Alkoholisierten Nachbarn der Polizei melden, da er auto fährt?

5 Antworten

Von so einem Zeitgenossen habe ich auch mal gehört. In einer Kleinstadt und geschätzt ein Dutzend Nachbarn wussten davon und haben nichts unternommen, auch nicht als zum Schluss seine Ehefrau ihm regelmäßig aus dem Auto in die im 3.Stock gelegene Wohnung helfen musste.

Er verstarb im Besitz seiner Fahrerlaubnis, offenbar nie der Polizei aufgefallen und natürlich auch nie angezeigt worden.

Hallo marie1982,

es ist völlig korrekt, wenn Du der Polizei mitteilst, dass Dein Nachbar Alkoholiker ist und sich oft genug im absolut fahruntüchtigen Zustand hinter das Steuer setzt.

Gut wäre es, wenn Du der Polizei noch kurz durchgeben könntest, mit welchen Fahrzeug und vor allem welchen Kennzeichen das Fahrzeug hat.

Wenn ihn die Polizei anhält und er hat nichts getrunken, ist das auch ok. Du hast in dem Fall nichts zu befürchten.

Gibt natürlich Leute wie Roccia, die lieber erst einmal abwarten, bis der Nachbar einen schweren Unfall verursacht, bei dem es Verletzte oder gar Tote gibt.

Gibt Dinge, die kann man nicht einfach wegdiskutieren. Alkohol, Drogen und andere berauschende Substanzen passen nicht mit Autofahren zusammen.

Stell Dir vor, Du siehst, wie er wieder betrunken in sein Fahrzeug steigt und handelst handelst nicht und der Typ fährt Dein Geschwisterchen, Eltern oder Freundin kurze Zeit später tot. Meinst Du könntest Dir das jemals verzeihen?

Die Polizei ist für so was da. Wenn Du Dich doch vertan haben sollest ist das auch nicht schlimm. Dann ist es für den Fahrer eine reine Routinekontrolle und bleibt für ihn ohne Folgen. Ist er Sturzbetrunken, verliert er seinen Führerschein und Du hast vielleicht dadurch jemanden das Leben gerettet.

Laß Dir nichts von Leuten einreden, die meinen so was ist verrat. Das ist absoluter Blödsinn, denn hier geht's nicht um eine Kleinigkeit, hier geht es drum, dass Fahrer die das leben und die Gesundheit von anderen gefährden aus dem Verkehr gezogen werden müssen und das bevor was passiert und nicht hinter her.

Das Leben ist kein Spiel, wo man stirbt oder Verletzt wird und das Level einfach wiederholen kann, wenns nicht so gut gelaufen ist.

Schöne Grüße
TheGrow

Danke für deine Antwort, mein Bedenken ist halt nur, wenn ich die Polizei rufe und dann ist er nüchtern. Nicht das ich den Einsatz bezahlen muss. Schließlich arbeitet er ja auch noch und fährt mit den LKW auf Baustellen. Darum wundert es mich ja, das da noch keiner was gemerkt bzw. gesagt hat.

@marie1982

Deine Sorge ist unbegründet.

Du kannst der Polizei jederzeit so eine Mitteilung machen ohne das Kosten auf Dich zu kommen werden.

Und wie ich schon in meinem ersten Tread geschrieben habe; Wenn er nüchtern ist, hat er ne 5 Minuten lange Kontrolle vor sich, mehr passiert doch nicht.

Man muss nicht immer erst warten, bis was passiert

trotzdem würde ich das melden, auch wenn es ein nachbar ist. was, wenn DEIN kind auf der strasse spielt und ... mehr muss ich nicht sagen.

Anruf bei der nächsten Polizeidienststelle, Sachverhalt schildern und abwarten was die Polizei dir dazu sagt. Solchen Sachen wird normalerweise sehr gut nachgegangen... und das zu recht!

Du mußt schon sicher sein, daß er Alkohol getrunken hat.

Warum muss man sich sicher sein?

Wenn sie ihn meldet und er hat nichts getrunken, muss der Fahrer eine Routinekontrolle über sich ergehen lassen, die ihn vielleicht 5 Minuten kostet und keine Folgen für ihn hat.

