Eine Person zu viel im Auto - Strafe Dänemark?

3 Antworten

Hej Paddi85,

  1. Eine Person, die sich befördern lässt, obwohl die Anzahl der zugelassenen Fahrgäste dadurch überschritten wird, zahlt 1.000 dkr.
  2. Eine Person, die keinen Gurt angelegt hat, zahlt 1.500 dkr.
  3. Im Fall 1. zahlt der Fahrzeugführer darüber hinaus 2.000 dkr, falls die überzählige Person jünger als 15 Jahre ist.
  4. Im Fall 2. zahlt der Fahrzeugführer noch mal 2.000 dkr, falls diese Person jünger als 14 Jahre ist.
  5. Falls die Person kleiner als 135 cm ist und nicht in einem bis zu dieser Körpergröße vorgeschriebenen Sitz sitzt, kostet das den Fahrzeugführer nochmals 2.000 dkr.
  6. Weiteres Bußgeld kommt oben drauf, falls die Person jünger als 3 Jahre ist.

Im Fall 3. und 4. erhält der Fahrzeugführer zudem jeweils einen sog. Klip i kortet, d. h. Punkte, und bei 3 Klip i kortet im Zeitraum von drei Jahren ist der Lappen weg. Diese werden allerdings m. E. im Verkehrszentralregister in Deutschland nicht angerechnet.

https://www.tiptoptrafik.dk/koerekort-danmarks-stoerste-og-mest-fleksible-teoriprogram/bodetakster/

https://fdm.dk/alt-om-biler/dine-rettigheder/boder-afgifter/boder-trafikforseelser

Liebe Grüße von Fyn (DK)

Achim

Zu dem letzten von @Ronnyarmin genannten Verstoß (Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes) fand ich keine Infos.

Danke für den Link zu den dänischen Bußgeldern....

Ich behaupte mal, wenn die bei den meisten Deutschen bekannt wären würde sich die Zahl der Touristen die mit eigenem Auto anreisen schnell halbieren..... ; )

@windydogs

Was meinst Du, wie viele Dänen sich nicht an die o. a. Verkehrsregeln halten ...

Auch solche Missachtungen der Verkehrsregeln, die härter geahndet werden (viel zu geringe Abstände, aggressiver Fahrstil und insbesondere zu hohe Geschwindigkeit), sind hier seit Jahren keine Seltenheit mehr, auf einigen Autobahnabschnitten (z. B. Fynske motorvej, d. h. E20 zwischen Kleiner und Großer Beltbrücke) sogar längst ein Massenphänomen.

Da schrecken diese Mitmenschen auch vor folgenden Bußgeldern nicht zurück:

https://fdm.dk/alt-om-biler/dine-rettigheder/boder-afgifter/bodetakst-kore-staerkt-bil

Betinget frakendelse heißt vorübergehender Führerscheinentzug, ubetinget = weg ist er.

Geschwindigkeitsüberschreitung im Bereich von Baustellen kosten doppelt.

Bei einem zweimaligen "ubetinget" Führerscheinentzug im Lauf von 3 Jahren werden in DK registrierte Fahrzeug konfisziert und gehen in das Staatseigentum über. Auch kein Einzelfall!

Die meisten deutschen Autofahrer, die hier Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten, halten sich nach meinen Beobachtungen in dem Grenzbereich, der finanziell für sie noch zu verkraften ist.

Schöne Weihnachtstage, ein glückliches Jahr 2019, Grüße ...

... und bis bald in DK :)

Schöne

Sehr Hilfreich, Danke dir :)

@Paddi85

Gerne geschehen und schöne Weihnachtstage.

P.S.:

Falls man kein besonders hohes Einkommen hat, kann die Höhe des Bußgeldes auf Antrag auf die Hälfte reduziert werden.

Wenn man in Deutschland eine Person zu viel im Auto mit sich führt hält sich die Strafe in Grenzen.

Jaa......

In Deutschland halten sich Bußgelder verglichen mit zahlreichen anderen EU-Staaten in sehr komfortablen Grenzen.

In Dänemark wäre ich mit Verstößen gegen irgendwelche Regeln im Verkehr äußerst vorsichtig....: die Bußgelder bei Parkverstößen gehen erst bei 70€ los, als Radfahrer über eine rote Ampel fahren kostet 200€ und Handy am Steuer kostet ebenfalls 200€.

Richtig lustig wird´s bei Alkohol...: da wird zur Errechnung des Bußgeldes einfach der Promillewert mit dem Monatseinkommen multipliziert. Und ab einer bestimmten Grenze wird das Fahrzeug eingezogen und versteigert.

Entsprechend würde ich es mir zwei mal überlegen, absichtlich gegen eine Vorschrift zu verstoßen. Das dürfte bei dem speziellen Tatbestand wenn man Glück hat wenigstens mehrere hundert € kosten.

Ja genau darum ging es mir bei der frage. habe es in erwägung gezogen, werde es aber definitiv sein lassen, zumindest im Ausland ;)

@Paddi85

Du tust ja so als würdest du das alles in dtl machen, nur nicht in DK weil es dort zu teuer ist.

Wie hoch die Strafe ist, kann ich nicht sagen. Zahlen muss sie der Fahrer. Zusätzlich kann es sein, dass der unangeschnallte Beifahrer aus eben diesem Grund auch was zahlen muss.

Was ich aber als das Unangenehmste empfinden würde: Selbstverständlich darf die Fahrt danach nicht fortgesetzt werden. Wie die 6. Person dann weitertransportiert werden kann, wäre für mich das größte Problem.

Weiterhin solltest du bedenken, dass durch die zusätzliche Person (+Gepäck?) das zulässige Gesamtgewicht des Autos überschritten sein könnte. Auch das würde eine Strafe nach sich ziehen.

Woher ich das weiß:Recherche

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