungsnummer, dann wird dir von deinem zuständigen Rentenversicherungsträger nach Bearbeitung der Anmeldung eine Sozialversicherungsnummer (Rentenversicherungsnummer mit Sozialversicherungsausweis) übersandt. Hieraus ergibt sich, dass die Sozialversicherungsnummer NUR von einem Rentenversicherungsträger ausgestellt wird.

Beantragen kannst du diese Sozialversicherungsnummer auch z. B. bei jeder gesetzlichen Krankenkasse, z. B. bei der für deinen Wohnort zuständigen AOK. Du musst entweder deinen Personalausweis oder deine Geburtsurkunde mitbringen.

Beantragen kannst du diese Sozialversicherungsnummer auch bei einem Rentenversicherungsträger. Ich weiss jedoch nicht in welchem Bundesland du wohnst, somit kann ich dir die genaue Adresse deines zuständigen Rentenversicherungsträgers nicht zusenden.

Beantragen kannst du diese Sozialversicherungsnummer auch bei der für deinen Wohnsitz zuständigen Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Hier bei der Stelle, welche auch die Rentenanträge aufnimmt. Wichtig ist jedoch hier, dass die in manchen Bundesländern oder Gemeinden oder Städten nicht gemacht wird. Es besteht in der Regel keine Verpflichtung hierzu.

Nochmals: Gleich wo du den Antrag stelltst, er wird an einen Rentenversicherungsträger weitergeleitet und von diesem Rentenversicherungsträger wird deine Sozialversicherungsnummer ermittelt und dir zugestellt.Zu deiner zweiten Fragen hinsichtlich des weiteren Krankenversicherungsschutzes bei der Krankenkasse deines Vaters. Hier gibt es zwei Sachverhalte zu beachten. Ich kann dir diese Frage nicht definitiv beantworten. Ich kenne die Satzungsbestimmungen der Postbeamtenkrankenkasse nicht und diese Bestimmungen beantworten deine Frage (ich habe keine Lust die Satzung aus dem Internet herunterzuladen). Einmal musst du klären, wie lange (23 Jahre oder mehr oder weniger) überhaupt noch ein Anspruch auf Familienhilfe besteht (und auch auf Beihilfe) und dann musst du klären, wenn du, ausgehend vom Altter überhaupt noch versichert bist, welcher Nebenverdienstmöglichkeiten zu beachten sind und ab welcher Höhe eines Nebenverdienstes der Anspruch enden würde. Dies ist dein Part. Bei gesetzlichen Krankenkassen würde der Anspruch auf Familienhilfe dann enden, wenn du mehr als 400 EURO verdienst.

Sofern die anderen Experten was anderes geschrieben haben, ist dies falsch. Die Aussage von DerHans zu Minijobs ist total falsch. Die Aussage zu ICHHIER2007 ist richtig (unvollständig) Die Aussage von Beguen ist nicht ganz richtig. Es ist nicht nur die DRV in Berlin. Die Aussage von Schneemöve ist richtig. Die gesetzlichen Krankenkasse verlangen jedoch in der Regel keine Gebühren. Rechtsbeistand für Sozialversicherung in Rente.

Den Sozialversicherungsausweis bei der Deutschen Rentenversicherung in Berlin anfordern, die Nr. steht dann drauf. Ein Minijob dürfte eigentlich keine Auswirkungen auf die Mitversicherung haben, aber das kannst du bei der Krankenkasse leicht erfragen.

Zu beachten ist, dass dies nur eine der Stellen ist, bei denen du einen entsprechenden Antrag stellen kannst.

Wechsel von Vollzeit auf Minijob? Möglich?

Guten Abend, Guten Morgen, Guten Tag wünsche ich denn Damen und Herren der gutefrage.net Community.

Ich entschuldige mich bei jedem, der sich dem Aufwand an tut diesen Beitrag zu lesen, jedoch bedanke ich mich auch bei den Personen die mir zur Lösungsfindung meiner Frage helfen können

Vorabinformationen:

Ich bin männlich, 22 Jahre alt, abgeschlossene Ausbildung (Juli 2014), Wohnhaft bei den Eltern, Möglichkeit in die Familienversicherung der Krankenkasse zu wechseln ist gegeben

Problemstellung:

Derzeit arbeite ich bei einem Personaldienstleister in Vollzeit wo es mir bei dem Entleiher nicht gut geht bzw. gelinde gesagt nicht gefällt. Ein wechsel hatte ich mit dem Personaldienstleister schon angesprochen jedoch vergebens. Für August 2015 habe ich einen Ausbildungsvertrag für eine zweite Ausbildung unterschrieben. Nun möchte ich von dem Personaldienstleister weg, jedoch trotzdem arbeiten. Ein Minijob würde mir vom Verdienst und vor allem von der Arbeitszeit deutlich entgegen kommen da ich bis dahin meinen Führerschein sowie einige Vorbereitungskurse für die Ausbildung beenden/vollziehen könnte.

Frage:

  1. Ist ein Wechsel von Vollzeit auf Minijob so ohnes weitere möglich?
  2. Was muss ich bei den Versicherungen beachten? Normalerweise besteht keine ja Versicherungspflicht.
  3. Werde ich bei der Arbeitsagentur wenn ich einen Minijob annehme wieder als Arbeitslos gemeldet? (geringes Einkommen, keine Versicherungspflicht)

Ich bedanke mich für das vollständige Lesen meiner Frage. Ich weiß das diese ein wenig lang ist jedoch wusste ich nicht wie ich diese Verkürzen solle.

Dies war meine Erste Frage und ich bedanke mich bei jedem der mir zur Klärung dieser weiterhelfen kann und hoffe auf ein baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Insecurity92

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