Ist er betrunken, verliert er seinen Führerschein, aber andere gewinnen vielleicht, weil sie von ihm nicht überfahren wurden sind.

Ein Anruf bei der Polizei kostet nichts, man kann den Anruf auch wenn's sein muss anonym machen, kann aber Menschleben retten.

Schöne Grüße
TheGrow

@TheGrow

Sorry; aber hier ist kein Diskussionsforum. Was es dazu zu sagen gibt, habe ich geschrieben und was der Fragesteller damit anfängt, ist seine Sache.

@kreuzkampus

@ Kreuzkampus:

Das ist hier ein Forum in dem man (richtige) Antworten geben soll!

Wenn man (so wie du) irgendwelchen halbgaren Blödsinn (in 10 Worten) schreibt, muss man sich auch ein paar Fragen dazu gefallen lassen.

Deine Antwort ist schlicht und einfach falsch! Mann muss sich nicht "schon sicher sein" dass er was getrunken hat.

@freede

Nun muß ich wohl doch nochmal ran: Wenn man die Polizei auf einen bloßen Verdacht anruft, wird sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nicht erst kommen. Und wenn sie doch kommt und der Mann stocknüchtern ist, droht Ärger wegen falscher Anschuldigung. Wir leben in einem Land, in dem Beschuldigungen nicht nach dem Hören-Sagen erhoben werden dürfen und in dem man berechtigterweise zur Verantwortung gezogen werden kann, wenn man für eine massive Behauptung keine Beweise hat. Ich hoffe, das war jetzt klar genug. Eigentlich ist die Eingangsfrage vom ganzen Text her schon so wackelig, daß ich mich wundere, daß so viele der Meinung sind, daß das geht. Unser Polizei ist nicht dazu da, Anrufen nachzugehen, weil jemand etwas "gerne möchte", und auf die Lauer legen die sich auch nicht. Ich habe sowas übrigens mal fundiert exerziert: Aus unseren (Sozialamts-) Büros ist mal jemand voll alkoholisiert rausgegangen. Ich hatte zuvor gesehen, daß er mit dem Auto gekommen war. Deshalb habe ich die Polizei, die im Hause stationiert war, darauf hingewiesen. Die haben sich dann verdeckt postiert und haben zugeschlagen, als der Mann den Motor angelassen hat. So geht es in unserem Land und nicht anders. Übrigens: Der Mann ist danach trocken geworden. Ich habe ihn erst Jahre später wiedergetroffen und ihm erzählt, daß ich ihn "verpfiffen" hatte. Dafür war er mir im Nachhinein von Herzen dankbar. Ach ja: Das, was ich gechrieben habe, als "halbgaren Blödsinn" zu bezeichnen, ist nicht nur falsch, sondern auch unhöflich.

@kreuzkampus

Hallo Kreuzkampus.

Dein Geschreibsel als "halbgaren Blödsinn" zu bezeichnen ist wirklich unhöflich (dafür entschuldige ich mich) aber richtig!

Wenn man von der Marterie keine Ahnung hat sollte man lieber die Finger still halten und keine unwahren Behauptungen aufstellen (so wie du es getan hast).

Mal für dich der entsprechende Paragraph:

§ 164 StGB - Falsche Verdächtigung

(1) Wer einen anderen bei einer Behörde oder einem zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Amtsträger oder militärischen Vorgesetzten oder öffentlich wider besseres Wissen einer rechtswidrigen Tat oder der Verletzung einer Dienstpflicht in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in gleicher Absicht bei einer der in Absatz 1 bezeichneten Stellen oder öffentlich über einen anderen wider besseres Wissen eine sonstige Behauptung tatsächlicher Art aufstellt, die geeignet ist, ein behördliches Verfahren oder andere behördliche Maßnahmen gegen ihn herbeizuführen oder fortdauern zu lassen.

Ich hab die wichtigen Stellen mal für dich markiert...

Bedeutet: Wenn ich weiß, dass jemand nüchtern ist und ich behaupte das Gegenteil... mache ich mich strafbar. Wenn ich davon ausgehe, dass er betrunken Auto fährt (Straftat begeht) und ich das der Polizei melde... mache ich mich nicht strafbar.

Um soetwas zu wissen habe ich eine lange Ausbildung/Studium und etliche Jahre Berufserfahrung hinter mir. Dir fehl das natürlich...

