Recht als Untermieter bei "Unteruntervermietung"?

5 Antworten

So wie ich das versteh, hat Person 1 die Wohnung gemietet und vermietet einzelne Zimmer. Somit seid ihr Untermieter von Person 1. Und seit wann haben Mieter bei der Mieterauswahl ein Mitspracherecht? Das entscheidet der Vermieter allein - hier Person 1. Das ist die rechtliche Situation. Ob das Sinn macht, seine Mitbewohner nicht mit einzubeziehen, steht auf einem anderen Blatt. Aber was wäre, wenn der Mitbewohner theoretisch jeden Mietinteressenten ablehnt, weil er nicht möchte, dass das andere Zimmer wieder vermietet wird?

"vermietet einzelne Zimmer."

Nein, sie untervermietet die gesamte Wohnung an uns.

@MrMcSauerkraut

Ich gehe jede Wette ein, dass du ein Zimmer gemietet hast und dir die Nutzung an den Gemeinschaftsräumen gestattet wurde. Das ist keine Vermietung der gesamten Wohnung sondern halt nur eine Nutzungserlaubnis. Daraus kannst du - außer der Nutzung - keinerlei Rechte ableiten.

@Lotta1965

Dann würdest Du die Wette verlieren. SIehe mein Kommentar:

"Der Vertrag spricht von der Wohnung als Gegenstand dieses Vertrages. Das zu zählen Bad, Innenterasse, Küchte und drei Schlafzimmer.

Außerdem:

"Der Untermieter ist daran interessiert, ein folgenden Teil für seine eigene Nutzung zu verwenden:

Ein Innenzimmer und alle Gemeinschaftsräume."

Es klingt evtl. etwas seltsam, weil ich meinen spanischen Vertrag schnell übersetzt habe.

Dass der Vertrag also nicht von einer Zimmeraufteilung spricht, stimmt also nicht ganz. Als ich von keiner Zimmeraufteilung im Rahmen des Vertrages sprach, meinte ich damit, dass keinem/r Mitbewoher/in ein Zimmer vertraglich zugeteilt ist."

@MrMcSauerkraut

Was genau hast du an dem Wort Nutzung nicht verstanden? Nutzen ist nicht mieten.

Wenn du und der andere Mitbewohner ja angeblich die ganze Wohnung gemietet habt, dann kann und darf der andere Mitbewohner ja auch dein Zimmer nach Belieben nutzen? Und umgekehrt? Oder handelt es sich dabei nur um DEIN Zimmer?

@Lotta1965

Kein Grund, patzig zu werden.

"darf der andere Mitbewohner ja auch dein Zimmer nach Belieben nutzen"

Ich denke, es heißt im Vertrag, jeder bezieht ein Zimmer (also nicht zwei oder drei, jedem steht ein Zimmer zu) und darüber hinaus können die Untermieter die übrigen Gemeinschaftsräume nutzen, so wie sie ihr Zimmer eben auch nutzen.

Außerdem spricht der Vertrag eingangs von der Wohnung als Vertragsgegenstand, und nicht von nur einem Zimmer bei Nutzungsrecht für alle anderen Bereiche.

Das scheint wohl die Basis für die Beantwortung meiner Frage zu sein.

Hier liegt defacto eine Weitervermietung der gesamten Wohnung und keine Untervermietung vor. Letztere setzt voraus, dass der Mieter selbst zumindest ein Zimmer weiter nutzt.

Damit besteht eine unerlaubte Gebrauchsüberlassung an Dritte die den Vermieter zur Kündigung des Mietvertrages berechtigt.

Das heißt, das ist schlicht illegal/gegen das Gesetz?! Der Vermieter kann das Ganze also kündigen, heißt alle raus, muss er aber wohl nicht, weil ihm das Gesetz die Möglichkeit gibt, aber nicht die Verpflichtung. Richtig?

Ich glaube, das Gesetz schert ihn wenig. Wir bezahlen unsere Miete bar - auf seinen Wunsch ...

Nein, weil der Hauptmieter in diesem Fall die Rolle des Vermieters innehat.

Vergleichbar mit einer freien Nachbarswohnung und die "neuen" Mieter würden einem so gar nicht zusagen.

Die einzige Chance das zu verhindern wäre, wenn du anbietest das Zimmer auch zu mieten. Sonst kannst du da nichts machen sondern nur hoffen das keiner mit Haustier kommt. Die Person steht in dem Fall über dir. Wärst du kein Untermieter sondern ein gleichwertiger Mieter wie der Entscheider hättest du ein Mitspracherecht aber so nicht.

Ich kann also nicht entscheiden, wenn ich nicht mit jemanden nicht zusammen wohnen möchte?

@MrMcSauerkraut

Dich geht es schlicht und ergreifend nichts an, an wen dein Vermieter einen anderen als den von dir gemieteten Raum vermietet. Natuerlich hast du da kein Mitspracherecht.

