PKW-Leasingrate voll absetzbar auch als Leitender Angestellter?

5 Antworten

Vom Grundsatz her würde ich mich @andreas48 anschliessen. Du bist angestellt und somit hast Du keine Möglichkeit Leasingraten abzusetzen. Bei 90 % beruflicher Nutzung ist ein Fahrtenbuch sicher auch sehr ratsam. Genau kann Dir das aber Dein zuständiges Finanzamt sagen. Ist sicher günstiger als einen Steuerberater zu fragen.

Man kann sich auch als Arbeitnehmer aussuchen ob die Kilometer nach Dienstreiserecht abgesetzt werden sollen oder ob man die tatsächlichen Fahrzeugkosten ermittelt. Also ja, bei der Variante Ermittlung der tatsächlichen Fahrzeugkosten im Rahmen von Dienstreisen, sind auch Leasingraten absetzbar. Arbeitnehmer, die ihr Fahrzeug nur für Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte nutzen und keine Dienstreisen absolvieren, können nur die Entfernungspauschale ansetzen. In dem geschilderten Fall sind die Raten absetzbar!!!

Ich würde dir auch ein Fahrtenbuch empfehlen. Du kannst alle Kosten zusammenrechnen (Leasing, Tanken, Wäsche, Parken usw.) und von diesen Kosten bei 90 % Nutzung auch 90 % ansetzen, abzgl. der AG-Erstattung. Dass kann übrigens jeder AN bei betrieblichen AN mit dem Privat-Pkw. Die 0,30 € sind nur eine Pauschale, höhere Kosten können mit Nachweis angesetzt werden.

warum erzählt mir dann mein vorgesetzer, der ebenfalls leitender angestellter ist, dass er die leasingrate von rund 800 eur im monat komplett am jahresende abzieht? ebenso quittungen für autowäsche, reparaturen etc....? ich glaube nicht, dass er nicht weiß was er tut ;) kann es etwas damit zu tun haben, dass er im gegenzug auf einen firmenwagen verzichtet, auf den er ebenso wie ich anspruch hätte? irgendeine besonderheit muss es da doch geben...... messy2k

also, nun habe ich im letzten jahr meine leasing rate in Höhe von 489 EUR X 12 angegeben, sämtliche tankbelege und waschquittungen abgegeben und aufaddiert, fahrtenbuch geführt, rund 19.000 km gefahren, davon ca. 16.000 beruflich. finanzamt hat individuellen KM-satz akzeptiert und somit deutlich mehr als die 0,30 EUR pro km gelten lassen. soviel zum thema "absetzen können nur freiberufler", geht also auch als angestellter. messy2k

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