Ebay Kleinanzeigen: Ab wann ist es juristisch verpflichtend?
An alle Hobbyjuristen hier: Ich hab bei Ebay Kleinanzeigen mich auf ein Angebot gemeldet und überweise ihm das Geld heute. jetzt habe ich ein billigeres Angebot gefunden. Ist es noch juristisch ok, von dem ersten Kauf abzuspringen, oder ist man ab dem Moment wo man gesagt hat, dass man überweisen wird schon einen mündlichen Vertrag eingegangen?
4 Antworten
Unabhängig davon, ob Du überweisen / gezahlt hast oder nicht: in dem Moment, wo Du einem Verkäufer die Zusage gibst den Artikel zu kaufen und der Vekräufer die Zusage gibt, Dir den Artikel zu verkaufen, ist ein Kaufvertrag bindend.
"Nach den allgemeinen Regeln der §§ 145ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs
(BGB) kommt ein Vertrag durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen,
nämlich Angebot und Annahme zustande. "
§ 145 Bindung an den Antrag
@ Abwehr
Praktisch bist du auch auf Ebay-Kleinanzeigen einen Vertrag eingegangen, wenn du dem Verkäufer jetzt das Geld überweisen willst. Dann seid ihr euch einig geworden. So sehe ich das.
Dann verlässt er sich, dass er seine Ware an dich verkauft hat.
Wie würdest du denn reagieren? Ich sage dir zu ich kaufe was von dir und schwupps, sehe ich etwas später dasselbe nur billiger, dann springe ich bei dir ab und nimm das günstigere.
Fändest du das fair? Ich finde solche Verkäufer sind nicht gerade seriös die erst zusagen, was kaufen, man tauscht die Daten aus und dann schreibt er:
"Sorry, tut mir leid, ich habe was gefunden das billiger ist"
Bei solchen Käufern würde ich als Verkäufer freiwillig zurücktreten. Sie sind unzuverlässig.
Du hast einen bindenden Vertrag abgeschlossen. Der Verkäufer hat ein Angebot gemacht und Du hast es angenommen. Mit dem Überweisen hat das eigentlich nichts zu tun (allerdings drückt Deine Zahlung ja wohl Deine Zustimmung zum Vertrag mehr als deutlich aus).
wenn du sagst, das du überweisen wirst, kannst du ncith emhr davon zurücktreten.