Mein ALG II reicht nicht aus, was kann ich tun?

5 Antworten

Die Grundsicherung ist dafür da, dass du alle Lebensmittel "zum Leben" anschaffst. Wenn du davon Raten abzahlst, ist das eine Zweckentfremdung der Mittel. Das kann dann dazu führen, dass du überhaupt kein Bargeld mehr erhältst, sondern nur noch Gutscheine.

Wer dir Waren auf Raten liefert, hast selbst Schuld, wenn du nicht zahlen kannst.

Es kann nicht sein, dass die öffentlichen Mittel dazu dienen, dass du deine Schulden zahlst.

Einweisung in die Lage: Zunächst einmal ist die Problematik nicht undingt nur rechtlicher Natur wird jedoch an Gesetz und Rechtsprechung des Sozialrechtes gemessen. D.H es geht meist um das liebe Geld. Alles was Du einnimmst wird ersteinmal relativ unkritisch als Einnhame von Seiten des ALG II Trägers aufgefasst. Die Bescheidungen sind meist ein wenig kompliziert und die Beratungen dürftig (jedoch gem. SGB II § 4.1 die Leistung des Trägers). Stelle also ein Antrag auf Beratung, denn dieser entlastet Dich erst einmal bei möglich gedeuteten Fehlverhalten. Dann überprüfe systematisch Deine Bezüge seitens des Trägers, stelle auch selbst die Anträge auf Bewerbungskosten, diese sind meist gering und nicht für eine ordentliche Bewerbung hinreichend, dokumentieren aber Deine Bemühungen. Lässt Du dieses Kleingeld aus bekommst Du meist automatisch Probleme. Nemen wir mal an das bei Bedarfssatz wenig zu rechnen ist, der mögliche Streit zu den Landesmitteln in Sachen Wohnung und drum herum entsteht. Da musst Du genau werden und natürlich Deine Anträge schnell und präzise einbringen z.B: zu Kosten der Unterkunft bei Abrechnungen der Jahreskosten. Ist aber am besten unter Beratung auszuführen. Mehrbedarf kann entstehen, ist meist kein großer Beitrag und auch beratungswürdig. Nehmen wir an Du möchtest etwas erhalten für Deine Wohnung, dann ist das meist mit Vorgaben verbunden, meist geringwertig, wenn nicht sogar durch die sozialen Einrichtungen überteuert verkauft. Gerade Haushaltsgegenstände und Möbel. Verkaufen ist eine schwierige Angelegenheit, denn es entsteht eine Einnahme, die ist zu allermeist Dir zuzurechen. Das heißt viele Deiner Möglichkeiten, sind reduziert oder an der Grenze der Legalität. Tauschen darfst Du, suche Dir einen Tauschring! Da fließt kein Geld, kann man also nicht Dir zurechnen. Bringt meist die benötigten Kleingegenstände über kurz oder lang, in höherer Qualität als die Möbellager oder ähnliches. Du darfst natürlich zu verdienen und sollst auch soviel Du kannst, durch das Zuflussprinzip entstehen aber groteske Milchmädchenrechnungen, also beraten lassen, denn Arbeit ist vorzufinanzieren und wird oft dann hinterher abgezogen seitens der Einkünfte, dass heißt zumindesten in den einen oder anderen Monat lebt man unter dem Regelsatz, wenn die Abrechnungen dumm laufen, es ist wichtig dass die Einnahmen in den richtigen Monat erfolgen, sonst hat man zwar weniger aber eine große Lauferei und viel Arbeit für meist weniger an Geld. Die Sache geht nur rund bei Zuverdienst, wenn Du einen gleichen Betrag zu stets genauen Termin erhältst. Also planen, nicht jede Arbeit bringt die trotz Freibetragsgrenzen Gewinn. Selbst Deine freie Bewgung ist partiell eingeschränkt. Also recht kompliziert das ganze Leben und stets Kritik anfällig, was andere mit Vorurteil quittieren und wenig verstehen. Scheue Dich nicht zu den Verwaltungsinstrumenten wie Widerspruch, bei Verdacht das Du benachteiligt bist stellst Du den erst einmal ohne Begründung und läufst zu einer Beratung (Frist bedingt), vergiss die vom Amt, der Antrag ist eher ein rhetorischer Platzhalter, die meisten Ausführenden blicken derer System kaum, sieht man an den Sozialgerichtsurteilen. Nehme auch nicht jede Maßnahme des Amtes gleich als wertvoll an, denn die meisten lohnen sich nicht für den Betroffenen, sondern fordern stets neue Aufwendungen und intransparent dazu ab. Bilde Dich methodisch selber fort. Die in den meisten Städten vorzufindenden Tafel, an denen man billig einkaufen können solle, sind überlaufen und nicht preiswerter, als die Herabgesetzten Gemüseangebote, eines Sa Abends in einen großen Einkaufsmarkt - dafür wollen die Deine Daten. Mit Deinen Daten gehst Du aber sparsam um, denn je mehr Du herausgegeben hast, desto umfangreicher werden die Bescheide und viele Hilfeangebote erfolgen, jedoch nicht uneigenützig seitens vieler Träger, einige verdienen gut an Dir. Du hast dann oft das Problem, dass Du noch mehr Aufwendungen hast, bei weniger Geld und keine Zeit mehr. Also an die Beratungsstellen wenden und zwar die Freien! Denn viele Hilfeleistungen des Amtes und derer Träger haben unrealistische Zielaufträge. Sei gut geordnet und Nebenjobs müssen kalkuliert sein. Der Auftraggeber muss zuverlässig in Zahlungen sein, wenn der mal in einen Monat nicht zahlt und im nächsten mal schnell nachholt und doppelt zahlt, hast Du ein Problem. Trete in eine Gewerkschaft oder VDK etc. ein. Der Beitrag ist gering und sichert Dich in einen Falle eiens Rechtsstreites. Politische Motzereien überlässt Du lieber uns, das ist ein hartes Geschäft. Die meisten Sachbearbeiter sind nicht wirklich böse, jedoch durch Form gefesselt, also Vorsicht - es gibt natürlich auch aufgehetzte Giftzerge im Amt - die haben meist ein Zeitvertrag, also entspann Dich. Klagewege dauern meist Jahre. Immer gleich Termine zu einer verlässlichen Beratungsstelle machen, sobald etwas Dir seltsam vorkommt - Mfg Kirchhoff Sozialreferent des Vater-Kind-Vereines-Sozialenergie Fulda

