Mitarbeiter stempelt aus Gefälligkeit an der Stechuhr

5 Antworten

Ja, dies rechtfertigt eine Abmahnung bzw fristlose Kündigung. (Natürlich nicht, wenn der Inhaber der Stempelkarte neben ihm steht, aber wenn derjenige schon auf dem Weg zur Bahn oder zum Auto ist shcon)

Das ist auch ungefähr so, wenn eine Fahrgemeinschaft zu dritt in die Firma kommt, und einer sagt, ich hole uns gegenüber beim Metzger jedem ein Wurstbrötchen. Stempelt bitte jemand für mich mit ein.

Das ist eine Gefälligkeit die keine Betrugsabsicht darstellt. Auch wird in diesem Fall kein Dokument verfälscht.

Es kann ggf. ein Gespräch für künftige Unterlassung stattfinden.

Auch das rechtfertigt eine fristlose Kündigung

Grundsätzlich muss jeder für sich abstempeln und darf keinen anderen damit beauftragen, auch nicht in dem von dir geschilderten Fall Wurstbrötchen zu holen. Das hat mit Gefälligkeit nichts zu tun, sondern mit Betrug.

das ist betrug, und urkundenfälschung in einem. 263/264 StGB. hat in der regel eine sofortige kündigung zu folge. fristlos. anschließend einen job zu finden halte ich für schwierig. grus akademikus

DH

Das wäre Betrug und Urkundenfälschung, was eine fristlose Kündigung für den Mitarbeiter im Regelfall zur Folge hat. Auch diejenigen die einen anderen Mitarbeiter beauftragen, mit deren Stechkarte zu stempeln, tragen das Risiko der fristlosen Kündigung. Die Stechkarte dient schliesslich als Beweis über Anwesenheit und Abwesenheit . Dient am Ende zur Lohnerfassung über die geleisteten Arbeitsstunden. Geht einer z. B. mittags um 13.00 Uhr, während dessen Arbeitszeit bis 17.00 Uhr geht und lässt von einem Arbeitskollegen um 17.00 Uhr abstempeln, dann hat der den Betrieb um 4 Stunden betrogen. Das wird kein Arbeitgeber hinnehmen.

Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 08.11.2007 (4 Sa 996/06) Manipulation der Stechuhr berechtigt zur fristlosen Kündigung (keine Abmahnung erforderlich); ebenso Bundesarbeitsgericht 2 AZ R 39/05

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