Hellhörigkeit des Hauses macht mich langsam fertig - muss ich das akzeptieren?

9 Antworten

Da kann ich nur empfehlen, auszuziehen! Es gibt gewisse Richtwerte, die die Schallübertragung in Gebäuden mit mehreren Wohnungen eingrenzen sollen, aber gerade bei vielen Neubauten ist die Wärmedämmung oft wichtiger als die Schalldämpfung, wärmedämmende Baustoffe für Wände wie z.B. Porenbeton, wie er häufig verwendet wird, ist katastrophal in der Schalldämpfung, man hört quasi alles! Auch schlechte Verarbeitung, Schallbrücken im Estrich zu Wänden usw. gibt es immer wieder!

Da könnte man nur einen Mangel beim Vermieter anzeigen, der wiederum müsste das mit dem Bauunternehmer klären. Dann müsste mittels Gutachter festgestellt werden, ob überhaupt erhöhte Schallübertragung vorliegt, oft ist das auch eine subjektive Wahrnehmung, was dem einen zu laut ist, hört der andere immer noch nicht! Das Ganze ist sehr aufwendig mit vielen Hürden und massig Zeitaufwand, deshalb kann ich nur sagen, am besten eine neue Wohnung suchen! Denn selbst, wenn man festststellt, das gepfuscht wurde, was passiert dann? Das Haus wird nicht neu gebaut werden...

Am besten wäre es wohl vor einem Auszug sich mit dem Nachbarn zu einigen, dass er Nachts leiser ist.

@manso84

Ja, das kann man machen, aber meistens interessiert das die Leute doch gar nicht mehr, im Gegenteil, Dir wird noch gedroht oder Du wirst beleidigt, wenn du so was im Treppenhaus ansprichst.

Dazu kommt, das der Fragesteller ja offensichtlich sehr empfindlich ist und das Problem nicht nur Nachts hat! Da hilft auf Dauer nicht viel, da kann man nur zusehen, dass man sich was anderes sucht!

Informiere zuerst den Hauswart und mache dem Mieter klar, dass er den Bass und die Laustärke in der Nacht ganz runter schraubt.

Wende dich auch an die Verwaltung sie soll unbedingt diesem/n Mieter/n einen Brief schreiben, in dem hervorgeht, dass sie dazu angehalten sind die Nachtruhe einzuhalten. Ich kann dich gut verstehen, sowie viele andere auch die in hellhörigen Wohnungen leben (vorallem bei Altbau).

Wenn es gar nichts bringen sollte, statte die Wand von der die Geräusche kommen in deinem Schlafzimmer mit einer Art Schallschutzmatten aus. Das wird dich zwar 100 -150E kosten, aber nach deiner Beschreibung ist dies immer noch besser, als sich wegen Lärm zu ärgern oder einen aufwendigen Umzug auf sich zu nehmen nur deswegen, ich denke die Matten würden schon was bringen oder kauf dir sonst etwas das die Geräusche minimiert, vorallem um zu Schlafen.

Also, sorry, gerade Altbauten z.B. in Berlin oder Hamburg sind den modernen Bauten aus piefigen Porenbeton meilenweit in der Schalldämpfung überlegen.

Schall dämpft man mit Masse, davon haben moderne Gebäude aus Porenbeton, viel Glas, Stahl und Gipskartonwänden sehr wenig!

@Topotec

Dort vielleicht obwohl ich das anzweifle, logischerweise ist Heute die Bautechnik viel weiter und somit können auch billiger Wände gebaut werden, die besser dämmen, während Altbau sehr oft sehr hellhörig ist, das ist einfach logisch.

@manso84

Sorry, manso84, aber Du steckst offensichtlich nicht in der Baumaterie drin! Genau das ist das Problem, Wände, die heutzutage günstig gebaut werden, dämmen erst mal gut, ja. Aber darum geht es hier nicht, Dämmung von Wärme und Dämpfung von Schall sind verschiedene Dinge!!!

Geh mal in einen Altbau, der massiv gemauert ist und dann geh mal in einen Neubau, wie die überall entstehen! Das ist ein erheblicher Unterschied, wenn ich in einem Mauerwerksbau von 1930 oder im Neubau am Potsdamer Platz meine Mukke aufdrehe für die umliegenden Nachbarn!

