Ausbildung abbrechen mit 16?

11 Antworten

Du hast nach längerer eine Ausbildung gesucht und zum Glück gefunden. Bevor Du kündigst solltest Du Dich nach was anderem umschauen, denn Du hast noch Berufsschulpflicht. Da wird nichts mit einem Minijob.

Berufsschulpflicht 

Wer denkt, dass nach Ende der Vollzeitschulpflicht Schluss ist, hat sich leider zu früh gefreut. Denn die staatlich verordnete Büffelzeit ist noch nicht beendet. Nun bist du nämlich noch teilzeit- oder berufsschulpflichtig. Das heißt, dass Jugendliche, die nach neun (oder in einigen Bundesländern zehn) Schuljahren nicht mehr in eine Vollzeitschule gehen, die Berufsschule besuchen müssen. Die Berufsschulpflicht dauert in der Regel drei Jahre, zumindest bis zum Ende der Ausbildung.

D.h. also wenn du zu den Glücklichen gehörst, die trotz des engen Arbeitsmarktes eine Ausbildungsstelle gefunden haben, dann gehst du neben der Ausbildung in deinem Betrieb noch in eine Berufsschule.

Kann die Berufsschulpflicht auch auf andere Weise erfüllt werden?

Natürlich muss nicht jeder zwingend eine Berufsschule besuchen. Je nachdem welchen Ausbildungsweg du für dich wählst, kannst du die grundsätzlich bestehende Berufsschulpflicht auch auf verschiedene andere Arten erfüllen:

  1. Du kannst eine allgemeinbildende (z.B. Gymnasium) oder berufsbildende Vollzeitschule oder Hochschule besuchen. Wenn du danach jedoch eine Berufsausbildung beginnst, lebt in der Regel die Berufsschulpflicht wieder auf.
  2. Wenn du eine Ausbildung für einen Beruf im öffentlichen Dienst machst, erfüllt dies ebenfalls deine Berufsschulpflicht.

https://www.das.de/de/rechtsportal/schule-und-unterricht/schulpflicht/wie-lange.aspx

Hallo silvi2201,

je früher du merkst, dass die begonnene Ausbildung nichts für dich ist, je besser lässt sich diesbezüglich handeln. Da du gerade erst angefangen hast und dich sowieso in der Probezeit befindest, ist es gut möglich die Ausbildung abzubrechen, dich für eine andere im nächsten Ausbildungsjahr zu bewerben und derweil als 450€-Kraft irgendwo zu arbeiten.

Du solltest dir aber deine Formalien & Co. nochmal genausten anschauen und mit deinem Ausbilder bzw. dich mit der Zuständigkeit (Jobcenter, Arbeitsamt bietet da gute Hilfe an) zusammensetzten, da das eine heikle Angelegenheit werden kann.

Freundlich grüßt

DerSkripniker

Wenn Sie dich schlecht behandeln würde ich mir eine Neue Ausbildungsstelle suchen dafür ist ja die Probezeit da. Rede mal mit deinen Eltern drüber oder wenn du das nicht alles hinscheißen willst such das Gespräch mit deinem Ausbilder.

Viel Erfolg bei dein Problem :)

Du bist in der Probezeit, du kannst also um 08:00 Uhr den Chef deine Kündigung in die Hand drücken und um 08:05 nach Hause gehen. (An Klugscheißer: §622 BGB gilt nicht)

Nur ist das wirklich die Lösung? Wenn das Betriebsklima so schlecht ist, rede mit den Berufschullehrer oder der IHK ob ein Betriebswechsel eine Lösung sein kann. Und ja, du kannst natürlich bei McWürg bis nächsten Sommer Hamburger verkaufen.

Die nächsten Ausbilder werden sich fragen, warum du diese hier abgebrochen hast. Solche nimmt man nicht gern.

Wenn du gesundheitlich eine Umschulung vom Arbeitsamt bekämst, ginge es.

Ansonsten rate ich vom Abbrechen ab. Oft ist dann Schluß. Und ohne Ausbildung, nein.

Die meisten Leute arbeiten später sowieso in einem anderen Berufsfeld. Das kannst du auch. Aber ohne Ausbildung bleiben nur schlecht bezahlte Hilfsjobs, die meist körperlich sehr anstrengend sind.

Überleg dir das gut, halt lieber durch. Das trainiert dein Durchhaltevermögen, auch wichtig für später.

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