Dies ist durchaus rechtens. Ein Vermieter kann sich seinen Mieter frei aussuchen. Er ist nicht verpflichtet, dir die Wohnung zu geben. Jedoch muss er sich an das geltende Recht halten. Und in diesem ist festgeschrieben, dass der Vermieter maximal 3 Monatskaltmieten als Sicherheit verlangen darf. D. h. wenn er statt der Kaution die Bürgschaft deiner Eltern verlangt ist alles rechtens. Wenn er jedoch die volle Kaution von 3. Monatskaltmieten zuzüglich der Mietbürgschaft verlangt, ist dies nicht korrekt. Das Problem: Du bekommst die Wohnung anders nicht (oder du müsstest ihm nachweisen, dass du die Wohnung nur aufgrund dieser Tatsache nicht erhalten hast. Und das ist nahezu unmöglich). Daher zwei Ratschläge:

  1. Wenn deine Eltern dir die Bürgschaft geben, dann mach es doch einfach. Deine Eltern werden schon wissen, ob sie dir vertrauen können oder nicht.
  2. Lass deine Eltern die Bürgschaft unterschreiben, zahle die Kaution und ziehe ein. Danach können deine Eltern die Bürgschaft kündigen, da der Vermieter ja bereits die Kaution hat (in diesem Fall muss das Maximum der Kaution jedoch bereits ausgeschöpft sein). Stelle dich aber auf Ärger mit dem Vermieter ein. Was rechtlich OK ist, muss dieser noch lange nicht gut finden.
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Ich würde dir empfehlen, dir vom Vermieter genauere Unterlagen zu den Kosten aushängien zu lassen. Auf der Nebenkostenabrechnung steht etwas von Techem Abrechnungsservice. Hierbei handelt es sich vermutlich um den Ablesedienst für Heizung und Warmwasser. Lass dir dort die genauen Abrechnungsunterlagen zeigen. Dort stehen genauere Daten zu Ablesezeitpunkten und Werten.

 

Ein Preis von 20 EUR pro Kubikmeter Warmwasser kommt mir auch sehr hoch vor, aber nichts ist unmöglich. Im Zweifel geh mit den Unterlagen zum Mieterverein und lass dich beraten.

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Also deine Ansprüche bezüglich des ALG I verfallen nicht, sondern laufen nach einem eventuellen Ende des Jobs weiter. Es erfolgt jedoch ggf. eine Neuberechnung der Höhe, wenn sich dein Gehalt verändert.

Deine Begründung, dass der Job ja nur rund ein halbes Jahr läuft wird man wohl nicht akzeptieren.

Bei der Bezahlung sieht es so aus, dass dir zumutbar ist, dass du innerhalb der ersten drei Monate einen Job annimmst, der maximal 20 Prozent dir weniger einbringt, als der Job vor der Arbeitslosigkeit.

Ein paar weitere Informationen findest du z. B. hier:

http://www.alkv-loeb-zit.de/docu/info4.pdf

 

 

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Pausenzeitenregelung: Welche Abzüge sind rechtens?

Hallo zusammen!

Ohne große Umschweife geht es mit den äußeren Umständen los (was man zum Sachverhalt wissen muss): Ich bin Dualstudentin mit Auszubildendenstatus. Das bedeutet, ich studiere quasi ganz normal auf Vollzeit, arbeite in den Semesterferien / während der Vorlesungsfreien Zeit, bekomme jeden Monat eine Ausbildungsvergütung und zahle keine Steuern, aber Sozialversicherungen.

Um mein Gehalt aufzubessern, habe ich für die Ferien neben dem normalen 40h-Job in meinem Betrieb noch einen Kellnerjob angenommen, auf 450€-Basis, unbefristet, 9,50€ die Stunde.

Als meine erste Abrechnung kam, fehlten mir 53,84€. Meine Stunden habe ich mir aufgeschrieben und sie sind auch im System verzeichnet. Daher sprach ich die Restaurantleiterin an, wie der Fehlbetrag zustande käme. Sie hatte die Abrechnung noch nicht vorliegen, erklärte aber, dass man versehentlich mit 8,50€ gerechnet hatte, dazu kamen Steuerabzüge. Da dann immer noch etliche Euros fehlten, erreichte mich wenig später eine Nachzahlung von 27,20€, was insgesamt immer noch 26,64€ zu wenig waren.

Sie erklärte, dass im Restaurant die Regelung vorhanden sei, dass nach 4,5h eine halbe Stunde Pause abgezogen wird. Ich konnte dies nicht prüfen, da im Vertrag kein entsprechender Paragraph verzeichnet ist und auch kein Betriebsrat existiert. Diese besagte halbstündige Pause habe ich jedoch kein einziges Mal vollständig genutzt. Ich durfte mich zwischenzeitlich an einigen Tagen für 5, maximal 10 Minuten in die Küche oder auf den Hof setzen, aber wirklich Pause war das auch nicht, da es ja direkt mit dem Stress weiterging.

