Schweigepflicht Arbeitgeber wegen Schwangerschaft. Schadenersatz?

10 Antworten

§5 MSchG besagt zwar "...Er (der AG) darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekannt geben."

Aber die Schwangerschaft ist ja etwas Erfreuliches. Einen Schaden durch die Verletzung der Schweigepflicht müsstest Du nachweisen.

Ich habe ja die SMS auf dem Handy

@sonne34

Du müsstest einen konkreten Sachschaden erlitten haben. Das dürfte nicht einfach sein, den nachzuweisen.

Zumal es in dem Paragraphen um ein Ärztliche Zeugnis geht und dessen Inhalt darf unbefugten nicht zugänglich gemacht werden. Alleine die bekanntgabe der Schwangerschaft dürfte da noch keine Schadensersatzpflicht auslösen.

Es kann nur sie gewesen sein. Eine Personalabteilung haben wir gar nicht. Es geht mir ja auch eher darum, dass es ziemlich doof wäre,wenn ich die Kinder verliere und wieder in der Firma bin.Ich finde es einfach nicht richtig. Von so einem Beratungsschein habe ich auch noch nie etwas gehört, dafür würde ich sowieso zuviel verdienen.

Dann sag das doch einfach der Chefin, nur deine Frage lässt halt eher vermuten das es dir darum geht bevor du gehst noch mal richtig Kohle ab zu greifen. Das Problem mit dem Schadenersatz ist halt das dir auch ein Schaden entstanden sein muss. Wenn schon dann währe eher eine Art Schmerzensgeld denkbar, aber letzentlich kann dich da wirklich nur ein Anwalt beraten.

das die Chefin die Schwangerschaft weitererzählt würde mir auch nicht gefallen. Wie das mit Schadensersatz ist weiß ich nicht so genau. Jeder Bürger hat das Recht sich bei einem Anwalt kostenlos beraten zulassen (1x im Jahr). Dafür brauch man einen Rechtsmittelhilfeberatungsschein, kann man sich beim Gericht holen. Der muß ausgefüllt werden wird ans Gericht zurückgeschickt, dauert nicht lange bis der Schein kommt. Erst beraten lassen, bevor man klagt.

''Jeder Bürger hat das Recht sich bei einem Anwalt kostenlos beraten zulassen (1x im Jahr).''

Rechtsquelle?

@bitmap

Au Klasse so einen Schein muss ich mir auch schnell holen. Oder gilt das nur für die ersten 10 Leute die sich bei dem Gericht melden? Nee was es nicht alles gibt :-)

@bitmap

Rechtsmittelhilfeberatungsschein beim Gericht holen, das ist schon richtig. Wird ausgefüllt, Belege beigefügt. Es ist alles genau erklärt. Habe ich auch mal in Anspruch genommen, weil ich mir keinen Anwalt leisten konnte.

@Schoenberg

Ja aber das normale ist doch wohl, dass man ein geregeltes Einkommen hat und sich nicht alles vom Staat bezahlen lässt. Aber vielleicht bin ich da etwas altmodisch.

@Smash

nee nicht altmodisch. Dafür legt man ja die Belege bei, auch übers Einkommen, Miete und sonstige Ausgaben. Das wird vom Gericht geprüft. Es gibt auch Situationen, wo kein geregeltes Einkommen da ist.

@Schoenberg

''Habe ich auch mal in Anspruch genommen, weil ich mir keinen Anwalt leisten konnte.''

Das ist aber was GANZ anderes! Als ->

''Jeder Bürger hat das Recht sich bei einem Anwalt kostenlos beraten zulassen (1x im Jahr).'' <- Das ist schlicht und ergreifend falsch.

@bitmap

sorry, ich habe mich in die Lage von sonne34 versetzt. Ist ja wohl logisch, daß ein gut verdienender sich so einen Schein wohl garnicht erst holt.

@Schoenberg

''Ist ja wohl logisch, daß ein gut verdienender sich so einen Schein wohl garnicht erst holt.''

Nö, ist es nicht, wenn du schreibst, dass JEDER das Recht hat sich 1 x im Jahr kostenlos beraten zu lassen.

@bitmap

Bitte Quellenangabe, wäre mir neu das es diese Regelung gibt. Ja es gibt Beratungsscheine aber nur wenn du dir keinen Anwalt leisten kannst.

@bitmap

DH! sehe ich genau so, wieso sollte ich so etwas dann nicht nutzen. Leider oder vielleicht auch zum Glück ist die Information von Schoenberg so nicht richtig.

Also mir ist vor Kurzem genau das Gleiche widerfahren. Ich war sehr wütend darüber!!! Ich bin gerade mal in der 6. Woche. Auch waren wir sehr froh, dass wir unseren Eltern schon becsheid gegeben hatten, denn zwei Tage nachdem ich nmeine Schwangerschaft auf edr Arbeit gemeldet hatte, unterhielten sich schon alle möglichen, fremden Leute darüber! Ich finde es eine bodenlose Frechheit, es verletzt doch nun wirklich die Schweigepflicht eines jeden Arbeitgebers!!!! Was passiert, wenn nun noch etwas passiert? Man erzählt doch in der 6. Woche noch nicht Gott und der Welt, dass man ein Baby bekommt? Ich hatte mir sehr wohl alles genau geplant, ich wollte die Gesichter sehen, wenn sich meine Freumde freuen und nicht von fremden Leuten übergangen werden. Sicher ist mir kein finanzieller Schaden entstanden, aber es wurde mir doch in großem Maße die anfängliche Freude über meine Schwangerschaft genommen, und die vielen Tage, in denen ich mit meinem Freund, die Zeit noch hätte gemeinsam, heimlich geniessen können!!!

Deine Chefin muss ja auch planen, nachdem Du ab dem WE nicht mehr zur Arbeit kommst. Wer sagt denn überhaupt, dass sie irgendwem gesagt hat, dass Du schwanger bist? Vielleicht hat sie nur einer Person in der Personalabteilung gesagt, dass Du ab dem WE ausfällst. Nun muss man kein Genie sein, um den Grund zu erraten, denn eine fristlose Kündigung steht ja nicht an. Und was dann die Person in der Personalabteilung weitererzählt, das kann die Chefin ja nicht unbedingt kontrollieren. Da müsstest Du dann schon wissen, wer die Person ist und die dann auch verklagen.

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