Abmahnung wegen offen stehendem Fenster

5 Antworten

Ich würde die Sache auf ganz kleiner Flamme kochen. Klar, der Vermieter durfte nicht ohne deine Zustimmung in's Zimmer. Er hat aber versucht, dich zu erreichen. Er durfte auch keinen Schl. ohne dein Wissen zurückbehalten, oder wusstest du das und warst einverstanden? Er hat hier jedenfalls nicht in böser Absicht gehandelt. Ich empfehle dringend, die Sache auf sich beruhe zu lassen. WARUM: Dein Vermieter darf dir mit 6 Monaten Kündigungsfrist kündigen, das ohne Begründung (Sonderkündigungsrecht gemäß § 573a BGB). Das würde er genau tun, wenn du jetzt die Keule schwingst. Statt dessen kauf dir eine Einbausicherung (Schließzylinder) und wechsle diesen mit dem jetzigen. Heb den alten mit allen Schlüsseln gut auf, musst ihn vorm Auszug (irgendwann) wieder einbauen. Als: Schweige und folge meiner Empfehlung..

Tatsächlich gelten in Einliegerwohnungen mit Vermieter im Haus ganz andere Spielregeln :-O

Es muss es als Eigentümer und Bewohner keinesfalls hinnehmen, Heizenergie zu verschwenden, die mlgw. pauschal kakuliert wurde noch muss er Gelegenheits- oder Einbruchsdiebstahl auch seines Besitzes billigend in Kauf nehmen oder eine erhebliche Beschädigung des Fensters, schlüge es selbst bei Durchzug einer geöffneten Vordertür gewaltsam zu, dulden :-O

Und darf diese Verletzung selbstverständlicher mietvertraglicher Obliegenheit auch mit einer Abmahnung künftig unterbunden verlangen, auch wenn ich der Meinung bin, eine Verwarnung einer vermuteten Nachlässigkeit hätte hier auch gereicht :-O

Ich wage daher zu bezweifeln, dass hier widerrechtliches Betreten als Hausfriedensbruch verfolgt würde, wo tatsächliche konkrete Gefahrenabwehr vorgenommen wurde :-)

Kann dir aber versichern, dass er gem. § 573a Abs. 1, Abs. 2 BGB mit verlängerter Frist ohne Angaben von Gründen kündigen darf, wenn du ihm da uneinsichtig kommst oder gar die Strafrechtskeule auspackst :-O

Es bleibt dir unbenommen, den Zylinder deiner eigenen Zugangstür auszutauschen und bei Auszug wieder zurückzubauen.

Ansonsten sei dir geraten, dich an die Regeln zu halten, um nunmher keine fristlose Kündigung gem. § 543 Abs. 2 Nr. 2 BGB in Kauf zu nehmen :-O

G imager761

Und kann ich diese Abmahnung ablehnen, wegen Hausfriedensbruch seinerseits.

Ob es sich hierbei tatsächlich um einen Hausfriedensbruch handelt, sei dahingestellt und muss im Zweifel von einem Richter entschieden werden.

Ich bin mir da nicht so sicher und würde das Betreten vielleicht mit "Gefahr in Verzug" begründen. Hier stellt sich aber die Frage ob das Fenster auf Kipp stand oder komplett geöffnet war.

Es regnete, stürmte oder schneite nicht!

Niedrige Außentemperaturen könnten da schon ausreichen. Weiterhin ist hier ggfs. eine erhöhte Einbruchsgefahr vorhanden.

Ansonsten würde ich einer Abmahnung erst einmal nicht so viel Bedeutung zukommen lassen. Hältst Du dich künftig an die Spielregeln, hat diese überhaupt keine Auswirkungen.

Ansonsten verweise auch ich an die erleichterten Kündigungsmöglichkeiten des Vermieters nach § 573a BGB.

Und kann ich diese Abmahnung ablehnen, wegen Hausfriedensbruch seinerseits.

Natürlich kannst Du das. Und schon mal anfangen nach einer anderen Wohnung zu suchen.

Die Konstellation das Du mit dem Vermieter gemeinsam in einem 2FH wohnst macht es ihm, dem Vermieter, ganz einfach Dir zu kündigen.

Also den Ball schön flach halten.

Eine Ablehnung würde Dir auch gar nichts nützen. Wenn er Dich im Wiederholungsfall fristlos kündigen will, wird er sich auch auf die abgelehnte Abmahnung beziehen, denn schließlich war der Inhalt, also geöffnetes Fenster bei aufgedrehter Heizung gegeben.

Eine Anzeige nützt Dir nichts und macht der Polizei nur Arbeit. Einstellung des Verfahrens nach Abwägung der Interessen beider Seiten wäre höchstwahrscheinlich die Folge. Schließlich hat die Polizei besseres zu tun.

Erstens. Dein Vermieter darf keinen Schlüssel von Deiner Wohnung haben (es sei denn Du gibst Ihn diesen für den Notfall). Zweitens: Es geht Deinen Vermieter nicht an, wann und ob Du Deine Fenster öffnest. Anmerkung: Wahrscheinlich hat er Angst vor einem Einbruch. Drittens: Eine Abmahnung ist in diesem Fall nicht rechtskräftig (gar nicht zulässig). Viertens: Such Dir schnell eine andere Wohnung, weil mit dem Vermieter kommst Du auf die Dauer sowieso nicht klar. (Mein eigner Rat an Dich).

Drittens: Eine Abmahnung ist in diesem Fall nicht rechtskräftig (gar nicht zulässig).

Begründung?

Die ganze Antwort kannst Du in die Tonne treten:

Natürlich darf der Vermieter einen Schlüssel haben, wenn man das von Anfang an so vereinbart hat.

Es geht dem Vermieter sehr wohl was an. Z. B. wegen erhöhter Einbruchgefahr, z. B. weil es eine Einliegerwohnung ist und möglicherweise vereinbart wurde, dass Heizkosten nach m² umgelegt werden. Damit wäre der Vermieter dennoch extrem belastet, wenn die Heizung dann den ganzen Tag auf volle Touren läuft.

Eine Abmahnung deswegen ist sehr wohl rechtskräftig und zulässig. Es handelt sich um eine Vertragsverletzung, wenn man in EG-Lage die Wohnung bei offenem Fenster verläßt und sie somit das Haus in erhöhte Gefahr bringt. Sicher würde eine zweite Abmahnung aus gleichem Grund noch nicht für eine fristlose Kündigung reichen, aber bei dreimal innerhalb kurzer Zeit würde das wahrscheinlich durchgehen. (Mal ganz vom besonderen Kündigungsrecht des Vermieters abgesehen.)

@bwhoch2

Es handelt sich um eine Vertragsverletzung, wenn man in EG-Lage die Wohnung bei offenem Fenster verläßt und sie somit das Haus in erhöhte Gefahr bringt.

Schwachsinn, das ist die Sache des Mieters wenn ihm dort etwas geklaut wird, und wenn seine Versicherung wegen Fahrlässigkeit nicht zahlt ist dies auch Pech des Mieters.
Ebenso haftet der Mieter wenn etwas beschädigt wird.

Dies alles gibt aber dem Vermieter nicht das Recht in die Wohnung des Mieters einzudringen.

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