Angemessene Frist für ein Zwischenzeugnis?

1 Antwort

Jeder ist gut beraten, regelmässig ein Zwischenzeugnis einzufordern, damit am Ende nicht die vielen guten Ergebniss der Vergangenheit vergessen sind. Beim Wechsel des Vorgesetzten ist dies besonders zu empfehlen, weil man in Abhängigkeit von den Umständen, sich ggf, doch um eine neue Herausforderung kümmert. Da das Zeugnis eine wichtige Werbefunktion für den AN hat, macht sich der AG schadensersatzlichpflichtig, wenn er neue Engagements dadurch vereitelt, dass er die Zeugnisausstellung und Übergabe nicht umgehend veranlasst. 14 Tagen sind daher zu lang. Eine Woche ist das Maximum also ausreichend Zeit, das Zeugnis zu erteilen. Besser ist es in der Praxis, eine Aufstellung seiner "Highlights" von vornherein abzugeben, damit es keine "Fehler" gibt. Wegen des Zeugnisses werden auch häufig die Arbeitsgerichte angerufen, weil die verklausulierte Sprache ein schlechteres Zeugnis dem Eingeweihten signalisiert, als der AN erkennen kann.. Grundsätzlich ist das Zeugnis umgehend auszustellen. Daher ist im BGB auch keine Frist angegeben. Bei tarifgebundenen Unternehmen muss man im nachprüfen, ob im Tarifvertrag eine bessere Regelung enthalten ist.

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