@MrMcSauerkraut

Doch kannst Du natürlich schon, wenn Du meinst, das wäre ein Menschenrecht. Du kannst Dich nämlich auch dafür zu entscheiden, sofort auszuziehen, wenn eine Person einzieht, deren Nase Dir nicht passt.

Im Übrigen: Doppelte Verneinung = ja. Insofern nicht ganz klar, was Du nun wirklich meinst.

@bwhoch2

Das ist ein Beitrag, der nicht zum Ziel führt. Natürlich weiß ich, dass ich ausziehen kann. Das möchte ich im Moment aber noch nicht. Würde ich es wollen, würde sich die Frage gar nicht stellen.

@MrMcSauerkraut

Du hast gefragt:

Ich kann also nicht entscheiden, wenn ich nicht mit jemanden nicht zusammen wohnen möchte?

Und die korrekte Antwort auf die Frage ist, was ich geschrieben habe, denn in der Frage, ob Deine Vermieterin der anderen Untermieterin erlaubt, ihr Zimmer unter zu vermieten, hast Du nichts mitzureden. Wenn Dir also die Nase des neuen Unter-Untermieters nicht passt, bleibt Dir nur die Entscheidung zwischen:

Akzeptieren oder ausziehen.

Du schreibst:

Das ist ein Beitrag, der nicht zum Ziel führt.

Du hast also ein Ziel, dass Du mit Deiner Frage hier im Forum erreichen willst oder zumindest Hilfe dazu. Dieses Ziel kannst Du hier nicht erreichen und selbst wenn Dir jemand antworten würde, "nein, das darf die nicht", würde Dir das auch nicht helfen.

@MrMcSauerkraut

Leider nein. Denn so wie es aussieht ist sie die dir die Wohnung untervermietet das entscheidungsrecht hat und daher darf nur sie entscheiden wer einzieht und wer nicht. Wenn sie ein gutes Wohnklima haben möchte könnte euch anderen dann mit einbeziehen muss sie aber nicht.

@ScarletWitch1

Das halte ich hier für einen gelungenen Kommentar. Dieses Gefühl ist nämlich im Laufe dieser Diskussionen auch in mir aufgekommen.

@bwhoch2

Natürlich habe ich ein Ziel - die Antwort auf die Frage, und zwar eine richtige ...

Wenn mir jemand antwortet "nein, das darf die nicht" und das die falsche Antwort ist - wonach ja aussieht - dann ist mir nicht geholfen.

Du unterstellst mir indirekt, ich möchte eine bestimmte Antwort haben, und zwar eine, die mir gefällt. Das entspricht nicht der Wahrheit.

@MrMcSauerkraut

Dann frage ich mich jetzt, was den Kommentar von Scarlet Witch von allen anderen unterscheidet, die Dir mitgeteilt haben, dass Du nichts mitzureden hast?

@bwhoch2

Zum einen hat sie die richtige Annahme, die ganze Wohnung wird vermietet, zugrundegelegt.

Zum anderen hat sie einen Aspekt eingebracht, der mir auch im Laufe der Diskussion klargeworden ist, und zwar, dass sie mich nicht einbeziehen muss, aber das evtl. für ein gutes Wohnklima tun sollte.

Beides war, soweit ich das überblicken kann, bei allen anderen Kommentaren und Antworten in Kombination nicht der Fall.

@MrMcSauerkraut

Und, was ändert das jetzt an Deiner Situation? Nochmal, Du musst nicht mit neuem Zuzug zusammen leben, sondern kannst auch ausziehen. Aber mitreden kannst Du nicht. Wenn Du für diese Erkenntnis erst eine Amateur-Psychologin gebraucht hast, stehst Du echt auf der Leitung.

@bwhoch2

" Nochmal, Du musst nicht mit neuem Zuzug zusammen leben, sondern kannst auch ausziehen"

Dass ich mit dem Zuzug leben muss und nur ein moralisches Mitspracherecht habe, ist mir wie erwähnt klar. Dass ich ausziehen kann, war mir schon vorher klar.

Es ändert etwas, weil ich nun weiß, wie ich die Situation einzuschätzen habe. Und, nein, ich wusste nicht, welche Rechte eine Untervermieterin in diesem Fall hat. Das heißt nicht, dass ich auf der Leitung stehe.

Ich höre jetzt auf, hier zu antworten. Es geht hier nicht mehr um die Sache.

Auch wenn ich der Meinung bin, dass der Hauptmieter Dich mit in den Entscheidungsprozess - wer denn nun Mitmieter wird + Tierhaltung oder nicht - einbeziehen sollte - müssen muss er ( dir gegenüber ) nun einmal nicht.

Stellt sich nur die Frage inwieweit der Hauptmieter in dieser Form überhaupt agieren darf. Was sagt denn der Vermieter?

Der eigentliche Vermieter? Mit dem habe ich noch nicht gesprochen. Ich glaube, es ist ihm so ziemlich egal, wer hier wohnt. Das haben bisher in erster Linie wir als Mitbewohner entschieden. Nur einmal hätte er fast sein Veto eingelegt.

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