dürfen gerichtsvollzieher die sachen der kinder pfänden

5 Antworten

Grundsätzlich: Nein.

Allerdings ist das bei Sachen, die sich in gemeinsam genutzten Räumen befinden, nicht ganz so einfach. Hier wird sich der Gerichtsvollzieher im Zweifelsfall auf die Eigentumsvermutung gem. § 739 ZPO i.V.m. § 1362 BGB verlassen und sie entsprechend auf den Gewahrsam übertragen: Er darf davon ausgehen, dass die Gegenstände in der Wohnung Sachen des Schuldners sind.

Werden Sachen gepfändet, die Eigentum Dritter (also z.B. der volljährigen Kinder) sind, können diese ihren Widerspruch gegen die Pfändung im Rahmen einer Drittwiderspruchsklage (§ 771 ZPO) geltend machen.

Übrigens ist es bestimmt nicht förderlich, nun alle Wertsachen in die Kinderzimmer zu räumen und auf diese Weise vor der Pfändung bewahren zu wollen.

Gerichtsvollzieher dürfen natürlich nicht alles pfänden, schon gar nicht wenn man beweisen kann, das es nicht dem Schuldner gehört.

Wenn allerdings z.B. ein Full HD Fernseher sowohl bei dem Kind als auch im Zimmer des Schuldners ist, könnte die Glaubwürdigkeit leiden.

Wenn es aber eine Rechnung o.ä. gibt die auf den Namen des Kindes läuft, kann der GV nichts machen, nichtmal dann wenn die Kinder gar nicht in der Wohnung wohnen, dann könnten die immer noch sagen, wir haben den Fernseher nur ausgeliehen.

Wenn sie da wohnen denke ich schon, ansonsten sicher nicht.,

falsch gedacht. Wichtig ist was auf der Rechnung steht und die bekommt man bei teureren Sachen ja immer.

Nein darf er nicht. Solange die Kinder glaubhaft nachweisen können, das die Ggenstände selber finanziert wurden , wird der Gerichtsvollzieher diese Gegenstände nicht Gepfändet. Somal der einzige Fernseher im Haushalt sowieso nicht gepfändet werden darf.

Da kann ja jeder behaupten es würde den Kindern gehören, Wenn es stimmt kann man es ja mit Rechnungen beweisen, für so teure Dinge bekommt man ja immer eine Rechnung mit dem eigenen Namen drauf!

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