Hauskauf: Sollte man von einem Haus, das unter Denkmalschutz steht lieber die Finger lassen?

13 Antworten

Wie Macjohn schon gesagt hat: bei der Unteren Denkmalbehörde im Landratsamt vorsprechen, die kennen das Objekt wahrscheinlich schon, wenn es verkauft werden soll. Dort könnt ihr vortragen, was ihr machen wollt, bekommt eine Auskunft, ob das genehmigt werden wird und damit hat man Sicherheit. Zuschüsse gibt es wenn man denkmalgerecht instandsetzt, steuerliche Abschreibungen die für Steuerzahler sehr interessant sind.

Aber das wichtigste ist: darf das alte Haus ein altes Haus bleiben, mit allem modernen Komfort, das ist klar, und wie kommt ihr mit Euren Wünschen mit dem Denkmalamt zurecht.

Manchmal hilft es sich einen Fachmann dazu zu holen, lasst Euch jemanden empfehlen. Das Vokabular von Denkmalbehörde und Laien ist oft so verschieden, dass es zu Missverständnissen kommen kann.

P.S.: wir haben selber ein denkmalgeschützes Bauernhaus, das schon seit 1678 unserer Familie gehört und das wir mit besten Erfahrungen mit dem Denkmalamt in mehreren Bauabschnitten instand gesetzt haben. Bin aber selber Architektin, da hatte ich es leichter, weil ich gelernt habe, wie Denkmalschutz funktioniert und die Behörden ticken.

muss ich wenn ich z.b teppichboden verlegen möchte erst eine genehmigung einholen? ich würde gerne eine therme einbauen und nach und nach heizkörper einbauen. muss ich das alles erst genehmigen lassen? die aussenbalken sind z.b. restlos ausgeblichen und müssen gestrichen werden.schreibt man mir dann vor mit was und welcher farbe? ich möchte gerne mit einen bekannten ein 180 jahre ates haus kaufen aber ich habe keine ahnung von denkmalschutz unter dem das haus steht.

denkmalschutz macht es oft teurer und schwerer einerseits, andererseits gibt es in diesem bereich noch die höchsten abschreibungen für käufer da hier meist noch volle investitionen in renovierungen absetzt und auf zehn jahre von der steuer abgezogen, so dass man damit - wenn man viel geld verdient - gutes geld sparen kann.

Das kommt drauf an, welchen Renovierungsbedarf das Haus hat.

Ich würde mit der Denkmal-Behörde klären, was man darf, und vor allem, was man alles nicht darf.

Außerdem würde ich mit einem Bausachveständigen klären, wie er den Zustand beurteilt, und welchen Renovierungsbedarf er sieht - unabhänig von den Denkmal-Auflagen, rein vom baulichen Zustand her.

Dann muß man halt mal gucken, ob man alles darf, was nötig ist, und ob man alles darf, was man sonst noch möchte. Und wenn der finanzielle Aufwand dann noch stimmt - dann kann das eine ganz nette Sache sein.

Wenn Ihr wirklich sehr entschlossen seid, nehmt doch bitte vorher Kontakt mit der Unteren Denkmalsschutz-Behörde Eurer Kommune / Landkreis auf. Dort solltet Ihr detaillierte Auskünfte über Auflagen, Kosten und vor allem auch ZUSCHÜSSE; die ihr erhalten könnt, bekommen. Erst dann lässt sich sicher entscheiden, ob es ein finanzielles Abenteuer wird.

DH für die beste Antwort.

Was möchtest Du wissen?