Mir ist klar, dass das in der Gastronomie normal ist. Aber habe ich das Recht, mir mein Geld zu erkämpfen? Für eine Studentin mit Auszubildendenvergütung ist das viel Geld. Ich habe keine halbe Stunde Pause gemacht. Ich lasse mir gerne 15 Minuten abziehen, wenn es die Inhaber glücklich macht, aber 30 Minuten sind zu viel. Das wären 19€, von denen ich für MINDESTENS 9€ noch gearbeitet habe.

Und das ist nur der erste Monat, wer weiß, wie es bei den übrigen aussieht, wo ich viel mehr und öfter länger als 4,5h gearbeitet habe - die Abrechnung steht nächste Woche an, daher möchte ich vorbereitet sein.

Darf ich das mit mir machen lassen? Bin für jeden Rat dankbar! :)

LG Jessi

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Die gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden in den vorhergegangenen Antworten bereits zur genüge diskutiert.

Die Frage ist jetzt natürlich, wie du auf deine Situation reagieren kannst oder solltest. Das grundsätzliche Problem sehe ich erst mal nur in der Tatsache, dass du von der Pause nach viereinhalb Stunden nicht wusstest und diese aus diesem Grund auch nicht in Anspruch genommen hast. Somit fehlen dir die 26,64 EUR. Ich kann gut nachvollziehen, dass dies aus deiner Sicht ungerecht ist und sie dir durchaus zustehen (sollen). Du solltest im ersten Schritt nun noch mal auf deine Chefin zugehen und fragen, ob man sich mit dem Geld irgendwie einigen kann.

Danach kannst du natürlich versuchen, über andere Wege an dein Geld zu kommen, solltest aber immer dran denken, dass das Arbeitsverhältnis danach sicherlich nicht mehr so ideal sein wird. Da solltest du dir die Frage stellen, was dir wichtiger ist.

Für für die Zukunft ist die Sache jedoch klar. Wenn dein Arbeitgeber eine halbe Stunde Pause nach viereinhalb Stunden verlangt, dann musst du dich daran halten. Du hast im Gegenzug aber natürlich auch das Recht diese einzufordern.

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Eines vorab: Ich würde dir empfehlen, bezüglich dieses Vorgangs und den hohen Beträgen empfehlen, einen Steuerberater zu konsultieren.

Der kostet zwar ein paar Euro, spart euch aber hinterher vermutlich unter dem Strich den ein oder anderen Euro mehr.

Mir persönlich fallen hier zwei Dinge ein:

Zum einen die Nutzung der Fünftel-Regelung. Hier wird bei der Berechnung ein fünftel der Abfindungssumme auf dein Jahreseinkommen drauf gerechnet und dann die Steuerdifferenz zu deinem Jahreseinkommen ohne Abfindung mit fünf multipliziert. D. h. die Abfindung wird fiktiv auf fünf Jahre verteilt. Hierdurch kann man je nach Grenzsteuersatz etwas sparen.

Zum anderen könnte es sich lohnen, dass ihr im Jahr der Abfindungszahlung auf die gemeinsame Veranlagung verzichtet und jeder für sich eine Steuererklärung macht. Hierdurch verringert sich dein Grenzsteuersatz, da du weniger verdienst. Hierdurch wird die fünftel-Regelung noch attraktiver.Am attraktivsten würde es aus steuerlicher Sicht meiner Ansicht nach aber folgendes Modell für dich aussehen. Du lässt dir die Abfindung plus die Gehälter für das Jahr 2017 komplett als Abfindung Anfang 2017 auszahlen. In 2017 würdest du dann komplett auf eine weitere Arbeit verzichten. Hierdurch wäre der Steuerspareffekt im Zusammenspiel mit der fünftel-Regelung maximal. Du solltest hier aber beachten, dass du in diesem Fall natürlich nicht Sozialversichert bist und somit auch wieder Nachteile entstehen können.


Trotzdem ein kurzes Beispiel:

Verdienst in 2017 20.000 EUR+70.000 EUR, Abfindung Auszahlung komplett in 2017, Gemeinsame Veranlagung: Bei 50k Abfindung Brutto bleiben ca. 28.811 EUR

Verdienst in 2017 20.000 EUR, Abfindung Auszahlung komplett in 2017, Einzelveranlagung: Bei 50k Abfindung Brutto bleiben ca. 34.400 EUR

Verdienst in 2017 0 EUR, Abfindung Auszahlung komplett in 2017, Einzelveranlagung: Bei 70k Abfindung Brutto bleiben ca. 64.300 EUR

Unberücksichtigt bleibt hier, dass die jeweiligen Modelle durchaus auch andere Nachteile haben (Mann zahlt in dem Jahr wiederum mehr Steuern, weil er die 70.000 EUR nach Lohnsteuerklasse I versteuern muss, ...), bzw. ggf. auch andere rechtlichen Probleme entstehen können. Daher der dringende Tipp mit dem Steuerprofi.

