darf exmann 500 Euro fahrtkosten geltend machen bei trennung

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Die 'Führung des Wirtschaftsunternehmens Haushalt wird nun mal in unserer Gesellschaft dank der sogenannten christlichen Parteien nicht als Arbeit anerkannt und wie sagte Adenauer noch so schön: "Um de Kinder brauchen wir uns nicht kümmern. Die bekommen die Leut' immer." Dann war da in der letzten Legislaturperiode so ein junges Ding, ich glaube von einer sogenannten christlichen Partei, das verkündete vor Mikrophonen mit hörbarer Häme, es sei doch gut dass immer mehr Männer sich vor Verantwortung drücken würden und dabei von den Ämtern unterstützt würden.

Wer hat solche asozialen Subjekte denn bitte gewählt all die Jahre?

Das mal dazu.

Nein., Du bekommst nicht deshalb Arbeit weil Du lange aus dem Beruf heraus warst. Aus reichlicher Erfahrung aus meinem Bekanntenkreis lass Dir versichern: Verlässt Du Dich auf die ARGE bist Du verlassen. Gehst Du davon aus dass Du da fortführen kannst wo Du aufgehört hast wirst Du keinen Fuß mehr ins Arbeitsleben bekommen. Daraus folgt: Sei selbst initiativ und bereit Abstriche für den Anfang zu machen. Du könntest z.B. nach entsprechenden Arbeitgebern suchen die unter Umständen für Dich infrage kommende Arbeit anbieten könnten. Hier und da ergab sich dann im Telefongespräch dass der Betrieb eh nach neuen Ideen suchte um nicht vom Markt zu verschwinden, so auch für die Anrufende ein Arbeitsplatz entstand. Behalte eben bei solchen Gesprächen im Hinterkopf dass Du als Wirtschaftsführerin so manche Aufgabe gelöst hast ohne jede Unterstützung. Mache Dir diese Tatsache immer wieder bewusst!!!! Damit machst Du Dich von Vorurteilen unabhängig.

Es macht oft gar keinen Sinn vor einem Familiengericht als Anwalt lange zu reden. Dessen sei versichert. Ein Richter ist in seinen Entscheidungen frei. Das kann durchaus bedeuten: Redet ein Anwalt einem Richter zu viel ist es zum Nachteil des Mandanten.

ABER Du kannst ja sicher nachweisen dass Dein Mann bezüglich des Pflegekindes gelogen hat denn die Unterlagen dürften ja noch beim Jugendamt vorhanden sein. Mit ihnen hätte Deine Anwältin dann einen Nachweis über die Verlogenheit bzw., Glaubwürdigkeit des Exmannes.

Ganz ehrlich: ich lese bei Dir Neid heraus. Neid ist keine gute Lebensgrundlage. Nehme diese meine Wahrnehmung nicht als Angriff sondern als Hilfestellung um Dich anders zu positionieren. Du hast Kinder. Du hast die Möglichkeit sie zu verantwortungsvolleren Erwachsenen zu erziehen.

Hallo, wenn Du im Dunklen, bei Regen, mit Rheuma in den Gelenken mit dem Fahrrad 5 km fahren musst zu einem Nachhilfeschüler, um 25 Euro zu verdienen, die Du aber dringend brauchst; wohlwissend, dass Dein Mann sich es im Haus der Freundin gerade bequem macht und sich von ihr hat ein Auto finanzieren lassen, während Du, Deinem Jungen zuliebe, erst mal auf Partnerschaft verzichtet hast und Dein Mann gebräsig mit dem fetten Auto von A nach B fährt, dann darf man auch neidisch sein. Trotzdem danke für Deine Antwort. Ich habe mittlerweile meine Selbstständigkeit etwas ausbauen können und bin ganz von der Arge weg. Es ist noch immer nicht viel, aber ausbaubar. Ich bin gottseidank gut qualifiziert (Übersetzerin)nur halt mit wenig Berufserfahrung. Es wird aber besser. Vielen Dank.