@Topotec

Klar kann es Unterschiede geben, so dass Neubauten schlechter Schall dämmen als Altbauten, aber meiner Erfahrung nach ist es genau umgekehrt, vorallem in Blockhäusern ist es meiner Erfahrung nach so dass Altbauten und vorallem Blockhäuser die eher knapp gebaut wurden, sehr schlecht Schall dämmen. Daher kann man beide Ansichten sicherlich nicht verallgemeinern. Ich rede nicht von billig gebauten Wänden, sondern im Gegensatz zu früher ist die Technik viel fähiger mit billigen Techniken Wände zu bauen, die besser Schall dämmen, während man früher noch keine so grosse Auswahl hatte.

"Ganz runter schrauben" - heißt das, er soll gar keine Musik mehr hören nachts? :l ...

Das Ding ist halt auch, dass seine Wohnung recht frei steht. Über ihm ist keine Wohnung, von den Seiten her ist niemand, ich wohne gegenüber und unter ihm wohnte wohl mal jemand, aber da meinte er, die Person sei direkt ausgezogen, weil er zu laut sei.

Ich weiß auch nicht, wie meine Nachbarin das sieht, die wohnt links von mir, also ihre Wohnung grenzt so schräg an seine. Sie ist selten da... Sonst würde ich sie mal fragen, ob sie die Musik gar nicht hört bzw. sie das nicht stört. ;(

Für solche Baumaßnahmen habe ich kein Geld. Außerdem müsste ich dann alle Wände ausstatten...

@monna381

Natürlich darf er Musik hören oder TV schauen in der Nacht, aber wenn er den Bass bzw. Subwoofer ganz runter stellt und die Laustärke etwas unter Zimmerlautstärke einstellt, dann geht das schon. Hauptsache der Bass ist ganz runtergedreht, was wohl das Schlimmste ist, das kenne ich auch, aber aus der anderen Sicht.


@manso84

Vorallem wenn er selber sagt, dass schon jemand ausgezogen sei wegen ihm, benachrichtige sofort die Verwaltung, damit diese seinem Treiben ein Ende setzen, denn wenn es um Mietzins geht bzw. Leute die ausziehen und die Wohnung dann leert steht, werden diese sehr schnell tätig, also melde dich dort.

@manso84

Ich weiß nicht, ob aktuell tatsächlich niemand unter ihm wohnt oder ob er nur meinte, es sei "mal" jemand ausgezogen. Müsste ich mal nachgucken. Ich glaube, alle Klingelschilder im Haus sind besetzt..

muss ich das akzeptieren?

Nein, keinesfalls! Du wohnst in einem Haus, das viel zu hellhörig ist und daran wird sich nichts ändern. Du handelst Dir jede Menge Zoff mit Nachbarn ein und das Leben in dem Haus wird nur noch viel unangenehmer.

Such Dir eine Wohnung in einem Gebäude, das nach 1980 gebaut wurde und höre bei der Besichtigung genau hin, welche Geräusche so durch das Haus und in das Haus dringen.

Sobald Du eine neue Wohnung gefunden hast, wirst Du die restliche Zeit viel leichter überstehen, denn dann hast Du eine Perspektive.

Da wird nur der Auszug helfen, denn gegen diese Häufigkeit von Störern ist kaum etwas zu machen. Vermutlich ist das Haus auch baujahrsbedingt auf einem Status, dass dieser so akzeptiert werden muss. Gegen echte Ruhestörung kann man vorgehen, das würde ich zunächst über die Hausverwaltung versuchen, dann über den Vermieter und falls alles nichts hilft, hole die Polizei, wenn massiv gestört wird.

Ob du wirklich zu empfindlich bist, kann hier keiner sagen.

Aber wenn das Haus tatsächlich so hellhörig ist, dann kannst du nichts machen, ausser nach einer Wohnung suchen, die dickere Wände hat.

Allerdings kannst du dich beschweren, wenn die Nachbarn keine Nachtruhe einhalten und die Musik ab der üblichen Nachtruhe nicht bei Zimmerlautstärke hören.

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