Zunächst einmal solltest du die Höhe deiner Leistungen überprüfen lassen.
Bildest du eine 1er-BG, stehen dir 374 EUR + angemessene Miete zu. 662 EUR sind allerdings in vielen Kommunen ein realistischer Wert, sodass das möglicherweise nicht großartig mehr werden wird.
Ansonsten gilt: privat veranlasste Schulden und Rechnungen interessieren das Jobcenter (oder das Sozialamt) nicht da musst du alleine durch oder irgendwann in Privatinsolvenz gehen.
Ein mit dem Zaunpfahl, den auch unsere Leistungsbezieher bekommen, wenn ein Darlehen für irgendwelche notwendigen Anschaffungen abgelehnt werden musste: laufen Mietschulden auf, werden die in der Regel vom Amt zumindest beim ersten Mal übernommen werden ^^.

vielleicht könntest dort, wo Du Raten bezahlen musst, anfragen, ob die Raten verringert werden können oder gestundet.

Ansonsten hilft nur:

Sparen, sparen, sparen.

Ich bin auch ALG-II-Empfänger und weiß, wovon ich rede.

Ja ich zahl schon weniger ab als ich sollte.

Hast du mal eine Schuldnerberatung ausprobiert? Dies wird manchmal auch von Sozialverbänden angeboten. Auch die Kirche bietet in einigen Gebieten Hilfestellungen an. Du musst dich nur aufraffen und dich mal umhören...

Und an Nebenjobs müsste es auch genug geben: Pizzalieferanten (sofern du nen Führerschein hast), Zeitungsboten, Aushilfen an Tankstellen...sowas wird immer gesucht. Selbst das Verteilen von Prospekten und/oder Flyern spült bisserl Geld in die Kasse. Wichtig ist natürlcih die Anzeige des Nebenjobs beim Amt sonst gibts ordentlich Ärger (wenn sie's rausfinden)

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