Kindsvater will seine Tochter zur Adoption freigeben, weil er keinen Unterhalt zahlen will!

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Ich kenn das nur aus der Perpektive des Kindes, aber erstmal: Cool bleiben. Bestimmt hat er seine Kinder früher auch geliebt, so wie dich auch. Aber dann ward ihr weg, es gab keinen Kontakt mehr. Er ist nur noch der Geldgeber, kein Vater mehr. Selbst ein guter Vater hätte seine Probleme, da noch eine emotionale Bindung aufrechtzuhalten. Für ihn ist das nur eine Last, die jeden Monat vom Konto abgebucht wird, keine Familie. Er ist der Samenspender, nicht der Vater. Ich meine, du hast dir auch was vorgemacht - wie wolltest du denn die "Vaterrolle" erhalten, ohne dass sie Kontakt haben und wollen? Das war zwar besser, als einfach zu sagen, dass es ihn nicht mehr gibt, aber "Vater" ist etwas anderes. Es ist gut, wie du deiner Tochter erklärt hast, warum sie keinen Kontakt mehr haben konnten. Viele andere hätten den Mann einfach nur fertig gemacht und Kontakt verboten. Der Zug ist abgefahren. Ihr solltet die Adoption durchziehen und ihn einfach loswerden, wenn er es so will. Wäre eine ziemliche Erleichterung für alle Beteiligten.

Es ist auch egal, ob die Tochter den Namen weiterhin trägt, sie hat doch trotzdem noch die gleichen Gene. Sie kann sich so oder so mit 20 oder so noch entscheiden, dass sie vll nochmal Kontakt aufnehmen will. Bis dahin ist es das beste, wenn sie zu Hause eine stabile Familie hat. MIt Adoption.

Es hat auch noch eine praktische Seite. Wenn deine Tochter mal Bafög oder etwas anderes beantragen will, braucht sie die Unterschriften und Einkommensnachweise beider Elternteile bei einer Scheidung. Und zwar jedes Jahr auf's Neue. Das kann ein ziemlicher Krampf werden, wenn der Vater so "interessiert" ist.

(Meine Geschichte, damit du weißt, dass ich nicht nur ins Blaue schieße mit meinem "Rat": Sie ist nicht ganz so dramatisch - meine Eltern ließen sich scheiden, als ich 13 war. Meine Reaktion: "Endlich." Man merkt doch als Kind, ob die Eltern sich verstehen oder nicht. Und eine glückliche Mutter ist besser als zwei Personen, die nur der Form willen im gleichen Haushalt leben - der Kinder wegen. ^^ Allerdings trinkt mein Vater und hat auch nie Unterhalt gezahlt. Meiner Mutter war das zu doof, sie wollte einfach nichts mit ihm zu tun haben und fertig. Er ist zwar an Kontakt zu mir interessiert, aber hat sich eben die letzten 20 Jahre komplett seiner Verantwortung entzogen - da ist mein Stiefvater mehr Vater für mich gewesen. Wenn ich mal heirate, ist auf jeden Fall mein Stiefvater der Brautführer. Ich hatte auch das Problem mit dem Bafög - es hat mal 8 Wochen gedauert, bis mein leiblicher Vater mir das Formular unterschrieben zurückschickte!)

Jetzt würde ich diesbezüglich mal mit einem Anwalt sprechen und fragen, wie das rechtlich laufen würde. Ob es überhaupt möglich ist, dass er sich so den Zahlungen entzieht. Mach dir keine Sorgen um deine Tochter. Sie hat damit vermutlich weniger ein Problem als du. Es ist schließlich auch ein toller Gedanke, dass ihr Stiefvater ihr Vater sein will. Er macht das freiwillig. Bei den biologischen Eltern denkt man doch immer, sie müssten einen lieben, weil sie nun mal die Eltern sind. So eine Adoption hingegen ist eine bewusste Entscheidung, und in Sachen "ich mag dich" sehr viel wert.

Vergiss deinen Ex, wenn das alles vorbei ist und freu dich, dass du eine neue Familie hast mit einem Mann, dem soviel an euch liegt. Deiner Tochter würde ich aber nichts von dem Unterhalt etc erzählen. Einfach vergessen. Tu so, als wärst du damals zu einer Samenbank gegangen, um dein Wunschkind zu bekommen. :D

Viel Erfolg!

P.S: Coool bleiben.

Hey, danke, für deine ehrlichkeit, stimmt, als eltern verliert man gerne die sichtweite der betroffenen kinder. und eines muss ich dir sagen, dein satz:

"""Es ist schließlich auch ein toller Gedanke, dass ihr Stiefvater ihr Vater sein will. Er macht das freiwillig. Bei den biologischen Eltern denkt man doch immer, sie müssten einen lieben, weil sie nun mal die Eltern sind. So eine Adoption hingegen ist eine bewusste Entscheidung, und in Sachen "ich mag dich" sehr viel wert. """""

..... ist wunderschön!!

@tamarajahnke

Danke. :) Verlier einfach nicht aus den Augen, was in deinem Leben gut läuft. Sicher ist es eine enttäuschende Situation, aber dein Ex ist der eigentliche Verlierer, nicht deine Tochter oder du. Ihr habt eure Familie und der Rest ist nur Biologie und Formalitäten.

Ich drück dir die Daumen, dass das schnell und reibungslos über die Bühne geht.

