Ersteinrichtungsgeld möglich?

5 Antworten

Der Gesetzgeber hat sich genau für diesen Fall genau diese beiden Sätze einfallen lassen:

Leistungen nach Satz 2 werden auch erbracht, wenn Leistungsberechtigte keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung benötigen, den Bedarf nach Satz 1 jedoch aus eigenen Kräften und Mitteln nicht voll decken können. In diesem Fall kann das Einkommen berücksichtigt werden, das Leistungsberechtigte innerhalb eines Zeitraumes von bis zu sechs Monaten nach Ablauf des Monats erwerben, in dem über die Leistung entschieden wird. Absatz 3 § 24 SGB II http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__24.html

Wenn du laut Tabelle deiner neuen Gemeinde (oder laut Bescheid deines Sachbearbeiters im Jobcenter) z. B. 1.000,- für "1. Erstausstattungen für die Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten" (ebenda) benötigst,

dann erhöht sich dein rechnerischer Bedarf an ALG II um 1.000,-. Dies wird aufgeteilt auf die nächsten Monate, bis zu sechsen.

Hast du in dieser Zeit Einkommen, von dem du rechnerisch z. B. 400,- von den benötigten 1.000,- selbst bezahlen kannst, dann kriegst du genau 600,- ALG II für neue Möbel usw.

Allerdings nicht, wenn du als Student gar kein ALG II kriegen darfst laut § 7 SGB II Absatz 5 und 6.

Und auch dann nicht, wenn du laut § 22 SGB II Absatzu 5 gar kein Geld für eine Wohnung bekommen würdest, wenn du kein Student wärst.

Schreibt § 24 SGB II: (6) In Fällen des § 22 Absatz 5 werden Leistungen für Erstausstattungen für die Wohnung nur erbracht, wenn der kommunale Träger die Übernahme der Leistungen für Unterkunft und Heizung zugesichert hat oder vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden konnte.

Mutmaßlich bleibt dir als Student also nichts anderes übrig wie uns als Studenten: Man findet einen alten Fernseher auf dem Sperrmüll und nimmt seine alte Matratze von zu Hause mit - oder man jobbt in den Semesterferien und am Wochenende oder Abend für sonen Kram.

Gruß aus Berlin, Gerd

Nein, das hat sie nicht. Aber sie kann sich ja nach und nach ein paar Möbel kaufen, es gibt vielen schon gebraucht.

Hallo, Da Person X keine Leistungen vom JobCenter bezieht, sondern BAföG bezieht und somit ermutlich auch nicht beim JC gemeldet ist, ist es fraglich, dass hier eine Erstausstattung bewilligt wird. Hat Person X auch an andere Leistungen wie z. B. Wohngeld gedacht?

Frag mal beim Sozialamt nach, die werden dir das sicher sagen können.

Ich glaube sowas wie das Sozialamt gibt es doch nicht mehr, zumindest in NRW?!

@SneakyChuck

mit Sicherheit wurde das Sozialamt auch in Nordrhein/Westfalen nicht abgeschafft.

@helmutgerke

Sozialämter gibt es immer noch, immerhin soll in DE ja keiner hungern oder frieren. Es gibt auch Leute die nicht arbeiten können und komplett Arbeitsunfähig sind, die würden vom JC keinen cent bekommen, da sie dem Arbeitsmarkt nicht zur verfügung stehen. Also muss einer einspringen und das ist das Sozialamt. Rentner dessen Geld nicht reicht bekommen übrigens auch vom Sozialamt Geld, diese Ämter muss es also Bundesweit geben, da H4 nur für Arbeitsfähige da ist. Was den monatlichen Satz angeht unterscheidet sich das nur nicht.

Alles in allen denke ich das du beim Sozialamt gute Chancen hast geld zu bekommen und wenn es "nur" auf Darlehensbasis ist. Wenn ich U25 bin und von zu Hause ausziehen muss weil ich einen Job habe der mich zum umziehen "zwingt" zahlt das Jobcenter doch auch, dann sollte bei Studenten doch auch etwas übernommen werden. Ansonsten bei Varitas und co nachfragen die verschenken vieles, grade wenn die ihr Lager leer bekommen wollen weil zuviel neues reinkommt aber kaum etwas abgegeben wird.

Nein, eine Ersteinrichtung auf Kosten der Allgemeinheit gibt es für dich nicht. Du hast aber die Möglichkeit, mit einem Bezugsschein (vom Sozialamt) Einrichtungsgegenstände aus einem gemeinnützigen Möbellager für kleines Geld zu beziehen. Über Kirchengemeinden und Karitative Einrichtungen gibt es so etwas oft auch aus Spenden; desgleichen werden in den Tageszeitungen oft Möbel und anderes gegen Abholung angeboten. Falls du einen Wohnheimplatz bekommst, brauchst du erst mal gar keine Möbel; auch nicht in einer möblierten "Bude".

Eine Bitte noch: Nicht so geschraubt herumeiern, wenn es dich selbst betrifft. Für den Leser ist das nur nervig und mancher verkneift sich die Antwort. Oder hättest du die Antworten lieber in der 3. Person Singular Futur II Konjunktiv?

Zunächst einmal, nicht so herablassend! Auf Kosten der Allgemeinheit wollte hier sowieso niemand etwas!!! Es geht hierbei nicht um eine neuwertige Ersteinrichtung, selbstverständlich würden die Möbel im Sozialkaufhaus gekauft werden, mit Gutscheinen, da dies laut Gesetz zumutbar ist. Lediglich bei Hygiene Artikeln, in diesem Fall Kissen, Bettzeug, etc. ist eine Neuanschaffung legitim. Es geht hier nicht um Luxus, Extrawünsche oder sonst was. Es geht darum unter humanen Bedingungen leben zu können, sprich: Herd, Waschmaschine, Spüle, Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Lampe etc. Außerdem frage ich absichtlich distanziert, da es sich tatsächlich nicht um meine Person handelt und ich weitere Nachfragen bezüglich der Person nicht beantworten könnte ;)

@SneakyChuck

Lol Waschmaschine haben die wenigstens Studenten

@SneakyChuck

Ich möchte hier ja nicht den Schiedsrichter spielen - trotzdem: 1. als Student bekomme ich ich BaFöG und muß daimit zurechtkommen - einen Anspruch auf eine eigene Wohnung hat ein Student explizit nicht (es gibt WGs, Studentenwohnheime, möblierte Zimmer), egal ob er 20 oder 30 ist 2. In der Sache hat der Schlaufuxx durchaus recht - ob Bares oder Gutscheine - beides wird aus Steuermitteln finanziert und damit von der Allgemeinheit

Was außer Wohngeld möglich ist, entscheidet das Jobcenter - da diese Person X vor dem Studium Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft war, also über dieses (ebenfalls durch die Allgemeinheit) finaziert wurde

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