Macht eine falsche Berufbezeichnung im Arbeitsvertrag den Vertrag ungültig?

4 Antworten

Normal ist es kein Problem, wenn beide Seiten damit einverstanden sind. Wo kein Kläger. da kein Richter! Oft steht in diesen Verträgen auch, dass der AN jederzeit für andere anfallende Tätigkeiten eingsetzt werden kann! Und das muss nicht mal zu dem eigentlichen Job "artverwandt" sein!

Beim Abschluss des Vertrages sollte man schon darauf achten, dass die Berufsbezeichnung der tatsächlichen Tätigkeit möglichst nahe kommt. Allerdings wird der schriftliche Vertrag nicht automatisch ungültig wenn Bezeichnung und Tätigkeit von einander abweichen.

Manch einer tritt in jungen Jahren in ein Unternehmen ein, vielleicht als Verkäufer in einem Warenhaus, und wird durch Beförderungen und Weiterbildung irgendwann mal in eine leitende Position kommen. Im alten vergilbten Vertrag steht dann immer noch "Verkäufer", tatsächlich ist der Mitarbeiter aber vielleicht Prokurist und lenkt die Geschicke eines mittelständischen Unternehmens. Es ist dann nicht so, dass der Prokurist "vertragslos" wäre. Der Arbeitsvertrag bleibt grundsätzlich bestehen.

Sehr sehr großer Spielraum. Ohne Feststellungsklage geht nichts, das kostet aber Zeit + Geld und es wird Dich frustrieren.

"Eingestellt als..." bezeichnet die Tätigkeit mit den entsprechenden Folgen (Befugnisse, Entgeld usw.).

Ich kenne viele Ingenieure, die als Techniker überqualifiziert arbeiten (müssen).

DH

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