Immobilie kaufen, erbpacht Problem?

5 Antworten

Vermutlich wird man hier das Erbbaurecht erst aufheben, was prinzipiell allein Sache des Veräußerers ist. Er kann euch dann das Grundstück regulär verkaufen.

Solche Aufhebungen können unter Umständen aber etwas dauern. Ihr als Erwerber müsst nicht mitwirken, weswegen es mich wundert, warum ihr beim Notar erscheinen sollt. Von einem Kauf sowohl des Grundstücks als auch des Erbbaurechts würde ich abraten.

Ein Kaufvertrag über das Grundstück muss aber natürlich vorliegen. Selbst wenn das Eigentum auf die Dame noch nicht umgeschrieben wurde.

Vom Kauf einer Immobilie mit Erbpacht, würde ich Euch dringend abraten.

Erstens fällt eine jährlich Erbpacht an. Das sind jeden Monat zusätzlich Kosten, zuzüglich zur Immobilienfinanzierung.

Zweitens gehört Euch das Grundstück nicht, ihr habt es maximal für 99 Jahre gemietet.

Drittens weißt Du gar nicht, wie lange die Erbpacht schon läuft, dann ist es auch nichts mehr mit den 99 Jahren.

Ein seriöser Makler hätte sich im Vorfeld erkundigt und Euch mitgeteilt, dass es sich um ein Grundstück mit Erbpacht handelt!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung
Zweitens gehört Euch das Grundstück nicht, ihr habt es maximal für 99 Jahre gemietet.

Und was passiert nach den 99 Jahren? Dann sind wir alle tot.

@lesterb42

Vielleicht hast Du später Kinder und Enkelkinder! Da sieht es dann mit den 99 Jahren schon anders aus, oder?

Da wird es dann mit dem Vererben der Immobilie schwierig!

Der Erbpachtzins wird im Laufe der Jahre auch höher!

@PlayadeMuro
Da sieht es dann mit den 99 Jahren schon anders aus, oder?

Nein. Ich bin gleichwohl tot.

Da wird es dann mit dem Vererben der Immobilie schwierig!

Warum?

Der Erbpachtzins wird im Laufe der Jahre auch höher!

Da ist nur eine Wertsicherungsklausel drin, die meist an die Lebenshaltungskosten gekoppelt ist. Lohn-/Rentenerhöhung kommen auch gelegentlich vor.

Wenn Ihr Kinder haben wollt würde ich nichts mit Erbpacht nehmen. Alles was Ihr für Euch und spätere Generationen schafft ist irgendwann futsch. Spätesten die Enkel wurden das Haus verlieren nach normalerweise 99 Jahren fällt der Grund und das daraufstehende Gebäude an die Besitzer des Grundstücks zurück.

Spätesten die Enkel wurden das Haus verlieren nach normalerweise 99 Jahren fällt der Grund und das daraufstehende Gebäude an die Besitzer des Grundstücks zurück.

Normalerweise aber nicht entschädigungslos. Kirchen haben an den Gebäuden kein Interesse und erneuern die Erbbaurechtsverträge.

 

Ein MAKLER muss sich nicht unbedingt davon überzeugen, ob das angebotene Objekt überhaupt zu den Bedingungen verkauft werden kann.

Allerdings spricht ein solcher Mangel an Information, nicht gerade für diesen MAKLER. Da solltet ihr euch einen anderen suchen.

Dass ein Grundstück verkauft worden sei, dass als Erbpacht im Grundbuch steht, halte ich für ein Gerücht. Solche Grundstücke werden nur höchst selten ÜBERHAUPT verkauft.

Erbbaurechte werden nicht selten verkauft. Auf mit Erbbaurechten belastete Grundstücke trifft das regional zu.

@lesterb42

Die Kirchen als größte Erbpacht-Immobilienbesitzer verkaufen so gut wie NIE.

@DerHans

Du redest vom falschen Objekt. Bei dieser Konstruktion gibt es immer zwei Grundstücke:

  1. Das mit dem Erbbaurecht belastete Grundstück. Davon haben - das ist richtig - die Kirchen die meisten. Diese verkaufen auch nicht.
  2. Das Erbbaurecht als grundstücksgleiches Recht. Inhaber dieser Rechte sind Menschen wie du und ich. Erbbaurechte werden auch ganz "normal" verkauft. Wenn das ordentlich kalkuliert wurde, müssen die auch günstiger sein, weil der Wert des Grund und Bodens nicht im Kaufpreis enthalten ist.

