Bereitschaftsvergütung

3 Antworten

Kenne die Problematik. Arbeite ebenfalls in einem KH. Rufbereitschaft muss bezahlt werden. Ist bei uns in Anlehnung an den TVöD. Jedoch muss bei einem Bereitschaftseinsatz (wird auch anders berechnet als RB) das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden. Wenn ich mich dunkel entsinne, Ruhezeit nach Einsatz 11 Stunden. Du solltest dir das Arbeitszeitgesetz mal unter die Lupe nehmen. Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst muss im Arbeitsvertrag mit drin stehen. Wenn ihr einen Betriebsrat habt, wende dich an diesen. Ansonsten such dir was Neues.

Eine Rufbereitschaft sollte schon bezahlt werden müssen. Das steht dir mit Sicherheit zu. Bei uns (ich mache das alle 14 Tage für eine Woche) wird pro Tag 8€ bezahlt nur für die Bereitschaft. Muss man los, sind das dann extra Überstunden. Also, da müsste man mit dem Chef reden, das das nicht so geht. Was steht denn im Arbeitsvertrag? Falls er sich richtig stur stellt, müsste man sich an höhere Stelle erkundigen.....aber wo, weiß ich auch nicht. Aber so würde ich das nicht akzeptieren. Das ist ja Ausbeutung.

danke schön...werde das erst nach der Probezeit im falle der übernahme ansprechen ;-)

@ralle160

Na dann, viel Erfolg und hoffentlich eine positive Übereinkunft.

Lass Dich von der Gewerkschaft Ver.di beraten. Die Lage ist verzwickt: Du darfst so vom Arbeitgeber nicht dauerhaft in Rufbereitschaft eingeteilt werden, da Du dann keine Möglichkeiten mehr hast, Deine Freizeit eigenständig und unabhängig von Arbeitgeberinteressen zu gestalten. (eine Berliner Arbeitsgericht hat im Falle eines Hausmeisters dies vor Jahren bereits für rechtswidrig erklärt).

Aber: Du bist in der Probezeit - ohne jegliche Begründung kann Dein Chef das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 14 Tagen kündigen.

Die Rufbereitschaft in Freizeit auszugleichen, ist eigentlich vorteilhaft, denn Geld schafft keine freie Zeit, die Dir ja genommen wurde. Aber in dieser erworbenen Ausgleichsfreizeit hast Du dann ja wiederum Rufbereitschaft. In den meisten Tarifverträgen gibt es für den Arbeitgeber die Wahlfreiheit zwischen Geldleistung und Freizeitausgleich.

In einem Krankenhaus gibt es immer einen Betriebsrat oder Personalrat - dem müsste das Problem bekannt gemacht werden und der müsste dann auch handeln. Die Leute von Ver.di kennen die Betriebsräte und können für Dich eine vernünftige und risikoarme Lösung suchen.

Danke schön...aber es ist schon sehr belastend.

:-(( ich bin schon die 3.woche in rufbereitschaft!!überall,WC,Dusche,Bett im auto,überall muss ich das handy mit haben,man kann sich noch nicht mal in den biergarten setzen und etwas trinken...nirgendswo hin fahren,immer die angst,gleich klingelt es..

@ralle160

...und Dein Arbeitgeber spart noch nebenbei das Gehalt für den 2. Mann! Lass Dich fachlich beraten, damit Du entweder Rufbereitschaft im akzeptabelen Rahmen machen kannst oder ohne finanzielle Einbußen und mieses Zeugnis aus der Klinik raus kommst.

Im übrigen ist es erlaubt, auf seine eigene Gesundheit zu achten und auf den Rat eines Arztes zu hören.

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