Nebenkostenabrechnung bei Wohnrecht

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Deine verstorbene Mutter war also Eigentümerin des Hauses und hat das Erbe geteilt. Zum Einen vermutlich deine Schwester, sie erbt das Grundstück mit Haus und Hof zum Anderen aber mit der Auflage, dir ein dingliches Wohnrecht im Haus zu verschaffen. was dein Erbe darstellen soll. Da hier der Wert des Grundstückes unbekannt ist, kann diese Teilung vermutlich vom Wert her rechtens sein, eventuell sogar mit dem Vorteil verbunden, nicht für die Werterhaltung und Modernisierung des Hauses zuständig zu sein.

Dein Wohnrecht ist noch nicht im Grundbuch verankert. Mit dem Testament nach Erhalt des Erbscheines musst du zum Notar deiner Wahl um dein Wohnrecht im GB eintragen zu lassen. Die Erbin ist zur Bewilligung verpflichtet. Die Notarkosten trägst du.

Folge dem link im Beitrag von @Nemesis2010. Beim Notar schön aufpassen.

Nein! Er kann wie bisher abrechnen und Sie müssen dies zahlen! Passt Ihnen das nicht, steht es Ihnen frei, das Wohnrecht löschen zu lasse. Vielleicht läß sich der von der Löschung priofitiert, eine solche Löschung etwa kosten - verhandeln Sie mal klug!

Ein unentgeltliches Wohnrecht schließt i.d.R. nicht die Nebenkosten ein, denn das sind Kosten, die durch eigenes Verhalten entstehen und nicht vom Vermieter/Hausbesitzer zu übernehmen sind. Wenn der Vermieter wissen will, wie viel der Mieter zu zahlen hat, müsste er entsprechende Zähler einbauen. Eine andere Möglichkeit ist die Abrechnung nach Quadratmeterzahl. Wird aber jemand unzumutbar benachteiligt, sollte derjenige den Einbau von Zählern verlangen. Beispiel: zwei Mieter wohnen in gleich großen Wohnungen, und zahlen den selben Wasserzins. In der einen Wohnung wohnt nur eine Person in der anderen aber 5. Dann würde die eine Person am Ende für die in der anderen Wohnung mitzahlen, weil ja der Wasserverbrauch insgesamt höher ist. Du solltest um der Gerechtigkeit willen, den Einbau von Zählern verlangen. Die Kosten dafür müsste aber (meines Wissens - bin mir aber nicht sicher) der Vermieter tragen.

Es kommt drauf an, was im Notarvertrag steht. Ganz mietfrei, oder nur Betriebskosten oder normale Bruttomiete mit Vorauszahlungen oder einer Pauschale für Betriebskosten. Wohnrecht heißt nicht automatisch mietfrei.

Nun les ich grad, dass ein unentgeltliches Wohnrecht vereinbart ist. Demzufolge brauchst du nix zahlen. Es sei denn, du machst das freiwillig für angefallene Betriebskosten.

Du hast lediglich ein "Dach" über dem Kopf als Dauernutzer geerbt, die Immobilie ansicht ist auf andere übergangen, richtig? Die Anderen (Miterben) könnten damit verfahren wie sie wollten, so lange Dein Wohnrecht nicht berührt wird. Im Fall eines Verkaufs hätten sie alleinig den Erlös. Die Nachfolger müssten diese "Pille" genau so schlucken. Das lebenslange Wohnrecht beschränkt sich auf Rechte und die Pflichten wie die eines jeden Mieters, nur eben, dass Du keinen Mietzins bezahlst. Du hast das Recht auf korrekte Abrechnung Deiner Nebenkosten. Der Einbau entsprechenden Meßgeräte bezahlt immer der Eigentümer, die Wartung hingegen wird auf den Nutzer umgelegt. Grundsätzlich sind Neuanschaffungen und Reparaturen (bis zu einer festgelegten Bemessung i.d.R. 50,- bis 150,- jährlich) vom Eigentümer zu tragen.

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