Höherstufung Pflegestufe posthum

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Die Einstufung in die jeweilige Pflegestufe erfolgt auf Antrag und ist Voraussetzung für die Gewährung von Leistungen durch die Pflegekasse. Der Antrag kann gestellt werden von den Versicherten, den gesetzlichen Betreuern/Betreuerinnen, den Bevollmächtigten oder Erziehungsberechtigten.

Nicht berechtigt sind, obwohl es immer wieder vorkommt, die ambulanten Dienste und stationären Einrichtungen.

http://www.rain-weidner.de/r_gebiete.html

den antrag gestellt hat das pflegeheim. zur unterschrift vorgelegt - posthum - wurde sie dem betreuer (sohn)

@ritter13

Dann wäre es legitim......da der Bewilligungsbescheid gelten gemacht wird zum Antragsdatum, gibt es einen Bewilligungsbescheid vom MDK? Ich kenne nur die Begutachtung durch den MDK....und der kommt auch ins Pflegeheim.

Als meine Mutter in der Kurzzeitpflege war.....ist der MDK auch dort hingekommen und hat die Begutachtung dort vor Ort durchgeführt.......nach Aktenlage ist mir nicht bekann....das wiederum kann nicht RECHTENS sein.......würde mich an die Pflegekasse oder direkt an den MDK wenden!!!!

Was ich nicht verstehe: normalerweise wird die Pflegestufe von der zu pflegenden Person oder von den Angehörigen (gesetzlicher Vormund) gestellt und nicht vom Heim, oder hatten die eine entsprechende Befugnis? Grundsätzlich ist es wohl möglich, auch nach Aktenlage im nachhinein die Pflegestufe zu erhöhen / zu beantragen.

So wie ich das verstehe, hat das Heim festgestellt, dass sie für die Betreuung mehr Zeit benötigen, also kostet das ganze auch mehr. Wenn nun eine höhere Pflegestufe beantragt wird, bekäme die Pflegeperson mehr Pflegegeld von der Kasse, was ja wiederum eure Schulden senken würde - nicht die Einordnung der Pflegestufe kostet Geld, sondern die Pflege an sich. Und diese wird teilweise von der Pflegegeldkasse übernommen. Ob die Mehrpflege allerdings gerechtfertigt war oder ob man hier versucht, Geld zu machen, kann niemand von uns einschätzen.

das heim möchte aufwendungen aus höhereinstufung erstattet haben: genauer gesagt für 2 monate. rund 4 wochen von dieser zeit verbrachte die patientin aber im krankenhaus. das pflegeheim behauptet, den antrag auf höhereinstufung rund 4 wochen vor dem todesdatum beim medizinischen dienst gestellt zu haben, kann oder will das aber nicht nachweisen. fest steht, dass dem bevollmächtigten der patientin wenige stunden nach dem tod der antrag zur unterschrift vorgelegt wurde ('können sie das mal eben unterschreiben'). eine einstufung durch den mdizinischen dienst konnte somit nicht stattfinden: es wurde nur nach unterlagen und aussagen des heims eine einschätzung vorgenommen werden.

Da haben die wohl möglich eine Palliativbehandlung aus dem Fall gemacht?

diabetis mellitus...gestorben war die patientin aber im krankenhaus. wenige stunden nach dem exitus hieß es: zimmer (pflegeheim) räumen...ach, und können sie das 'mal eben' unterschreiben...:-(

Sperrzeit 12 Wochen wegen Arbeitsaufgabe zur Pflege Familienangehöriger?

Hallo, wie in meinen anderen Fragen schon beschrieben pflege ich meine Mutter daheim und hatte dafür meine alte Arbeit in gegenseitigem Einverständnis mit dem Arbeitgeber zum Ende ihrer Reha Maßnahme per Aufhebungsvertrag gekündigt (am 04.03. zum 18.03.). Nach mehrwöchigem Kampf und ständigem Verschieben der Zuständigkeit in der Agentur wurde mein Antrag auf ALG1 angenommen, nur kam daraufhin ein Schreiben das bei mir eine 12-Wöchige Sperrzeit eintritt weil ich mich angeblich nicht rechtzeitig gemeldet hätte. Ich konnte Nachweisen das dem nicht so ist, dachte es ist in Ordnung, war mir sicher das Schreiben was daraufhin ankam wäre der Leistungsbescheid... Nein, es war die Mitteilung das mir 12 Wochen Sperrzeit aufgebrummt wurden - nicht wegen verspäteter Meldung sondern plötzlich wegen Arbeitsaufgabe ohne wichtigen Grund. Das ganze laut dem Paragraphen:

§ 159 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 SGB III

Nach etwas Suche im Internet hab ich rausgefunden das es genau für meinen Fall eine ziemlich klare Definition gibt (könnte mir in den Ar*** beißen das ich die Seite nicht wiederfinde wegen des Gesetzbuches). Dort steht im Bezug auf Sperrzeit ohne wichtigen Grund folgendes:

**Wird ein Beschäftigungsverhältnis durch den Arbeitnehmer wegen Pflege nach § 3 Abs. 1 S. 1 PflegeZG (in Kraft ab1.7.2008) einvernehmlich mit dem Arbeitgeber beendet, liegt ein wichtiger Grund für die Arbeitsaufgabe vor. Der Nachweis kann durch Vorlage der schriftlichen Vereinbarung mit dem Arbeitgeber geführt werden. Für den Fall, dass eine Rückfrage beim Arbeitgeber erforderlich wird, wird ein Bk-Text zur Verfügung gestellt. - DA 9.1.1 Nr. 18 Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz - PflegeZG) § 3 Pflegezeit und sonstige Freistellungen

(1) Beschäftigte sind von der Arbeitsleistung vollständig oder teilweise freizustellen, wenn sie einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen (Pflegezeit). Der Anspruch nach Satz 1 besteht nicht gegenüber Arbeitgebern mit in der Regel 15 oder weniger Beschäftigten**

Das hab ich in meinen Widerspruch gepackt - die Sachbearbeiterin kann aber keinen bedeutsamen Grund erkennen und schaltet auf Stur.

Les ich diese Definition eines wichtigen Grundes vlt. wirklich falsch, steh ich auf dem Schlauch? Lohnt es sich nochmal Widerspruch einzulegen bzw. sollte ich gleich vor Gericht gehen? Kann mir wer sagen aus welchem Gesetzbuch oder was auch immer diese Definition stammt. Bzw. was soll ich jetzt am besten machen? Ach ja, falls ich im Recht bin - gibt es irgendwo Teer und Federn im Angebot?

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