In welchem Verhältnis sollten Pacht und Umsatz stehen?

7 Antworten

Hallo, ich hatte in den 80ger Jahren eine Kneipe und ein Automatenaufsteller sagte mir damals es sei ein ungeschriebenes Gesetz das: "Umsatz geteilt durch 10!" Die Pacht ergeben sollte. Bei mir kam das damals gut hin, machte so um die 12000,- DM bei 800,-DM Pacht. Ich könnte mir bei den heutigen Energiekosten vorstellen, das diese Formel nicht mehr reicht um klar zu kommen. Was meinen Andere?

Reicht auf keinen fall...da es fast keine Kneipen gibt bei denen man nur 400 € Pacht bazahlt ;-). mal 10 wären 4000 € umsatz und das reicht auf keinen fall

Hallo Stummel,

die Energiekosten sind in der Gastronomie traditionell eher hoch. Aber 30 % des Umsatzes für Pacht liegt deutlich über dem Durchschnitt. Der Wert sollte meines Erachtens nach nicht über 20 % liegen. Ich nehme doch an, dass wir hier vom Nettoumsatz sprechen?

Allerdings ist es schwer, die Situation so isoliert zu betrachten. Es kommt auch drauf an, wie die Preise kalkuliert sind. Wie hoch sind z. B. die Personalkosten? Der Durchschnitt in der Speisegastronomie liegt bei rund 20 % vom Nettoumsatz, häufig aber auch deutlich höher. Bei 5000 Euro Monatsumsatz sind sie vermutlich niedriger (hoffe ich!). Oder wie hoch ist der Wareneinsatz (sollte nicht über 40 % liegen)?

Hallo, bei 5000€ Umsatz darfst du nicht über 500€ Pacht bezahlen. Ich hatte in den 80ger Jahren eine Kneipe und ein Automatenaufsteller hat mir erzählt eine ungeschriebene Regel heißt: "Umsatz durch 10 teilen! Das ist die Pacht!"

reicht nicht...siehe meine Rechung

Hallo Stummel, ich bin Pächter eines Restaurants und kann Dir Sagen, dass es ein hartes Brot ist und die Frage ohne weitere Details, wie z.B. Lage, Umfeld, Kundenstamm, Preisniveau der nächsten vergleichbaren "Kneipe", ist eine kleine Wohnung mit dabei? Muss Investiert oder auch Renoviert werden oder kannst Du gleich loslegen? u.s.w...., nicht beantwortet werden kann. Dann stellt sich mir die Frage, was hast Du mit dem Objekt vor? Welches Know How bringst Du mit oder hast Du ein abgefahrenes Konzept in der Schublade? Was ist Dein Zielpublikum, und was hast Du Mittel- und Langfristig für Pläne und wie viel € brauchst Du für Deinen Lebensunterhalt? Nun zur Pacht: Wir reden im allgemeinen von Nettozahlen! Bringe in Erfahrung, wie es dem Vorpächter ergangen ist, möglichst persönlich. Wenn Du alle Zahlen zusammen hast, dann rechne aus, ob was übrig bleibt und es sich dafür rentiert?!

bei einem monatlichen Nettoumsatz von 8000 Euro wäre diese pacht noch angemessen, aber für lausige 5000 einfach viel zu hoch. Zumal dir keiner sagen kann ob sich der Umsatz auch so hält. Finger weg

Umsatzzahlen sind nie voraussehbar. Das ändert sich monatlich.

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