Betrunken im Auto auf Fahrersitz warten

5 Antworten

Für betrunken sitzen bekommt man keinen Strafzettel. Nur für betrunken fahren. Allerdings fragt sich die Polizei wie der Wagen da hin kam. Wenn man denen dann sagen kann, dass man "um die Ecke" was getrunken hat und auf ein Taxi wartet, sollte alles in Ordnung sein. STeht man aber fern ab von jeder Kneipe oder Supermarkt und kann nicht erklären wie der Wagen "nüchtern" da hin kam, dann hat man ein Problem. Aber hier ist es egal wo man im Auto sitzt.

Man nicht für etwas bestraft werden das man nicht getan hat.

Wenn einem eine Trunkenheitsfahrt nach § 316 StGB vorgeworfen wird muss das auch bewiesen werden, z.B. durch eine Zeugenaussage.

Es ist immer ratsam, wenn man betrunken ist, sich nicht ans Steuer zu setzen, vor allem dann, wenn auch noch der Zündschlüssel im Zündschloss steckt. Besser daneben, ohne Zündschlüssel oder hinten warten !!

Ne, hab sowas noch nicht gehört. Es wird erst schwierig, wenn der Schlüssel im Zündschloss steckt. Denke ich zumindest.

Und welche Straftat oder Ordnungswidrigkeit hätte man dann begangen?

Das "betrunkene Sitzen auf dem Fahrersitz" ist kein Tatbestand, für den man bestraft oder mit einem Bußgeld belegt werden könnte. Der Rat, sich lieber auf den Beifahrersitz zu platzieren, ist jedoch gut.

Im dümmsten anzunehmenden Fall erwischst du eine Streife, die nichts besseres zu tun hat und ein paar Beamte, die gerne vermeintliche Straftaten "aufdecken" auch wenn keine vorliegen. Wenn du nachweisen kannst, dass du bereits ein Taxi gerufen hast und deshalb nur auf sein Eintreffen wartest, wird es kaum möglich sein, ein Trunkenheitsvergehen nachzuweisen.

Es gibt Fälle, in denen selbst ein laufender Motor keinen Nachweis für eine versuchte oder durchgeführte Trunkenheitsfahrt ergaben, andere wurden verurteilt, obwohl sie im Fahrzeug (auf einem Parkplatz im Winter bei laufendem Motor wg. Heizung und herunter geklappter Rückenlehne) nur schliefen. Im letzteren Fall wurde von den Beamten (trotz Aussageverweigerung) behauptet, der "Fahrer" hätte im "informativen Gespräch" zugegeben, zum Parkplatz gefahren zu sein.

Abgekürzt: Warum sollte man sich in die Gefahr einer Auseinandersetzung begeben, wenn es auch anders geht? Der Beifahrersitz ist die bessere Alternative, der Zündschlüssel spielt dann kaum eine Rolle, man könnte ihn ja brauchen, um Radio zu hören oder so.

Insgesamt eine gute Antwort, DH.

Allerdings:

Wenn du nachweisen kannst, dass du bereits ein Taxi gerufen hast und deshalb nur auf sein Eintreffen wartest, wird es kaum möglich sein, ein Trunkenheitsvergehen nachzuweisen.

Der Betroffene muss gar nichts nachweisen.

@JotEs

Das schrieb ich auch nirgends :-) es bezieht sich lediglich auf den vorangegangenen Kontext, wenn man eben auf die falschen Beamten trifft – und du darfst mir glauben, dass manche der Jungs/Mädels, es mit der exakten Wiedergabe von Gesagtem auch mal weniger genau nehmen, wenn vielleicht die Nase nicht wirklich passt, oder ein unangenehmes Wort fällt.

Wenn die Herrschaften etwas erzählen, dessen Gegenteil nicht wirklich glaubhaft dargelegt werden kann, sind die Papiere des Betroffenen denkbar schlecht, vor allem, wenn er besoffen auf dem Fahrersitz seines eigenen Autos hockt und sonst keine Zeugen vor Ort sind.

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