Darf man bei einer anderen Bank ein Guthabenkonto eröffnen trotz Kontopfändung?

11 Antworten

An die Sozialleistungen dürfen Gläubiger sehr wohl heran, wenn das Geld länger als 7 Tage auf dem Konto liegt. Es geistern immer so Worte wie Pfändungsfreigrenze herum, die schützt aber nicht vor rechtskräftigen Titeln. Braucht man denn bei Sozialhilfe ein zweites Konto? Es hat ja jeder die Möglichkeit innerhalb der sieben Tage alles not- wendigen Überweisungen zu tätigen wie z.B. Miete, Strom- Gas und Wasserversorger, Telefon evtl. auch GEZ. Den Rest kann man ja abheben und für den Rest des Monat's einteilen. Der Schufa-Eintrag heisst ja unter Umständen, es wurde nicht Alles bezahlt. Ich würde versuchen mich mit dem Gläubiger zu einigen (Vergleich), und dann darauf achten das nach drei Jahren der Schufa-Eintrag auch wirklich gelöscht wird.

sie muss mit dem Gläubiger eine Ratenzahlung vereinbaren. Dann lassen die die Pfändung erstmal ruhen und sie kann das Konto wieder benutzen. Ein neues Konto wäre innerhalb kürzester Zeit auch gepfändet.

Vorrausgesetzt, es wird regelmäßig bezahlt.

zu vlavielle : "...Mahnbescheid, hier wird man aufgefordert mitzuteilen ob die Schuld zu Recht besteht, nimmt man keine Stellung bis zu einem bestimmten Termin, ergeht ein erstes Versäumnisurteil,..." - Wir haben Stellung bezogen, der Brief schwirrte mehr als vier Wochen im Hause des Amtsgerichtes herum, oder lag in einer Ablage. Um plötzliches Verschwinden zu verhindern, gaben wir den Brief persönlich ab. Man verweigerte uns den empfang schriftlich zu bestätigen. Das Amtsgericht gab sogar zu, den Brief fälschlicherweise "erst jetzt" erhalten zu haben. somit war es zu spät. Bei uns war kein Gerichtsvollzieher, es gab keine EV, einen Pfändungsbeschluss haben wir nicht zugestellt bekommen. Bei der Bank erfuhr ich von der Kontopfändung....nur mal so...es ist nicht immer alles so einfach und richtig wie man gern hätte.

Am besten wäre, sie ginge zur Schuldnerberatung, dort erhält sie Hilfe, wie sie den Schuldenberg abbauen kann und wie sie mit der Bank umgehen soll, damit ihr Sozialgeld nicht gepfändet wird. Man kann da schon was machen. Ihre Bank müsste ihr aber auch Hilfestellung geben und sie beraten. Eine entfernte Verwandte hatte seinerzeit auf das Konto ihres Sohnes überweisen lassen, da ihr auch das Existenminimum gepfändet wurde.

Aber die Soziealleistungen sind doch die ersten 7 Tage eh pfändungsfrei und stehen ihr zu. Aber mal davon ab wird die Bank eine Schufa-Abfrage machen und wenn sie sehen, dass deine Freundin schon ein Konto hat und negative Einträge vorhanden sind, dann wird keine seriöse Bank ein Konto eröffnen. Aus dem Grund, weil die Bank keinen Vorteil für sich sieht. D.h., das mit den Pfändungen wird rauskommen und das zweite Konto wird dann auch gesperrt werden. Mit dem Nachteil, dass sie dafür zusätzliche Kontogebühren zahlen muss.

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