Autoschaden verursacht aber Geschädigter meldet sich nicht?

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Hallo Rose021,

vorab: Dein Bruder hat wirklich alles richtig gemacht!

Vermutlich ist in den Versicherungsbedingungen geregelt, dass schon die Meldung (und nicht erst die abschließende Zahlung/Regulierung) des Schadens zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse führt. Das gilt auch für die Höhe der Rückstufung, also für die Veränderung der Schadenfreiheitsklasse und damit des Beitragssatzes („Prozente“)

Wenn die Geschädigte selbst keine Schadenersatzansprüche bei Deinem Bruder oder seiner Versicherungsgesellschaft geltend macht, wird sich die Versicherungsgesellschaft mit der Geschädigten in Verbindung setzen und Informationen zum Schadenumfang anfordern.

Reagiert die Geschädigte hierauf nicht, so wird die Versicherungsgesellschaft vermutlich mehrfach erinnern. Das kann insgesamt eine längere Zeit dauern. Wenn sich die Geschädigte weiterhin nicht meldet, wird die Versicherungsgesellschaft den Schaden wahrscheinlich „ohne Belastung schließen“. Das bedeutet, dass die Bearbeitung des Schadenfalls eingestellt wird und die Schadenfreiheitsklasse rückwirkend auf den Stand gebracht wird, den Sie ohne die Meldung des Schadens gehabt hätte. Der erhöhte Beitrag wird dann erstattet.

Macht die Geschädigte Schadenersatzansprüche geltend und reguliert die Versicherungsgesellschaft den Schaden, so kann es sinnvoll sein, den Schaden „zurückzukaufen“. Hierbei werden die Kosten den Schadens an die Versicherungsgesellschaft zurück gezahlt. Ob sich das lohnt hängt vom konkreten Betrag ab und kann von der Versicherungsgesellschaft nach Abschluss der Regulierung berechnet werden.

Viele Grüße und einen guten Rutsch – Philip vom DEVK-Team

Nach meiner Kenntnis muss die Dame innerhalb von zwei Wochen den Schaden geltend machen, gerechnet ab dem Tag, wo ihr der Schaden und die Daten des Unfallgegners bekannt wurden. Ich gehe davon aus, dass sie alle erforderlichen Daten erhalten hat. Somit kann die Versicherung jetzt schon eine Regulierung ablehnen. Und wenn die Versicherung nicht belastet wird, wird auch niemand hochgestuft. Inwieweit Versicherungen den Anfänger hochstufen können, nur aufgrund der Tatsache, dass er einen Unfall verursacht hat, weiß ich nicht.

Und man kann sich leicht täuschen. Wir hatten einen kleinen Parkunfall, rückwärts ganz leicht gegen einen Mercedes benz Vito Transporter. Eine kleine Delle in der Fahrertür, eine kleine Delle im Seitenteil. Mit Smart Repair keine 200 Euro, zahlt man lieber gleich selber. Aber man ist fast schutzlos ausgeliefert. Abgerechnet wurden neue Tür und neues Seitenteil,, knapp 3.000 Euro. Da langen die Werkstätten nun mal richtig hin. Konnte reden, was ich wollte, gebracht hat es nichts. Und es ging von SF 14 in die SF 5!

Danke für die Antworten, habe jetzt mehr Zuversicht das er das doch noch irgendwie Regeln kann :)

@Rose021

Ich verstehe die Versicherung nicht. Klar, mehr Beitrag. Aber wie begründen sie das? Sicher gibt es diverse Anfängerrabatte, die maximalen 260% verlangt keiner. Wie die Versicherungen ihre Rabatte handhaben, ist denen überlassen. Wenn sie der Meinung sind, dass man einen Fahranfänger hochstuft, weil er einen Unfall verursacht hat, dann dürfen sie das wahrscheinlich schon. Dann würde ich, grad mit der sehr frechen Abfuhr, mir eine neue Versicherung suchen.

Hab noch was in meiner Antwort oben zu meinen Erfahrungen geschrieben...

@darkhouse

Sorry, aber da dein Wissen zur Kfz-Versicherung und zur Haftung nach BGB mehr als lückenhaft ist, antwortesst du besser nicht zu dem Thema! 

Schaut nochmal in den Vertrag, den ihr abgeschlossen habt und ruft bei der Versicherung an um zu sagen, dass ihr die Kosten übernehmt.

Also eigentlich muss die Versicherung deines Bruders nur zahlen, wenn der andere Geschädigte seinen Schaden rearieren lässt und ihn eben bei deiner Versicherung geltent macht.

Wenn dein Bruder seinen eigenen Schaden nicht über seine Versicherung laufen lässt, sehe ich keinen Grund, wieso diese den Beitrag erhöhen sollten, weil, wie du schon sagtest, der Schaden vermutlich so gering ist, dass es sich eher lohnt es aus eigener Tasche zu zahlen.

Im Grund habt ihr ja alles richtig gemacht, Schaden der Polizei gemeldet, der Dame die Kotaktdaten hingelegt..........mehr kannst du nicht tun, würde ich sagen. Klar kannst du sie ansprechen, wenn du sie kennst.

wenn der andere Geschädigte seinen Schaden rearieren lässt 

falsch, er kann auf Auszahlung abzgl. Mwst abrechnen.

@peterobm

Richtig, aber er schrieb ja, dass hier genau DAS nicht der Fall ist und der Geschädigte sich nicht meldet......bis jetzt

Wieso macht Ihr Euch Sorgen wenn Ihr alles richtig gemacht habt? Sie kann das Auto stehen lassen so lang sie will wenn  sie die Taxen zahlt. WEnn die Batterie dann leer ist, ist es auch ihr Problem. 

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