Die Kollegen in deinem Beispiel haben sich (leider) falsch verhalten! Denn Gefahrenabwehr geht in diesem Fall vor Strafverfolgung! Bedeutet: sie hätten nach deiner Meldung den Betroffenen vom Fahren abhalten müssen... und nicht erst warten bis er die Straftat (§ 316 StGB) begeht und ihn dann anhalten.

Ich hoffe du kannst aus diesem Text etwas lernen und versuchst mir nicht weiter meinen Beruf zu erklären... das würde ich bei dir auch nicht tun.

@freede

Nun mußt Du mir aber noch erklären, woher der Frager dieses Wissen hat. Er weiß nur daß der Mann "scheinbar Alkoholiker ist". Er weiß aber nicht, ob der Mann etwas getrunken hat, wenn der Frager die Polizei alarmiert. Genau dann kann der Nachbar stocknüchtern sein. Und genau dieser Punkt ist der springende in meinen Ausführungen. Was glaubst Du, tut der Nachbar, wenn die Polizei keinen Alkohol feststellt? Nix oder Anzeige erstatten? Und nun bin ich auf Deine Antwort gespannt und vielleicht auch auf Deinen Beruf. Wenn Du den schon anführst, solltest Du ihn auch nennen.

@kreuzkampus

Und nun bin ich auf Deine Antwort gespannt und vielleicht auch auf Deinen Beruf. Wenn Du den schon anführst, solltest Du ihn auch nennen.

Steht zwar auch in meinem Profil... aber nochmal für dich: ich bin Polizeibeamter.

Ich hatte auch schon einen Nachbarn, der Alkoholiker war. Der ist jeden Tag mehrfach zum Kiosk um die Ecke gegangen und hat sich dort Schnaps gekauft und getrunken. Damals war ich noch nicht bei der Polizei, habe aber auch sofort erkannt, dass dieser Mann ein Alkoholproblem hat... irgendwann ist der Typ dann mit dem Auto losgefahren. Ich habe dies der Polizei gemeldet. Man hat sich für den Tip bedankt, es fuhren öfter Streifenwagen durch unsere Straße und irgendwann (so sprach die neugierige, tratschtantige Nachbarin) wurde der Alki auch angehalten und er war den Lappen los...

Jeden Tag geht bei uns mindestens ein Hinweis auf einen betrunkenen Fahrzeugführer ein. Die Leute melden dann z.B. dass einer vor ihnen Schlangenlinien fährt, oder extrem langsam, oder andere Fahrauffälligkeiten. Diesen Hinweisen gehen wir immer nach.

Und du willst mir doch nicht ernsthaft sagen, dass man nicht erknen kann wenn ein Nachbar ein Alkoholproblem hat, oder?!

@freede

Und nochwas zu deiner "Logik"...

Wenn ich aus dem Fenster sehe und dort einen Typen mit nem Stein in der Hand sehe... der Typ geht um die Ecke und ich höre (offensichtlich) das Splittern von Glas... der Typ rennt dann weg... dann darf ich ja nach deiner Meinung nicht die Polizei rufen. ich hab ja nicht gesehen, dass er eine Scheibe eingeschmissen hat... ist das soweit richtig?

@freede

Eine Antwort kriegst Du noch; dann wird's mir zu albern: Wenn ich aus dem Fenster gucke und jemanden sehe, der eine Schnapsflasche am Kopf hat, rufe ich selbstverständlich die Polizei. Das ist aber was* ganz anderes*, als das, was der Fragesteller beschrieben hat. Er sagt: "unser Nachbar ist scheinbar Alkoholiker".....Alos: "Man spricht davon.....jeder weiß es eigentlich...." . Deinen Beruf hast Du leider immer noch nicht gesagt; aber ich bestelle die Benachrichtigung jetzt auch ab. Wenn Du nochmal antwortest, geht das also in Leere.

@kreuzkampus

Steht zwar auch in meinem Profil... aber nochmal für dich: ich bin Polizeibeamter.

Du können lesen?

Und nochmal (für alle die das hier lesen)... Wenn ich bei der Polizei anrufe und einen "scheinbaren Alkoholiker" der Auto fährt melde, mache ich mich nicht strafbar!!!

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