Der Makler veräppelt Euch. Wenn das Grundstück von der Verkäuferin angekauft worden wäre, dann hätte es dazu eines notariellen Vertrags bedurft und der Notar hätte die Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch gleich anschließend veranlasst.

Versuchter Betrug / Urkundenfälschung

Hallo.

Zum Fall:

Ein Bekannter bewohnte mit Ehefrau ein Mietshaus. Dieses Mietshaus sollte verkauft werden. Die beiden haben beschlossen, ein Haus zu kaufen. Gesagt, getan. Nun das Problem. Der Bekannte hatte eine gute Schufa - Score (98%), aber kein Einkommen. Ehefrau hatte schlechten Schufa - Score ( 5% ) und Einkommen.

Sie suchten im Internet nach einer Immobilienfinanzierung. Daraufhin meldete sich eine Dame, die "Hilfe " angeboten hatte. Die Bekannten trafen sich mit der Dame. Es wurde vereinbart, das bei einer erfolgreichen Immobilienfinanzierung 5000.-EURO Provision zu zahlen sind. Die Bekannten gaben ihr Einverständnis.

Nach einiger Zeit rief die Dame an und gab an, sie habe eine Bank gefunden, die die Immobilie finanzieren würde und es wurde ein Termin zur Unterzeichnung der Anträge bei der Bank vereinbart. Bis dahin lief ALLES zwischen der Dame und einem Vermittler. Es kamen nur die Voranträge zur Unterzeichnung per Post zu den Bekannten. Dann wurde bei dem Termin der Antrag unterzeichnet. Es wurde die 5000EURO Provision an die Dame gezahlt. Nach einigen Tagen kam dann seitens der Bank die Ablehnung, mit der Begründung, das es Unstimmigkeiten bei den Einkommensverhältnissen gab.

Es wurde dann weiter gesucht. letztendlich wurde dann eine Bank gefunden, die sie Immobilie finanziert. Verträge unterzeichnet, Alles ok, Immobilie gekauft, Kaufverträge unterzeichnet, Notar, Einzug...

Nun kam während der ganzen Phase eine Vorladung von der Polizei. Grund: Anzeige wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs! Die Anzeige kommt von der Bank, die die Finanzierung abgelehnt hat. ( Es ist ja bei der Bank kein Schaden entstanden )

Nun, bekannte zum Anwalt. Aussage gemacht.

Aussage: wussten nichts von den gefälschten Lohnabrechnungen und hatten nur einmal Kontakt mit der Dame. Diese hatte auch die Anträge soweit mit IHREN Kontaktdaten ausgefüllt ( Also sich als Bekannter ausgegeben ).

Es wurde dann wohl ganz normal ermittelt. Nun kommt Anklageschrift vom Amtsgericht, das das Hauptverfahren eröffnet werden soll.

Anwalt weis nicht, das es bei einer anderen Bank geklappt hat...

Nun meine Frage:

  • Sind, wenn die Anklageschrift geschrieben wurde, die Ermittlungen abgeschlossen?
  • Man darf doch nur für die Straftaten, die einem in der Anklageschrift vorgeworfen werden bestraft werden; nicht für weitere ( im Prinzip die selbe, wenn nicht von anderen Anzeige erstattet wird)??
  • Dürfen die Ermittler das mit der geklappten Finanzierung herausfinden / wenn ja, dürfen die bei der Bank dann in den Unterlagen einsehen?
  • Mit welcher Strafe ist bzgl. der Anzeige von der Bank, die die Finanzierung abgelehnt hat, zu rechen?

Der Bekannte ist nicht vorbestraft und noch nie mit dem Gesetzt in Verbindung gekommen...

P.S. Die Rate für die Finanzierung konnte gezahlt werden, das diese deutlich niedriger ist, als Miete... Der Bekannt hat nun auch einen Job...

Danke für Eure Antworten

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