Zu den Antworten: ich bin 52 und somit schwer vermittelbar. Zudem habe ich 15 Jahre- außer einigen Dozententätigkeiten- nicht gearbeitet. So tolle Förderprogramme bietet der Staat auch nicht, als dass man mich in eine Tätigkeit vermitteln könnte, von der ich auch leben kann. Es ist kein Problem irgendeine Tätigkeit zu finden, aber dann muss ich trotzdem noch Aufstockung beziehen. So wird Familientätigkeit in Deutschland honoriert. Ich habe zwei Kinder großgezogen und ein Pflegekind für 6 Jahre, das dankt Dir niemand. Zu meinem Mann: natürlich hat jeder das Recht auf ein eigenes Leben und darauf, wo er lebt und wofür er sein Geld ausgibt. Aber wenn man 18 Jahre mit einer Frau gelebt hat, gemeinsame Kinder großgezogen hat und sogar ein Pflegekind betreut hat, kann man nicht anschließend so tun, als hätte man das alles nicht gewollt und sich durch arm-rechnen finanziell sanieren. Der wirtschaftlich Schwächere- das bin ich, durch die Aufgabe meiner Berufstätigkeit- hat das Nachsehen und verdient, m.E. Unterstützung, solange, bis er wieder auf eigenen Füßen stehen kann. Dass dazu alle Bemühungen gehören, einen Job anzunehmen, versteht sich von selbst. Ich kann aber nicht nach 18 Jahren des Zusammenlebens und 15 Jahren Ehe aus dem Nichts heraus etwas aufbauen, ohne Unterstützung; denn so verstehe ich auch den Unterhalt. Unterstützen, bis es wieder alleine geht. Zur Freundin ziehen, Mietquittung ausstellen lassen, bequem mit dem Auto zur Arbeit fahren wo andere die Bahn nutzen... das ist die billigste Variante. Ich denke, nach einer solch langen Ehe ist einfach ein wenig nacheheliche Solidarität gefragt demjenigen gegenüber, der für Familie und Kinder die eigene Berufstätigkeit aufgegeben hat und nun mit 52 nur sehr schwer bis gar nicht aus eigener Kraft den Lebensunterhalt finanzieren kann.

Ich verstehe, dass du jetzt sehr am Boden bist und es Dir schleicht geht. Und natürlich ist es nicht leicht, in deinem Alter noch mal einen Job zu finden. Aber auch wenn du es nicht hören willst, man weiss heute einfach, dass man sich nicht auf das lebenslange bestehen einer Ehe verlassen kann und wer sich entscheidet, so lange aus dem Beruf auszuscheiden, der weiss natürlich auch, dass es mal schwierig werden wird, wenn es zur Trennung kommen sollte. Auch wenn dein Mann die Hausfrauenehe mitgetragen hat, dann aber natürlich nicht über eine Trennung hinaus und das kann man auch nicht erwarten. Das ist einfach mal so, das ist dann halt einfach Schicksal, dass man dann auf den Sozialhilfesatz absinkt. Das ist natürlich immer hart.

Auf der anderen Seite, ich bin in deinem Alter, habe immer gearbeitet und meine Kinder alleine gross gezogen und wenn ich heute nicht mehr arbeiten kann nach 35 Jahren, weil ich nicht mehr arbeiten kann, dann geht es mir genauso, denn die EU Rente wird nie reichen für mich und meinen Sohn durchzubringen, denn ich bekam leider nie Kindesunterhalt und finanziere alles alleine.

Dass dein Mann versucht, mit allen Mitteln den Unterhalt niedrig zu halten, das ist auch eher normal, er hat jetzt wesentlich mehr Ausgaben, den Kindesunterhalt, deinen Unterhalt, die Kinder noch abholen und betreuen und mehr Kilometer und spätestens im nächsten Jahr gibt es einige Hunderter netto weniger, weil er in die Steuerklasse 1 kommt und dann sind die Steuervorteile weg. Und so eine Freundin, die hat auch einen hohen Lebensstandard und will den neuen Mann aber auch nicht aushalten und ihn finanzieren. Die will auch mal Essen gehen, in Urlaub fahren und hat ihre Ansprüche.

Gut, das ist nicht dein Problem, aber so wie ich das verstehe, steht ja demnächst ein Termin bei Gericht an und normalerweise werden die Freibeträge nur pauschal berücksichtigt, ebenso wie Mietkosten. Ausnahmen werden da nur selten gemacht.

Das entscheidet dann der Richter, ob er das berücksichtigen will. Im Gerichtssaal will der Richter nur noch mal persönlich die Leute sehen, ein Bild macht er sich aus dem Schriftsatz, du musst also dafür sorgen, dass deine Gegenargumente (Jobticket, Nachweis der Mietzahlungen, Nachweis der Mietversteuerung) in den Schriftsätzen aufgeführt sind. Der Richter weiss auch, dass das mit der Miete ein Fake ist, er kann sogar den Selbstbehalt runtersetzen, weil er günstig gemeinsam wirtschaftet (Synergieeffekt). Und dann kann es auch sein, dass dein Mann am Ende nachzahlen muss. Wie der Richter das bewertet, das weiss man vorher halt nicht, auch nicht die Anwälte.

