Abriss eines Hauses bei Hausschwamm?

5 Antworten

Solange das Gebäude nicht einsturzgefährdet ist, muss es nicht abgerissen werden. Hausschwamm ist eine starke Gesundheitsbedrohung und in einigen BL sogar noch meldepflichtig, da er sich unweigerlich über das ganze Objekt ausbreitet und enormen Schaden anrichtet. Ein mit Hausschwamm befallenes Haus ist unbewohnbar. Eine Eigentumsaufgabe ist oft nur mit Insolvenz möglich.

Gesundheitsbedrohung? Allergie auslösend..schlimmeres habe ich nirgends gelesen...

nun also ich habe gelesen das in Berlin erhebungen gezeigt haben das dort 40% der Altbauten mit Schwamm befallen sind..teilweise ganze straßenzüge..also unbewohnbar stimmt nicht..aber klar...es führt schnell dazu wenn man ihn nicht eindemmt..100% weg bekommt man ihn ....NICHT..

danke für den hinweis mit der insolvenz

Hausschwamm ist meldepflichtig. Im Zweifelsfall wird das ganze Haus sofort behördlich geräumt. Bis zum Abschluss der Sanierung oder bis zum Abriss. Ein Eigentumsverzicht (also die verseuchte Ruine einfach so dem Steuerzahler aufdrücken) dürfte hier kaum möglich sein.

Hausschwamm ist nur in einigen Bundesländern meldepflichtig...

warum ist das nicht möglich? ist ein Eigentumsverzicht an bedinugen geknüpft?!

@Asbestopfer2011

Hehehe, weil Du eben auch für die Folgen Deine eigentums verantwortlich bist. Sonst könntest Du ja auch Dein Altauto irgendwo stehen lassen und auf das "Eigentum verzichten" :-)

@gordsen

ja... Urwaldschmiede lieferte schon das richitge Stichwort dazu...Insolvenz...

aber es ist bitter wenn einer Hauspartei die Sanierung zahlen könnte aber der rest aber verweigert..sehr bitter da mit runter gezogen zu werden..wird ja darauf hinauslaufen..

@Asbestopfer2011

Ohh, Ihr sollter Euch irgendwie darauf einigen können, die Hütte (Sammt Grundstück) zu verkaufen. Für den Entsorgungsschaden haftet Ihr (soweit ich weiß) ja auch nicht wie in einer GbR nach dem Motto Alle für einen, einer für Alle sondern jeder nur Anteilig. Irgendwie solltest Du Deinen Kopf aus der Schlinge ziehen können. Ist es eigentlich ein Statthaus ode auf dem Land?

@gordsen

stimmt anteilig... aber abriss und entsorgung ist auch nicht gerade günstig zumal keine firma das abreißen wird wenn das geld nciht da ist..wie auch immer...

einzigste möglichleit die ich sehe ist meine wohnung zu verschenken....oder eben für paar tausend zu verjubeln...vllt. kaufts ja jmd. optisch ist alles top ich muss nur auf den Schwamm hinweisen...

ist ein Stadthaus...mitten in der Innenstadt..ich vermute das die ganze Straße im grunde betroffen sein dürfte..

@Asbestopfer2011

Das geht doch gar nicht, dann nimmt die WEG eben einen Kredit auf. Wenn welche Böckchen spielen, können sie das 5 Min. tun, dann holt sie die Realität wider ein.

Die Bauaufsicht wird entsprechende Verfügungen schreiben und bei Gefahrenzuständen ein Nutzungsverbot erlassen. Gefahrenzustände bestehen durch Einsturz oder Pilzsporen.

Egal ob eine formelle Meldepflicht besteht oder nicht: die Eigentümer sind immer in der Pflicht, Gefahrenzusatände zu beseitigen. Das muss nicht durch Abbruch erfolgen, auch Unbenutzbarkeit beseitigt Gefahrenzustände.

Die finanziellen Auswirkungen sind der Behörde egal; notfalls muss die Gemeinschaft in Insolvenz gehen. Das kommt dann einer Besitzaufgabe gleich. Wenn Gebäude für "herrenlos" erklärt wird bleibt es dennoch bei der Kostenpflicht für Maßnahmen der Gefahrenabwehr durch die früheren Eigentümer.

Ist schwer zu sagen, weil ich nicht weiß wie groß die WEG ist, aber Eigentum verpflichtet, man kann der Sache nicht einfach den Rücken kehren. Außerdem wird zu Euren Lasten ausgelegt, dass Die WEG nicht genug Rücklagen angespart hat.

Aber die Sanierung sollte über einen Kredit zu finanzieren sein. Ein wirtschaftlicher Totalschaden ist sehr selten, aber das kann man von hier aus nicht beurteilen.

Meistens muss man aus der Wohnung raus, weil die einfach während der Arbeiten unbewohnbar ist. Es ist ein Gebäudezerstörer! Gesundheitliche Schäden sind NICHT nachgewiesen.

Die Meldepflicht besteht deswegen, weil er die Statik des Hauses bedroht und NUR Fachfirmen mit der Beseitigung beauftragt werden dürfen.

So ein Haus reißt man auch nicht ab. Wenn der Schwamm so massiv auftrittt, hat man die Schaden am Haus die zum Schwamm führen auch vorher tatkräftig ignoriert. Sonst tritt der nur partiell auf, z.B. an den Balkenköpfen und kann ohne weiteres saniert werden.

Aber das Alles kommt auf den Einzelfall an.

Insolvenz ** und **Ruine

Die Eigentümergemeinschaft geht in die Insolvenz und damit jeder Miteigentümer in die private Insolvenz.

Da die Handwerksfirmen nicht mehr bezahlt werden können, werden diese gegenüber der Gemeinschaft als Verband nicht mehr tätig. Wenn einzelne Miteigentümer ihr Sondereigentum noch instandsetzen lassen und das bezahlen, ändert das nichts am Verfall der Einrichtungen am Gemeinschaftseigentum.

Die Abrisskosten wird ebenfalls kein Miteigentümer bezahlen können. Die Gebäude verfallen halt. So lange sie die öffentliche Sicherheit nicht gefährden, bleibt alles so wie es ist bzw. wird - Ruine!

Oder es findet sich ein Investor, der die Gemeinschaft für einen symbolischen Euro übernimmt?! Interesse am Grundstück - Abriss - Neubau...Ihr lebt dann irgendwo zur Miete, oder so................

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