Mietvertrag gültig ohne Unterschrift aber bei Mietzahlung?

7 Antworten

Den Schlüssel erhalten sowie Mietzahlungen geleistet,das reicht als Beweis für konkludentes Handeln.

Somit ist ein Mietvertrag zustande gekommen.

habe ich jetzt noch eine 3-monatige Kündigungsfrist, auch wenn der Mietvertrag vom Vermieter keine Unterschrift enthält oder ist ein stillschweigender Vertrag zustande gekommen? Ich möchte nämlich mit nur 2-monatiger Frist aus der Wohnung raus.

Zumindest ist ein mündlicher Vertrag durch konkludentes Handeln zustande gekommen.

Somit gelten die die gesetzlichen Fristen eines Mietvertrages und die betragen 3 Monate Kündigungsfrist!

Falls Sie rechtzeitig einen Nachmieter finden und der Vermieter mit diesem einverstanden ist, können Sie vielleicht früher aus dem Vertrag kommen.

Da hat Johnny wohl recht. Konkludentes Handeln ist das Stichwort. Vielleicht kannst du im Gespräch mit dem Sohn noch was anderes für dich aushandeln.

Hallo fiedler,

die Jungs/Mädels hier haben recht, der Mietvertrag gillt durch konkludentes handeln, der Vorteil ist, dass dadurch ein Mietvertrag nach BGB besteht, welches zum Vorteil für den Mieter ausgelegt ist aber vielleicht hat der Sohn des Vermieters ja nicht viel Ahnung vom Mietrecht, konfrontiere ihn doch einmal mit der Tatsache, dass du keinen gegengezeichneten Mietvertrag hast, es aber unfair finden würdest nun einfach so auszuziehen, du aber gerne in zwei Monaten ausziehen würdest. Auch wenn er nicht bevollmächtigt ist, wird er zumindest als Erbe für den Fall des Todes, später bevollmächtigt sein und könnte dann die eine Miete als geerbte Forderung einklagen (was er wohl wegen den paar Euro´s nicht machen würde) aber lass dir die kürzere Kündigungsfrist von Ihm genehmigen.

Viel glück

du hast einen Vertrag unterzeichnet und musst dich auch an die Kündigungsfristen halten. Ob du evtl. früher raus kannst, musst du mit dem Sohn besprechen.

Bei dem Gespräch dürfte es bleiben, wenn der Sohn keine Vollmacht des Vermieters im Original beibringen könnte :-)

Wenn Du dich mit dem "Sachwalter", also dem Sohn hier, einigst und eine verkürzte Frist ausmachst, sollte dies auch rechtlich unangreifbar sein. Denn hier gilt eigentlich:

Ein Mietvertrag über eine Wohnung, so es eine schriftliche Verenbarung gibt, ist nur dann gültig, wen er von beiden vertragsschließenden Seiten auch unterzeichnet ist. Ansonsten ist er noch "schweben unwirksam". Dies aber könnte hier "geheilt" (also ersetzt) worden sein durch die konkreten Handlungen des Vermieters: 1. Schlüsselübergabe und damit Gewährung des freien Zugangs zur bzw. anhaltenden Nutzung der Mietwohnung; 2. Entgegennahme der Wohnungsmiete auf dafür definiertem Konto. Damit sprechen die Rechtsgelehrten von Konkludenz (dem Anschein nach zustandegekommene Vereinbarung).

Nun gibt es bei Verträgen, nehmen wir mal an, dieser sei zustandegekommen, von fristgemäßem oder außerordentlichem Kündigungsrecht. Außerordentlich kann jede vertragsschließende Seite aus wichtigem Grund kündigen (was u.U. hier sogar der nicht unterzeichnete Mietvertrag darstellen könnte). Eine Frist ist hier aber auch verzichtbar, so sich beide Seiten einigen - im gegenseitigen Einvernehmen das Vertragsverhältnis aufheben. (DEshalb versuchen dies doch auch Betriebe mit ihren Mitarbeitern; das hat den angestrebten Nebeneffekt, daß damit nachträgliche Klagen ausgeschlossen sind.)

der Mietvertrag ist gültig, da er konkludent geschlossen wurde. Konkludent bedeutet übereinstimmend. D.h., sie haben die Miete gezahlt und der Vermieter hat sie angenommen. Sie müssen mit Dreimonatsfrist kündigen.

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