Es ist besser den Kindern die Wahrheit zu sagen, als Kinder mit Lügen zu erziiehen. Härter ist es natürlich jetzt, weil die Kinder nun gemerkt haben, dass sie an einer Lüge glaubten. Du weißt ja nun, dass es falsch war. Mach das beste draus und sag deinen Kindern ab heute immer die volle Wahrheit-auch wenn sie hart ist. Ich bin mir sicher, dass du das nur getan hast, um deine Kinder zu beschützen...aber es ist ja halt nicht richtig. Zu glauben, dass ein solcher Mann vernünftig wird....ist ein Leben in einer Unrealen heilen welt, die man sich zu sehr wünscht. Mir wurde auch immer vorgegaukelt, dass mein Vater mich ja liebt...das wurde mir sogar noch erzählt, nachdem er mich betitelte, schlug, schlecht über mich redete bei anderen leuten usw...bei meiner Geburt soll er zu meiner Mutter gesagt haben:" na, da hast du ja deinen Willen (sie wollte unbedingt ein Mädchen und mein Vater einen Jungen-als er mich das erste Mal gesehen hat. Er hat mir auch oft genug gesagt: ich soll mich verpissen und ich bin nicht siene Tochter usw.Er wollte mich nie....).Meine Mutter lebt bis heute noch in einer Scheinwelt und glaubt an die "heile Familie"- sie blieb nur bei ihm wegen den Kindern, damit sie einen Vater haben. Sie glaubt, dass ich noch irgendwann zum Kaffetrinken mit diesen Mann an einem Tisch sitzen werde....ich nenne so etwas "verblendung". Nicht wahr haben wollen-Tatsachen nicht sehen wollen.Manchmal ist kein Vater besser, als einen zu haben, der....Meine Meinung. Lass diesen glauben sein, denn dieser Vater ist nur ein Erzeuger, aber er ist kein Vater. DerMann ist ein Vater, der deine Kinder liebt und annimmt.Die Leute, die sich wie ein Vater und eine Mutter verhalten, die sind es auch. Rede mit deinen Kindern ehrlich, warum du das gemacht/gesagt hast...dann können sie dich eher verstehen. Rede mit ihnen ehrlich und sag ihnen wie es ist. Deine Tochter liebt doch auch deinen jetzigen Mann. Rede mit ihnen ehrlich und sage ihnen keine weitere Lüge mehr. Viel Glüch dabei. Du schaffst das schon!

Wenn ihr ohnehin einig seid, daß Deine Tochter den jetzt gemeinsamen Familiennamen tragen soll, wäre es doch konsequent über eine Adoption nachzudenken. Deine Tochter, nehme ich an, würde das auch verstehen, wenn doch so wenig Bindung zum Vater besteht. Das würde zwar bedeuten, daß er keinen Unterhalt mehr zahlen muß, wäre m.E. aber auch im Interesse des Kindes die beste Lösung, wenn sie ohnehin keinen Kontakt zum Vater mehr hat. Daß Du versucht hast, eine gewisse Bindung aufrecht zu erhalten, hat Dich eingentlich auch nicht aus der Misere gebracht. Inzwischen dürfte auch Deine Tochter begriffen haben, daß da nichts zu erwarten ist. Klärt das Problem in ihrem Sinne und verhelft ihr durch eine klare Entscheidung dazu, daß sie sich in der neuen Familie wirklich zu Hause fühlt.

ja, das stimmt wohl, leider. das hat auch der vom jugendamt gesagt, zum wohle des kindes wäre eine adoption das allerbeste, damit sie ruhe bekommt.

Das ist für Deine Tochter schrecklich traurig. Ein Vater, der gar keiner ist und keiner sein will, ist für ein Kind wirklich etwas ganz Schlimmes. Umso wichtiger ist es, daß Dein jetziger Mann eine gute Beziehung zu ihr aufbaut.

Trotzdem ist es so, daß man einen Vater zu Gefühlen für seine Kinder nicht zwingen kann. Mit dem Vater meiner Kinder habe ich auch ähnliches erlebt. Er hat den Kontakt abgebrochen, und gezahlt hat er sowieso nicht. Finanziell hatte ich mich zum Glück auf die eigenen Füße gestellt. Aber die fehlende Vater-Beziehung hat den Kindern natürlich trotzdem psychisch schwer zugesetzt.

Was soll ich Dir raten? - Du lebst offenbar in einer glücklichen Beziehung, in der auch Dein Kind gut aufgehoben ist. Geld wirst Du von dem leiblichen Vater sowieso nie sehen - der wird schon Mittel und Wege finden, sich vor Zahlungen immer herumzudrücken. Deshalb würde ich Dir raten, mit dem Kind darüber zu reden, vielleicht mit Hilfe des Jugendamtes. Dein Kind ist ja kein Baby mehr und kann vielleicht auch selbst eine Meinung dazu äußern. Ich denke, wenn Deine Tochter schon eine gute Beziehung zu Deinem Mann hat, wird sie ihn auch eher als Vater respektieren als den leiblichen...

Ich denke Du solltest versuchen Deinen Ex-Mann abzuschreiben. Eine Liebe kann man sich nicht erzwingen, so Traurig das auch sein mag. Ich könnte niemals so herzlos meinen Kindern gegenüber treten. Andere Menschen können das Wahrscheinlich.

Und wenn Dein neuer Ehemann bereit ist Deine Tochter zu Adoptieren, Dein Ex und auch Deine Tochter damit einverstanden sind dann lass doch wenigstens diese Adoption zu. Dann hat das Kind wenigstens einen Vater wovon es noch Liebe bekommt, das es all die Jahre vom leiblichen Vater nicht bekommen hat.

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