auto in zahlung gegeben,darf der Verkäufer Wochen später noch Geld für die Reparatur eines Defekts verlangen über den er informiert war?

5 Antworten

Ihr habt doch bestimmt einen Kaufvertrag über eueren Gebrauchten gemacht? Da sollte das drin stehen, dann hat der Käufer das auch mit seiner Unterschrift akzeptiert.

Wenn ihr einen Kaufvertrag abgeschlossen habt, wo der Mängel aufgeschrieben wurde, kann er dir nichts.

Das ist nämlich genau das Problem,da ist es nicht drin aufgeführt.

Kommt er damit durch?

@honey667

Leider ja.

@honey667
Das ist nämlich genau das Problem,da ist es nicht drin aufgeführt. Kommt er damit durch?

Das hängt alleine auf den Vertragstext an und wer auf diesem für welche Haftung unterschrieben hat.
Ich kenne Neuwagenhändler (keine Vertragshändler), die so wie von Dir beschrieben vorgehen. Dachte aber, dass sich diese Art von Geschäftsmodell längst in Luft aufgelöst hat.

@honey667

Auch ohne schriftliches Festhalten kommt er damit nicht durch. Er versucht es eben....kann man ja mal tun.....

So wie ich den Sachverhalt richtig verstanden habe hat der Händler den Defekt an der Zentralverriegelung selbst behoben und verlangt nun die ihm deswegen entstandenen Kosten ersetzt.

Wenn im Kaufvertrag keine Abrede über die Funktionalität der Zentralverriegelung getroffen wurde, würde ich auch bei Gebrauchtwagen davon ausgehen, dass dies ein Mangel im Sinne der üblichen Beschaffenheit ist.

Zu erfragen ist weiter, ob ein vertraglicher Gewährleistungsausschluss für den in Zahlung genommenen PKW vereinbart wurde. Ist das nicht der Fall muss auf die Kenntnis des Käufers abgestellt werden. Kennt dieser einen Mangel oder bleibt er ihm grob fahrlässig unbekannt sind seine Gewährleistungsrechte ausgeschlossen. Das Problem hierin liegt, dass der Verkäufer, also Du, die Beweislast hierfür trägst.

Doch selbst wenn die die Gewährleistungsrechte bestehen, kann der Käufer mE keine Ansprüche geltend machen. Denn die Kosten sind über den Schadensersatz statt der Leistung ersatzfähig. Hierfür bräuchte es aber eine Fristsetzung. Ein Schadensersatz wegen Unmöglichkeit scheidet aus, weil Du die unterbliebene Nacherfüllung nicht zu vertreten hast. Ein weitergehender Anspruch, etwa aus § 439 Abs. 2 oder § 326 Abs. 2 S. 2, wird mehrheitlich abgelehnt. Der Käufer hat kein Selbstvornahmerecht und kann die Kosten der Instandsetzung des vertragsgemäßen Zustands nicht ersetzt verlangen.

Fordern kann der viel.

Ich würde da gar nicht drauf eingehen. Wenn er als Fachmann sagt das es nur eine Kleinigkeit ist dann kann die Kleinigkeit ja nicht plötzlich 450,-€ kosten.

Ich würde dem Häbdler einfach mal anbieten den Kauf rückgängig zu machen. Also du gibst den Neuwagen zurück und bekommst den vollen Kaufpreis wieder.

Dann werden die Häbdler normalerweise immer sehr schnell sehr zahm.

der Mangel steht doch bestimmt im Kaufvertrag des Händlers

Wochen später! wie will er das denn beweisen?

Was möchtest Du wissen?