Gewerbliche Hundebetreuung in Mietwohnung

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Wenn ich das aus all den Kommentaren und Antworten und Erwiderungen richtig entnommen habe, handelt es sich um ein Zweifamilienhaus, dessen eine Wohnung von der Vermieterin selbst bewohnt wird. Da ist es leider oft so, dass hier zwei Vertragspartner eng zusammen wohnen und sich auch über vielleicht lange Zeit gut verstehen müssen. Am Anfang ist vielleicht noch alles Friede, Freude, Eierkuchen, aber im Lauf der Zeit kommen immer mehr Dinge hoch, die den Vermieter dann immer mehr stören. Das können völlig unbedeutende, ja lächerliche Kleinigkeiten im Alltag sein, die auch niemals Anlass zu einer wirklichen Beschwerde geben können und da greift man sich dann einen Aspekt, bei dem man glaubt, noch Herr zu sein und das dann raus hängen kann. Bei Dir sind das die gewerblichen Betreuungshunde.

Leider ist es so, dass Vermieters im Recht sind und falls Du dagegen angehen willst, bist Du schneller aus der Wohnung raus, als so ein Prozess überhaupt vor Gericht geführt werden könnte. Das kommt durch die erleichterte Kündigungsmöglichkeit. Wenn Du also jetzt versuchst, das Verbot zu widerlegen, wird man wohl über eher kurz als lang von diesem Recht Gebrauch machen. Der erste Rechtsanwalt, den Vermieters aussuchen, wird sofort dazu raten, Dir die Kündigung auszusprechen.

Danke für diese korrekte und sehr sachliche Antwort. Genau so scheint es mir auch, dass sie sich an Kleinigkeiten aufzieht. Ich suche nochmal ein sachliches Gespräch mit ihr und parallel dazu ne neue Wohnung.

@kruemmelcookie

Poche aber nicht darauf, dass sie schon mündlich einverstanden war und das unter Zeugen. Damit provozierst du nur. Einfach noch mal ein sachliches Gespräch führen ohne wenn und aber...

Dann hast du das von Anfang falsch aufgezogen.

Der Hausbesitzer darf es nicht verbieten aber es ist sein Eigentum und daher muss er es auch nicht erlauben.

Wenn du tagsüber Hunde in deiner Wohnung betreust, dann sieht das schon anders aus, als wenn du mal für ein oder zwei Stunden von der Nachbarin auf deren Hund aufpasst.

Ich hab noch vor der Unterzeichnung gesagt, dass ich im Kleingewerbe gelegentlich Hunde betreue.

Auch Hunde die man betreut sind nicht immer leise und vermutlich hat deine Vermieterin gar nicht gewusst, auf was sie dir da mündlich zugesagt hat.

Du hättest das schriftlich in deinen Mietvertrag mit aufnehmen sollen, zwar gelten auch mündliche Zusagen, aber dazu bräuchtest du evtl. Zeugen und zwar solche, die das dann auch bestätigen..

Sich dann mit dem Vermieter per Anwalt herumzuärgern bringt es auch nicht.

Nein!

Du nutzt die Wohnung zweckentfremdet.

Deine Vermieterin kann Dir die Wohnung deshalb sogar kündigen, wenn Du dem Verbot nicht Folge leistest.

Zulässige Tätigkeiten:

Zu Wohnzwecken vermietete Räume dienen dem Wohnen und grundsätzlich nicht der gewerblichen Tätigkeit. Das bedeutet aber selbstverständlich nicht, dass der Mieter keinerlei berufliche Tätigkeit in seinen Räumen ausüben darf. Das Merkmal „vertragsgemäßer Gebrauch“ wurde von der Rechtsprechung dem Wandel der Wohn- und Arbeitsverhältnisse sowie der technischen Entwicklung angepasst. Der Mieter kann normale, gelegentliche Büroarbeiten oder geschäftliche Besprechungen in seiner Wohnung vornehmen, soweit der Charakter einer Wohnraumnutzung erhalten bleibt (Einrichtung eines "Arbeitszimmers"). Insbesondere ist gegen die gewerbliche Nutzung eines Telefax und eines Computers regelmäßig nichts einzuwenden. Daher werden auch Heimarbeitsplätze am Computer durch den vertragsgemäßen Gebrauch als Wohnraum gedeckt oder auch Tätigkeiten, die ausschließlich die Durchführung von Telefonaten zum Inhalt haben.

Mehr zum Thema und Quelle http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/g1/gewerbl_nutzung.htm


Ohne eine schriftliche Vereinbarung wird dir das kaum gelingen. Im Mietvertrag steht, dass Tierhaltung verboten ist, das ist Grund genug für sie, dir dein Tun zu untersagen, da muss sich nur ein anderer Mieter beschwert haben. Dabei ist es ganz egal, ob die Hunde nun Lärm machen oder nicht. Du hast den Mietvertrag unterzeichnet und die Bedingungen akzeptiert.

Es gibt keine anderen Mieter. Sie hat das jetzt 5 Jahre hin genommen. Hab ihr oft ne Sms vorher geschrieben, dass ich von dann bis dann wieder n Hund hab. Da war alles ok. Wäre cool, wenn es da irgendwas wie ein Gewohnheitsrecht gäbe. Immerhin verdiene ich damit mein Geld

@kruemmelcookie

Kannst du vergessen. Wie gesagt, du hast nichts schriftlich. Und du hast den Mietvertrag unterschrieben und somit das Verbot der Tierhaltung akzeptiert.

@kruemmelcookie

Da war alles ok. Wäre cool, wenn es da irgendwas wie ein Gewohnheitsrecht gäbe

Leider nicht der Fall...

Du könntest eins machen....die Hunde in den Wohnungen der Besitzer belassen und sie von da aus versorgen. Ist halt aufwendiger, weil du von Wohnung zu Wohnung mußt.

@KaeteK

Das biete ich auch immer mit an, einige Tierhalter nehmen das dankend an, andere ungern, weil man sich nur von den paar Kennenlern-Terminen vorher bekannt ist.

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