Macht eine falsche Berufbezeichnung im Arbeitsvertrag den Vertrag ungültig?

4 Antworten

Normal ist es kein Problem, wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Wo kein Kläger. da kein Richter! Oft steht in diesen Verträgen auch, dass der AN jederzeit für andere anfallende Tätigkeiten eingsetzt werden kann! Und das muss nicht mal zu dem eigentlichen Job "artverwandt" sein!

Beim Abschluss des Vertrages sollte man schon darauf achten, dass die Berufsbezeichnung der tatsächlichen Tätigkeit möglichst nahe kommt. Allerdings wird der schriftliche Vertrag nicht automatisch ungültig wenn Bezeichnung und Tätigkeit von einander abweichen.

Manch einer tritt in jungen Jahren in ein Unternehmen ein, vielleicht als Verkäufer in einem Warenhaus, und wird durch Beförderungen und Weiterbildung irgendwann mal in eine leitende Position kommen. Im alten vergilbten Vertrag steht dann immer noch "Verkäufer", tatsächlich ist der Mitarbeiter aber vielleicht Prokurist und lenkt die Geschicke eines mittelständischen Unternehmens. Es ist dann nicht so, dass der Prokurist "vertragslos" wäre. Der Arbeitsvertrag bleibt grundsätzlich bestehen.

Sehr sehr großer Spielraum. Ohne Feststellungsklage geht nichts, das kostet aber Zeit + Geld und es wird Dich frustrieren.

"Eingestellt als..." bezeichnet die Tätigkeit mit den entsprechenden Folgen (Befugnisse, Entgeld usw.).

Ich kenne viele Ingenieure, die als Techniker überqualifiziert arbeiten (müssen).

DH

Kündigung von Arbeitsvertrag aufgrund falscher Adressierung ungültig, obwohl das Schreiben den korrekten Empfänger erreicht hat?

Hallo,
ich arbeite für Firma MEINE. Diese ist die Schwesterfirma von Firma SCHWESTER. Geschäftsführer ist bei beiden Firmen die selbe Person. Beide Firmen haben ihren Sitz am gleichen Standort, lediglich die Hausnummer ist unterschiedlich. Sie liegen sich formal gegenüber. Die Verwaltung ist aber bei beiden Firmen die selbe - lediglich die Postanschrift ist unterschiedlich.

Ich habe meinen Arbeitsvertrag letzten Monat gekündigt zum Ende diesen Monats (§622 Abs. 1 BGB). Die Kündigung habe ich "fälschlicher Weise" an Firma SCHWESTER adressiert, anstatt an meinen Arbeitgeber Firma MEINE.

Mein Chef hat die Kündigung fristgerecht erhalten. Nun schickt er mir aber ein Schreiben, in dem er mich darüber in Kenntnis setzt, dass meine Kündigung ungültig ist, da diese an die falsche Adresse geschickt wurde (Formfehler).

Problem, ich habe bereits einen neuen Arbeitsvertrag bei Firma NEUE abgeschlossen ab 1. März. Diesen Termin kann ich aber nicht einhalten, sollte die Kündigungsablehnung korrekt sein.

FRAGE: Ist seine Ablehnung rechtens? Und wie kann ich dieses Problem lösen?

Nebeninfo: Bereits in der Vergangenheit habe ich eine Krankmeldung an die falsche Adresse SCHWESTER geschickt. Diese wurde ohne Probleme akzeptiert. Außerdem gibt der Chef zu, die Kündigung fristgerecht erhalten zu haben. Er beruft sich auf den Formfehler.

UPDATE:

Mein Rechtsanwalt hat mit mir nun folgende Schritte gewählt. Zum einen habe ich eine erneute Kündigung verschickt, diesmal korrekt adressiert und fristgerecht zum 15.03.2019 (2 Wochen später als eigentlich geplant). Zum zweiten ein Schreiben des Anwalts, in dem mein Chef darauf hingewiesen wird, dass er mit gutem Willen hätte feststellen können, was eigentlich gemeint war. Da das Vertrauensverhältnis nun nicht mehr fruchtbar sein kann, erwarten wir das Einversändnis zur vorgezogenen Beendingung zum 28.02.2019.

Das ist zwar irgendwie nicht schön, aber zumindest in meinen Augen ist damit beiden Parteien am ehesten geholfen. Ich darf gehen zu meinem Wunschtermin und er hat seine korrekte Kündigung, und das ganze ohne einen völlig unnötigen Rechtstreit.

Die Frage oben lasse ich unverändert stehen.

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Fahrkarte gefälscht - Straftat Betrug vom Polizeischreiben - Was tun?

Hey Leute ( ich bin 21 Jahre alt ) ,

ich bin vor einem Monat nach dem Feiern mit der S-Bahn nach hause gefahren und war zudem auch ziemlich bedrunken.. Ich hatte aber kein Geld mehr für eine Fahrkarte und hab am Gleis eine Schüler Fahrkarte gefunden die noch gültig war. Habe sie dem Kontrolleur dann auch vorgezeigt, allerdings erwies Sie sich als eine Fälschung von der ich nichts wusste und Sie hat mir die Fahrkarte entzogen und die 40€ Strafe aufgebrummt. Am nächsten Tag erinnerte ich mich wieder an das Geschehen und überwies direkt die 40€ und dachte die Geschichte sei nun erledigt.

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