Raus aus der Bundeswehr-aber wie?

4 Antworten

Da muß er halt kündigen und die Nachteile des Wegfalls der Übergangsgebührnisse und evtl. Eingliederungshilfen in Kauf nehmen! Sofern er schon einen Anschlußjob in Aussicht hat und nicht die dürftige finanzielle Alimentation durch den Staat scheut, dürfte das doch kaum ein Problem darstellen! Ansosnten werden sie alle geminsam eine Phase der Bedürftigketi durchleben müssen, die Ihre Beziehuhng auf eine ebnso harte Probe stellen wird, wied dies offenbar sein jetziger BW-Job macht!

das heisst, man kann einfach kündigen?

@karoschatz20

Nein, das kann man nicht "einfach". Es gibt da eine Menge Hürden. Der Soldat muß einen Härtefall nachweisen - kann er das nicht, wird einer Kündigung nicht stattgegeben.

@turalo

und was wäre zum beispiel ein härtefall?

Er hat sich v-e-r-p-f-l-i-c-h-t-e-t, da kann man nicht einfach mal kurz eben "in' Sack hauen"

ja danke, das weiss ich selber, aber zum einen hatte er sich vor meiner zeit verpflichtet und zum anderen hilft mir das jetzt auch nicht weiter! ;-)

@karoschatz20

Gemäß § 54 Abs. 1 Soldatengesetz endet das Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit mit dem Ablauf der Zeit, für die er in das Dienstverhältnis berufen ist.

Auf Grund Ihrer Sachverhaltsdarstellung kommt gemäß § 55 Abs. 3 Soldatengesetz auch eine ENTLASSUNG auf ANTRAG näher in Betracht.

In genannter Vorschrift des Soldatengesetzes heißt es näher:

" Ein Soldat auf Zeit IST auf seinen Antrag zu entlassen, wenn das Verbleiben im Dienst für ihn wegen persönlicher, insbesondere häuslicher, beruflicher oder wirtschaftlicher Gründe eine BESONDERE HÄRTE bedeuten würde."

Ob die Bundeswehr als Ihr Dienstherr alleine auf Grund der räumlichen Trennung von Ihrer Lebensgefährtin eine die Entlassung rechtfertigende besondere Härte bejahen wird, ist insoweit fraglich, zumal Ihrem Versetzungsantrag nicht entsprochen wurde.

Im Übrigen gilt es die Regelung des § 56 Abs. 4 Soldatengesetz zu beachten:

Ein früherer Soldat auf Zeit, dessen militärische Ausbildung mit einem Studium oder einer Fachausbildung verbunden war und der 1. auf seinen Antrag entlassen worden ist oder als auf eigenen Antrag entlassen gilt, ... muss die entstandenen Kosten des Studiums oder der Fachausbildung erstatten. Unter den gleichen Voraussetzungen muss ein früherer Soldat auf Zeit in der Laufbahn der Offiziere des Sanitätsdienstes das ihn als Sanitätsoffizier - Anwärter gewährte Ausbildungsgeld erstatten. Auf die Erstattung KANN ganz oder teilweise verzichtet werden, wenn sie für den früheren Soldaten eine BESONDERE HÄRTE bedeuten würde

Quelle: Frag einen Anwalt.de

@turalo

würde unter besondere härte fallen, das ich alleine nicht mehr mit meinem kind klar komme?

@karoschatz20

da wir nciht verheiratet sind und er auch nicht der vater ist!?aber das kind ihn als vater sieht und er es miterzieht!? vielen dank für die ausführliche antwort!

@karoschatz20

Ob ein Härtefall vorliegt, wird vom ..... entschieden. Mir fällt das Wort nicht ein..... oh Mann.....

Im Grunde genommen hat turalo die Frage schon gut beantwortet.

Er kann auch Kontakt mit dem Sozialdienst aufnehmen, die sind gerade für solche Fälle da wenn man nicht mehr weiter weis und Bundeswehr & Familie nicht mehr unter einen Hut bringt.

Im Sozialdienstverzeichnis der Bundeswehr findet er die passenden Ansprechpartner für seine Gegend. Und mit denen kann er sich zusamensetzen und reden.

Deswegen heißt es doch verpflichten! 12 Jahre sind nicht wenig, das sollte man sich schon vorher überlegen. Wenn er nicht wirklich große Probleme anstellt wo er mit Konsequenzen rechnen muss wird schwierig.

ich meinte eigentlich, was er für konsequenzen zu erwarten hätte, wenn er zum beispiel und ganz krass gesagt da morgen nicht mehr auftaucht!?

@karoschatz20

Ich kanns dir nicht sagen, aber ich denke mal das wäre schon eine ziemlich hohe Strafe, bei 12 Jahren verpflichtung. Versucht doch erst mal das Problem zu lösen ohne ihn gleich aus der Bundeswehr zu holen. Vielleicht lässt sich da was machen?

@MacMill

zum beispiel?

@karoschatz20

Wenn er morgen einfach nicht mehr auftaucht, gilt er als fahnenflüchtig und die Feldjäger werden ihn holen kommen. Dann gibt es erst mal "Bau", dann ein Gerichtsverfahren.

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