Wie bekommt man eine Blaulichtgenehmigung für den PKW?

11 Antworten

In einem Privaten PKW mit Sondersignalen zu fahren ist verboten!

Es gibt sogar für Einsatzfahrzeuge Vorschriften was den einbau von Sondersignalen angeht: Die Sondersignalanlage muss eine E-Zertifizierung haben,diese Kosten als RTK (Rundumton kombinationsanlage also Blaulichtbalken für den Festanbau) ca. 3000€ und als RKL (Rundumkennleuchte also Blaulicht evt. mit Magnet) so um die 300€ bis 900€ (darf keine billige von Baumarkt sein)

Zudem muss eine Sondersignalanlage eingetragen bzw. das mitführen einer Magnetleuchte erlaubt und vermerkt sein.

Erst dann bekommt ein Einsatzfahrzeug eine Sondergenemigung.

nein reicht sicher nicht aus. sonst könnte echt jeder der bei der feuerwehr oder bei der rettungs ist mit blaulicht herumdüsen.

ich glaube man muss das bei der zuständigen gemeinde beantragen, und das bekommen bei uns nur ärzte und z.b. der rettungskommandant vom rk. der muss aber jedes mal vorher bei der gemeine oder so anrufen ob es auch einschalten darf.

lg

In Deutschland: zuständig ist in der Regel die den Zulassungsämtern übergeordnete Regierungsbehörde. Blaulicht auf Privatfahrzeugen ist zwar möglich, wird aber sehr restriktiv gehandhabt.

In Österreich: hier gibt es weitergehende Regelungen für Blaulichtgenehmigungen, z.B. auch für Tierärzte. Müsste irgendwo in irgendwelchen Straßenverkehrszulassungsverordnungen stehen.

  1. Es ist nicht verboten, ich mache das häufiger... "Man" braucht keine Sondergenehmigung, sondern das Fahrzeug muss ordnungsgemäß mit den Sonderwarneinrichtungen ausgestattet sein, d.h. der Einbau muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein.

  2. Die Kriterien für die Erlangung einer Eintragung von Sonderwarneinrichtungen legt die Zulassungsstelle bzw. deren vorgesetzte Behörde fest. Prinzipiell muss der Einbau dem Stand der Technik und damit den einschlägigen Normen entsprechen. Das prüft ein Sachverständiger (z.B. der TÜV). Dann muss der Halter die Erlaubnis haben, so eine Sonderwarneinrichtung zu führen. Das kann sein, weil er einen entsprechenden Dienst betreibt, z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst o.ä. Oder er nach örtlich unterschiedlichen Regelungen (Bundeslandabhängig) z.B. als Führungskraft der Feuerwehr, des Rettungsdienstes oder des Katastrophenschutzes die entsprechende Möglichkeit hat. Diese wird er sich im Zweifelsfall von der zuständigen Behörde bestätigen lassen müssen. Zudem wird in der Regel der Nachweis einer KFZ-Versicherung vorliegen müssen, die das erhöhte Risiko abdeckt. Dann folgt die Eintragung in die fahrzeugpapiere und die Einrichtung darf unter Einhaltung der einschlägigen Paragraphen der StVO sowie eventueller Auflagen (z.B. Führung eines Fahrtenbuches) benutzt werden.

  3. Als normales, "einfaches" Feuerwehrmitglied ohne (kreisweite) Führungsfunktion hast Du schlechte Chancen. Prinzipiell steht Dir aber frei, das bei der zuständigen Behörde (Zulassungstelle fragen) zu beantragen. Wundere Dich nicht, wenn Du eine Absage bekommst.

Die zentrale Frage ist natürlich immer: WOZU brauchst Du das?

Allzeit gute Fahrt!

Es wird bei den meisten 18-25jährigen blaulichtgeilen schon an der Versicherungsbestätigung scheitern. Bei altgedientem Führungspersonal kann man das gelten lassen da dort die Vernunft hoffentlich vorhanden ist und auch mit SoSi auf ankommen gefahren wird

@lemonshaker

Das "alt" nehme ich Dir jetzt fast übel... :)

Was für kirterien muss man denn erfüllen um solch eine Sondergenehmigung zu bekommen ??

Du müsstest eine Einsatzkraft sein, bei der ein bestimmtes öffentliches Interesse daran besteht, dass du mit deinem Privatfahrzeug §§ 35 und 38 StVO nutzen dürftest. Das ist in der Regel nur bei höheren Führungskräften und einigen Spezialkräften, die oft überörtlich tätig werden der Fall. Als normales Mitglied in einer FF hast du nur den Weg zum Gerätehaus zurück zu legen. Dafür brauchst du das nicht. Siehe auch hier: http://www.gutefrage.net/tipp/sonderrechte-fuer-angehoerige-von-freiwilligen-feuerwehren-im-strassenverkehr

Mit einer oder mehreren Kennleuchten für blaues Blinklicht – Rundumlicht – dürfen ausgerüstet sein:

Kraftfahrzeuge, die dem Vollzugsdienst der Polizei, der Militärpolizei, der Bundespolizei, des Zolldienstes, des Bundesamtes für Güterverkehr oder der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung dienen, insbesondere Kommando-, Streifen-, Mannschaftstransport-, Verkehrsunfall-, Mordkommissionsfahrzeuge,

Einsatz- und Kommando-Kraftfahrzeuge der Feuerwehren und der anderen Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes,

Kraftfahrzeuge, die nach dem Fahrzeugschein als Unfallhilfswagen öffentlicher Verkehrsbetriebe mit spurgeführten Fahrzeugen, einschließlich Oberleitungsomnibussen, anerkannt sind,

Kraftfahrzeuge des Rettungsdienstes, die für Krankentransport oder Notfallrettung besonders eingerichtet und nach dem Fahrzeugschein als Krankenkraftwagen anerkannt sind.

Kennleuchten für blaues Blinklicht mit einer Hauptabstrahlrichtung nach vorne oder nach hinten sind an Kraftfahrzeugen nach Satz 1 zulässig, jedoch bei mehrspurigen Fahrzeugen nur in Verbindung mit Kennleuchten für blaues Blinklicht – Rundumlicht –.

(3a) Kraftfahrzeuge des Vollzugsdienstes der Militärpolizei, der Polizeien des Bundes und der Länder sowie des Zollfahndungsdienstes dürfen folgende Kennleuchten und Signalgeber haben:

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