Anwälte, die kämfen wie Löwen, gibt es in Deutschland nur im Fernsehen oder Promianwälte. Die Sätze für Prozesskostenhilfe sind auch nicht so viel niedriger als die normalen Sätze, aber das Geld haben sie sicher, während sie ansonsten erst mal auf Zahlung der Mandanten hoffen müssen, was nicht immer so schnell passiert.

Es ist aer auch so, wenn du eh zusätzlich zum Unterhalt Sozialleistungen beziehen musst, dann ändert sich bei höherem Unterhalt eh nichts, mehr Unterhalt = weniger Sozialleistungen, im Geldbeutel bleibt das gleich am Ende. Dein Mann sieht dann vielleicht auch keinen so grossen Sinn, mehr zu zahlen, wenn du eh nicht mehr hast.

Zudem, Trennungsunterhalt gibt es nicht ewig, meist nur ca. ein Jahr, nachehelicher Unterhalt steht einem meist nicht mehr zu und dann bist du eh auf dich alleine gestellt, ohne Arbeit.

Egal wie, du musst das alles erst verarbeiten und es tut weh, wenn er glücklich ist und du alleine da stehst. Aber man muss nach vorne schauen, das Leben ist zu kurz, um ewig vergangenen Zeiten nachzuhängen.

Von seinem "unterhaltsrelevanten Einkommen" kann der Mann für berufsbedingte Ausgaben wie z.b. seine Fahrtkosten normalerweise 5% geltend machen, max. 150 Euro.
Allerdings kann ausnahmsweise auch ein höherer Betrag angesetzt werden, wenn dieser notwendig und entsprechend nachweisbar ist.
Dies wird der Mann vermutlich für sich nutzen - und ist damit im Recht, denn es steht ihm frei, wo oder bei wem er wohnt....
Wenn ihm ein Jobticket finanziert wird, würde dieser Vorteil sein unterhaltsrelevantes Einkommen entsprechend anheben. Sollte lediglich die Möglichkeit für ein Jobticket bestehen, die der Mann nicht wahrnimmt, kann dafür aber nichts angerechnet werden.

Seine "Wohnkosten" spielen beim unterhaltsrelevanten Einkommen insofern keine Rolle, da sie ja "pauschal" im Selbstbehalt integriert sind.
Ob er also tatsächlich Miete zahlt oder kostenfrei wohnt, bleibt ihm völlig selbst überlassen, solange er für die minderjährigen Kinder den Mindestunterhalt leistet.
Er muss also nicht mal nachweisen, ob er sich bei der Freundin an den Wohnkosten beteiligt oder nicht - sie müsste demzufolge auch keinen Mietvertrag o.ä. abschließen (und sich daraus ergebende Mieteinnahmen versteuern ...)

Wenn das Einkommen des Mannes nach Zahlung der Kindesunterhalte nicht mehr für den "Trennungsunterhalt" ausreicht, ist das für die Noch-Frau sicher nicht erfreulich, aber ihr gegenüber besteht für den Mann auch keine Erwerbsobliegenheit (diese gilt nur gegenüber den minderjährigen Kindern).

Mit der Scheidung fällt der Trennungsunterhalt ja dann ohnehin weg.
Nachehelicher Unterhalt, der ja nur noch in "Ausnahmefällen" zugesprochen wird, könnte zwar aufgrund der langen Ehedauer befristet zutreffen, um die dann Ex-Frau auf ihre eigene Erwerbsobliegenheit nach der Scheidung vorzubereiten..... Aber bei einer so langen Trennungszeit könnte diese "Vorbereitungsphase" dann bereits "abgelaufen" sein.....

ich lebe seit über 4 Jahren von meinem Mann getrennt in Scheidung. ...........warum lasst ihr Euch nicht scheiden? und jeder lebt sein Leben :)) ...Er zahlt noch Unterhalt für zwei gemeinsame Kinder... .. dann es fehlt Dir/Euch doch an nichts...

Wieso bist Du unvermittelbar?, nutze doch die vielen Frauenförderungsprogramme, die für Frauen nach der Erziehungsphase von der Arbeitsvermittlung angeboten werden.. nur jammern und all die tollen Angebote nicht zu nutzen bringt doch nichts... wenn Du für klare Verhältnisse sorgst, über eigenes Einkommen verfügst + Unterhalt für die Kinder bekommst + KG bei günstiger Steuerklasse..wirst Du Dich bestimmt besser fühlen ... alles Gute..

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