Jobcenter Vermittlungsvorschlag vom Mittwoch... Erst jetzt beworben - Kriege ich Ärger?

5 Antworten

Du hast alles richtig gemacht. Die Frist zählt natürlich ab Zugang.

Mach dich nicht verrückt - so schnell, wie hier alle tun, gibt es keine Sanktionen.

Natürlich ist es notwendig, auf Stellenangebote sehr schnell zu reagieren - nach einer Woche sind die interessanten Stellen längst weg, bzw. der Bewerberstapel hoch genug. Daher die 3 Tagesfrist - das ist nicht als Schikane gedacht.

Du hast ab Erhalt des Briefes 3 Tage Zeit, ich würde mich immer sofort bewerben sobald der Brief da ist, so bist du immer auf der sicheren Seite. Du hast alles richtig gemacht.

Wenn du den Brief erst am Freitag erhalten hast, liegst du in der Zeit und brauchst dir keine Gedanken zu machen. Zudem zählen Werktage, denn am Wochenende arbeiten die meisten Firmen sowieso nicht. Solange dir die Information einer freien Stelle nicht vorliegt, kannst du dich auch noch nicht bewerben. 

Druck die Mail mit der Bewerbung aus, in der Druckausgabe sind auch immer Datum und Uhrzeit gespeichert.

Soweit ich mich aus meiner Zeit als Berufstätige erinnern kann, wurden die Bewerbungen immer ca. eine Woche lang gesammelt und nicht sofort bearbeitet. Man wollte sich dann die passenden Bewerber, die man zum Vorstellungsgespräch einlud, aus einer größeren Anzahl von Bewerbungen aussuchen. Allerdings - auch nachdem einer der Bewerber eingestellt worden war und wir dies dem Arbeitsamt mitgeteilt hatten, kamen immer noch Vermittlungsvorschläge vom Arbeitsamt. Offenbar begriff man dort nicht (oder der Computer registierte es nicht), dass die Stelle bereits besetzt war. Solltest du einen solchen Vermittlungsvorschlag erhalten haben, dann ist es erst recht egal, ob du deine Bewerbung etwas früher oder später abschickst.


Allein schon die Art und Weise, wie und mit welcher Sorge diese Frage gestellt wird, zeigt doch, dass da was nicht stimmen kann im ganzen System:

Erst kurze Zeit arbeitslos und gleich Angst vor Ärger im Jobcenter bzw. gar vor "Sanktion". In was für einem Überwachungs-Apparat sollten wir uns denn befinden, wenn wir die Vermittlung/Dienste des Jobcenters in Anspruch nehmen und da gleich mal Drei-Tages-Fristen gesetzt werden?! Und mit wieviel Einschüchterung wird da wohl gearbeitet? Das ist ja entsetzlich!

Bei einer plausiblen Darstellung (und deine Darstellung ist sehr einleuchtend - Freitag Brief erhalten, Sa/So Bewerbung abgeschickt) würde ich mir gar keine Gedanken machen, dass es Ärger geben könnte. Wenn doch was kommt, unbedingt widersprechen und den Sachverhalt schildern! Lass dich da nicht runtermachen!

Das von dir angesprochene Problem steckt nicht im System, sondern in einigen Leuten, die sich regelmäßig und lautstark über die ach so furchtbaren Sanktionierungen aufregen und dabei verschweigen, dass sie sich sowohl der (mangelhaften) Unterstützung durch die Ämter verweigern, gleichzeitig aber auch kaum Eigeninitiative aufbringen, oder gar krasse Regelverstöße zu verantworten haben.

Damit meine ich nicht, die etwas verspätet oder aus gutem Grund garnicht abgeschickte Bewerbung oder der einmalige versäumte Termin.

Sanktionen gibts erst bei mehrfachen Verstößen.

Ausnahmen bestätigen die Regel und werden mit Widersprüchen bestraft.

@Georg63

Das von dir angesprochene Problem steckt nicht im System (...) Ausnahmen bestätigen die Regel (...)

Ja, klar! Und je besser die Regel bestätigt wird, desto weniger liegt der Fehler dann wohl im System???

Ich habe deutlich machen wollen, dass so ein Klima der Angst , wo ein Klient des Jobcenters bereits VOR einem (dem ersten) mutmaßlichen! "Verstoß" eine Sanktion fürchtet, ja eigentlich keine gesunde Basis für das Ziel (Vermittlung in die Erwerbstätigkeit) sein kann. Und diese Ängste/Sorgen entstehen in den ach!, so initiativlosen Leuten mit Verweigerungshaltung (schönes Klischee übrigens) wohl nicht nur augrund ihrer blühenden Phantasie, sondern sind den Umständen geschuldet, die von den Jobcentern (erheblich mit)verursacht werden. Für mich ein Problem im System! 

@suuperlsy

Außerdem kann man von Leuten, die eine Arbeit nur aus Angst vor Sanktionen annehmen, keine gute Leistung erwarten. Wenn man den Leuten wenigstens noch vermitteln würde, dass sie gebraucht werden und ihre Arbeit geschätzt wird (auch finanziell), dann würde manch einer auch freiwillig eine ungeliebte Arbeit annehmen. Aber bei miserabler Bezahlung, ständigen Überstunden (möglichst noch unbezahlt) und Chefs, die nie zufrieden sind ist manch einer schon lange vor der Rente ausgebrannt.

@Claud18

Arbeit nur aus Angst vor Sanktionen annehmen,

Wenn es diese Sozialleistngen nicht gäbe, müsste man die arbeit aus Angst vor Hunder und Obdachlosigkeit annehmen, wie die meisten Menschen auf dieser schlechten Welt.

Zum Glück sind auch nach dem Kahlschlag noch einige arbeitnehmerfreundliche Gesetze übrig. Daher braucht man tatsächlich nicht jeden Job übernehmen. Man muss das nur nachvollziehbar begründen.

Der einigungvertrag wurde als Sittenwiedrieg und als Nichtieg vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhr Erklärt da man dadurch nur Nachteile hat wen man diesen Unterschreibt.alleine deswegen ist das nur ein Einschüchterungs Versuch.Wen man Sich auf Den Vorschlag bewirbt Kann das Jobcenter keine Maßnahmen gegen einen Unternehmen Auch sollte man wissen das zu 90% Die Adressen einen Zugeschickt werden nach dem Eigentlich die Firma jemanden gesucht hatten,Womit dan auch diese 3 tage Reglung Blödsin sind.Oder Hast du zu deinem Einiegungsvertrag eine Rechtsbelehrung bekommen oder hat man dir auch gesagt das dieser Vertag nur eine Gültiegkeit von 4 Wochen Hat .Wen nicht ist dieser Gegegenstandslos.

Das Jobcenter fischt diese Adressen Selber nur Aus dem Internet da sie selber angeblich keine Anderen Adressen Haben.

Was für einen "Einigungsvertrag" meinst du?

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