Darf die Rechnung vom vertaglich ausgemachten Angebot abweichen, und wenn ja, dann um wieviel Prozent?

5 Antworten

Vertraglich wurde eine Vergütung in höhe des Angebotspreises vereinbart.

Dann kann die Rechnung davon natürlich auch nicht abweichen, es sei denn, es wurden noch zusätzliche Arbeiten ausgeführt, die nicht im Angebot standen (und natürlich von dir gewollt wurden).

Wenn es also nicht nur ein Kostenvoranschlag war, sondern anscheinend ein Pauschalpreis, dann muss auch nur dieser Pauschalpreis bezahlt werden. Frage den Handwerker doch mal, warum du nun mehr bezahlen sollst als vereinbart.

Das geht natürlich nicht. Wenn ihr euch auf einen Preis geeinigt habt und den auch vertraglich abgeklärt habt, kann man nicht einfach mehr verlangen.

Falls du den Vertag noch hast, solltest du ihn dir aber noch mal ganz genau durchlesen. Wenn dort ein bestimmter Betrag steht, der am Ende gezahlt werden soll, kann der Preis nicht erhöht werden.

Es könnte allerdings dort (meist im Kleingedruckten) auch etwas stehen, wodurch der Preis erhöht wird (z. B.:"Der Preis kann bei unerwarteten Ausgaben erhöht werden").

Wenn du dir den Vertrag noch mal ganz genau unter die Lupe genommen hast (Manchmal ist es auch besser, sich den Vertrag von einem Anwalt durchlesen zu lassen, muss jeder für sich selber entscheiden), dann stell den Handwerker zur Rede.

Frag ihn dabei, warum er mehr Geld verlangt und mit welchem Recht er sich das erlaubt.

Es könnte auch sein, dass das nur ein Tippfehler war oder Ähnliches ist, ist aber sehr unwarscheinlich, weil Leute, wenn es um Geld geht, immer sehr gut aufpassen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen!

Im Vertrag Steht sicher nichts Kleingedrucktes. Zizat: "Als Vergütung sind vereinbart ein Angebotspeis von 25400€ incl. gesetzlicher Mertwertsteuer". Zudem wurden einige arbeiten die im Angebot Standen, nicht getätigt (da dies im laufe des umbaus nicht nötig waren), und trotzdem liegt jetzt die Rechnung bei über 35000€.

@Matap

Dann wird dir nichts anderes übrigbleiben, als Absatz 5 meiner Antwort durchzuführen.

@Matap

"Als Vergütung sind vereinbart ein Angebotspeis von 25400€ incl. gesetzlicher Mertwertsteuer". 

im "Angebot" standen Verbrauchsmaterialien mit Preis und Arbeitslohn einzeln aufgeführt? oder nur eine reine Endsumme?

Zudem wurden einige arbeiten die im Angebot Standen, nicht getätig

das muss von der Angebotssumme abgezogen werden. Die Firma hat dich bestimmt nicht über etwaige Mehrkosten informiert; wozu er verpflichtet gewesen wäre. 

steht allerdings

Dachausbau - Summe; das ist für Ihn VERBINDLICH

@peterobm

Jetzt habe ich die Abschlussrechnung erhalten, dabei ist jede Einbaut stündlich berechnet worden.

DAS verträgt sich nun mal gar nicht mit einem Angebotspreis

die entscheidende Frage ist, hast Du einen unverbindlichen Kostenvoranschlag bekommen oder doch eher ein befristetes Angebot? 

Wenn der Vertrag nach dem Angebotspreis schriftlich vereinbart wurde, muss die Rechnung identisch sein... Bei einem Kostenvoranschlag sieht es leider etwas anders aus... 

Das hängt von der Formulierung eures Vertrages ab. Hast du Festpreise vereinbart? Dann wäre ohne Zusatzleistungen, die vorher im Vertrag nicht vereinbart waren, keine Preiserhöhung möglich.

Meines Wissens (ich kann mich irren!) sind ca. 10% über dem anfänglichen Angebot/Vertrag akzeptabel.

Prüfe, ob sich im Laufe der Arbeiten Zusatzleistungen ergeben haben, die auch zusätzlich bezahlt werden müssen.

http://www.finanztip.de/kostenvoranschlag-handwerkerrechnung/

Wieviel Prozent liegt er über dem Angebot/Auftragsbestätigung? Eine Überschreitung des Kostenvoranschlages um bis zu 20% wird von der Rechtsprechung als unwesentlich und zulässig angesehen.

Wurden während der Umbauphase auch nur klitzekleine Änderungen gefordert und vereinbart ohne Änderung des bestehenden Angebotes?

Neben der Einschätzung in dem Link solltest Du Dich mit der Schlichtungsstelle der Innung in Verbindung setzen, hier als Beispiel die Handwerkskammer Köln.

es gibt allerdings einen Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot...

@schwarzwaldkarl

Korrekt, falsche Begrifflichkeit. Handwerker machen im privaten Bereich in der Regel einen Kostenvoranschlag und der kann durchaus um 20% überschritten werden, während Angebote in der Regel Fixpreise beinhalten.

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