Haus/Grundstück verkaufen , Haus ist wertlos. Muss Abriss abgezogen werden?

6 Antworten

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Also erst einmal ist das völlig unwichtig, da man grundsätzlich nur ein Grundstück verkauft und wenn ein Haus drauf steht, dann kommt das hinzu. Es ist ein fataler Irrglaube das viele Denken man kaufe ein Haus mit Grundstück. Daher finde den Preis für dein Grundstück heraus und lasse das Haus bewerten. Sollte das Haus tatsächlich wertlos sein - was ich stark anzweifel wenn man es lediglich renovieren müsste. Muss es jedoch aufwendig saniert werden (Renovierung und Sanierung sind himmelweite unterschiede), dann könnte es in der Tat sinnvoll sein, nur den reinen Grundstückspreis zu bewerben. Was drauf steht gibt es dann eben kostenlos dazu - drücken lassen würde ich den Preis deswegen jedoch nicht. Zum Anderen kostet ein Abriss im Verhältnis recht wenig Geld. Ist das Haus unterkellert gibt es entweder die Möglichkeit den Keller zu erhalten und das neue Haus drauf zu setzen oder aber man rechnet den Abriss dann kommt man auf ungefähr 10.000 Euro (normales EFH) mit Entsorgung. Ist kein Keller vorhanden minimieren sich die Kosten um ca. 5000 Euro. Und wenn ihr nun das Grundstück zum reinen Grundstückswert verkauft, so ist das draufstehende tatsächlich einfach ein kostenloses Geschenk.

PS: Ich schreibe hier lediglich aus meinen persönlichen wie auch beruflichen Erfahrungswerten der letzten 1 Jahre Selbstständigkeit als Immobilienkaufmann, Ausbilder und Immobilienmakler mit mehreren Büros und Angestellten. Das ist keine Rechtsberatung!

MFg

Es handelt sich hierbeii um ein altes Bauernhaus mit großer Scheune wo alles mögliche untergebracht werden kann, hat Kunststoffenster und wurde einwenig innen renoviert. Aber leider nicht vollständig. Das Haus hat auch keine Heizung aber Ofen. Die Grundstücksfläche beträgt 700qm. Man muss auch sagen das es ein Dorf ist und ein qm Preis von 120Euro hat.

der käufer kann natürlich versuchen den preis zu drücken, indem er den abbruchpreis von euren geforderten preis abzieht.

wenn ihr das nicht wollt, wartet ob es noch andere interessenten gibt, die mehr zahlen.

zuerst solltest du dir die Preise der Grundstücke und Häuser in der Umgebung ansehen, und auf den m² umlegen. Außerdem gibt es im Internet für die meisten Gemeinden eine Handelspreis-Bewertung für Grundfläche. Eine aufwändige Sanierung oder einen Abriss/Neubau musst du natürlich anders bewerten als ein Grundstück mit moderner Villa.

Einen Sachverständigen würde ich zunächst nicht für nötig befinden, da dieser je nach Bedürfnissen den Wert des Hauses errechnet - und du weißt ja nicht, ob das Haus erhalten werden soll oder abgerissen. Zwar fragen die Käufer meist nach einem Gutachten, hast du aber eins, so wird dessen Seriosität sowieso vom Käufer angezweifelt, das gehört auch zu den "Preisverhandlungen".

Ein erfahrener, guter Makler sollte fähig sein, dir einen ungefähren Preis zu nennen, den man erzielen kann. Kompetente Makler können ein Gutachten genauso erstellen, wie Sachverständige, da sie in der Immobilienbewertung die gleiche Ausbildung haben sollten. Anders ist es bei technischen oder Bau-Sachveständigen. Aber für das Grundstück sollte es reichen!

Kontaktiere mehrere Makler (möglichst solche, die in Zeitung oder Internet auch andere Grundstücke in der Umgebung vermitteln) und lade sie zu einer Besichtigung ein, lass dir dabei ihre Geschäftspraktiken erklären (Alleinvermittlungsauftrag nötig oder nicht, Provisionsgrundsätze, Unterstützung bei der administrativen Abwicklung des Verkaufs, Vertrags-Prüfung, usw... und lass dir den Vermittlungsvertrag zeigen, den du unterschreiben müsstest) Bei dem Gespräch lass dir einen Preis nennen, den sie glauben erzielen zu können. Bedanke dich höflich und teile mit, du wirst es dir nach ausgiebiger Überlegung und Rücksprache mit etwaigen anderen Berechtigten am Haus überlegen und sie informieren, ob sie den Auftrag bekommen.

Dann nimmst du den Makler, der dir am besten zusagt, und besprichst mit ihm nochmals den Preis aufgrund der mittlerweile gehörten Vorschläge und deiner eigenen Vorstellungen. Räume einen gewissen Spielraum für Verhandlungen ein, und denk daran, dass du womöglich auch eine Abgeber-Provision zahlen musst. Bei uns entfällt diese meist oder ist an gewisse Bedingungen geknüpft (Verkaufsgeschwindigkeit, Preis, etc...). Das ist aber Verhandlungssache, grundsätzlich darf der Makler Provision von beiden verlangen (Vertrag!!!).

sieh dich um was ein baugrundstück kostet dann nimmst du den gleichen preis so bezahlt der käufer nur das grundstück der rest ist halt verhandlungssache

Das kannst Du mit dem Käufer aushandeln wie du es möchtest; da gibt es keine Regeln oder Vorschriften.

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