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Was sollte es denn für ein BGH-Urteil geben? Wenn du einen Käufer für den Preis findest, kannst du dies natürlich machen.

Wenn dich hier der steuerliche Aspekt interessiert, dann könntest du alle Kosten dem Verkaufspreis gegenüberstellen. Der Gewinn muss (falls nicht zweiweise selbstbewohnt) versteuert werden.

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Hmm... Eines verstehe ich gerade nicht. Seid ihr nun eine Erbengemeinschaft oder gehört jedem ein Teil der Fläche? Ich gehe mal von ersterem aus. In diesem Fall kannst du gar nicht ohne "deinen Teil der Fläche" verkaufen. Wenn es keine Einigung über den Verkauf gibt und trotzdem jemand raus will, wird "einfach" die Zwangsversteigerung angesetzt und der Erlös entsprechend aufgeteilt. Dies ist meist aber der schlechteste Weg.

Wie ihr am besten verhandeln solltet, wird dir hier niemand sagen können. Verhandeln ist sicher nie schlecht, aber wie eure Karten stehen werdet ihr dann sehen.

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Gehe auf deinen Ansprechpartner beim Jobcenter zu. Wenn du nicht selbst gekündigt hast oder die Kündigung nicht fahrlässig verursacht hast, müsste das Jobcenter für den Umzug aufkommen. Du solltest nur zusehen, dass du dich auf die Suche nach einer neuen Wohnung machst. Die Miete werden, wenn du im Kostenrahmen bleibst, ja wie bisher übernommen. Evtl. kann dir auch hier das Jobcenter Hilfe bzw. Ansprechpartner bieten, wie du vielleicht an eine Sozialwohnung kommen kannst.

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Ich rate dir von Reiseschecks ab. AMEX hat den Verkauf dieser zum Ende letzten Jahres in Deutschland auch eingestellt. Ich weiß nicht genau, ob sie trotzdem noch über andere Wege zu erhalten sind, aber es wird auch immer schwieriger diese (auch im Ausland) einzulösen.

Das Mittel deine Wahl sollte eine Kreditkarte sein. Hier sind die Gebühren i. d. R. auch nicht höher als bei Reiseschecks. Die EC-Karte kannst du in Indien aber tatsächlich vergessen.

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Nette Idee, aber da gebe ich dir keine großen Chancen.

Wenn sich baulich oder organisatorisch im Fitnessstudio nicht maßgeblich etwas verändert hat, dann hätte dir dies bereits beim Probetraining auffallen können. Es steht ja vermutlich in deinem Vertrag keine Zusicherung eines entsprechenden maximalen Lärmpegels. Auch gesetzlich sehe ich da keine Chance, es sei denn, wir sprechen von dauerhaften Lärmbelastungen jenseits der gesundheitlichen Unbedenklichkeit.

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Die Umschuldung wird hier kein Problem sein (zumindest was die Baufinanzierung angeht, ansonsten kann die Ablösung der bestehenden Kredite schon ein Problem sein, da ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen). Ehr schon die Tatsache, dass du überhaupt Schulden hast. Grundsätzlich solltest du davon ausgehen, dass deine Schuldenfähigkeit bezüglich der Baufinanzierung sich mindestens um die genannten 31.000 EUR reduziert.Was habt ihr denn damals durchfinanziert bekommen? Nur das Grundstück? Oder habt ihr euch bereits die Finanzierung eines entsprechenden Neubaus durchrechnen lassen (bzw. ggf. hier auch schon vertraglich etwas vereinbart. Ich sehe nämlich ein zweites Problem bei der Finanzierung des Hauses (da vermutlich auch kein oder nur ein sehr geringes Eigenkapital vorhanden ist, sonst hättest du vermutlich ja auch nicht die Schulden in der Höhe). Falls ihr nämlich den Neubau nicht bei der gleichen Bank finanzieren wollt, wird die andere Bank euch nur ein Nachrangdarlehen (2. Grundschuld-Rang im Grundbuch) anbieten können. Und dieses wird nicht gern gemacht (zumindest nicht mit ausreichend Eigenkapital) bzw. ist dann gleich einiges teurer.

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Wenn du das Zimmer alleine und ausschließlich für die Arbeit nutzt, dann kannst du es auch voll in der Steuererklärung angeben. Wie ihr es mit der Aufteilung der Kosten eurer Wohnung handhabt, ist euch überlassen und interessiert das Finanzamt nicht.

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Die Frage ist tatsächlich, ob du den Makler zur Suche beauftragt hast oder die Wohnung z. B. in einem Immobilienportal oder einer Zeitung gefunden hast (in diesem Fall hat wohl der Vermieter bereits den Makler beauftragt und dieser muss ihn auch zahlen).

Ich vermute jetzt gerade, dass letzteres der Fall ist und der Makler eine zusätzliche Gebühr verlangt. Ist dem so, ist dies nicht rechtens, du wirst jedoch ohne deren Zahlung vermutlich die Wohnung nicht erhalten.

Mein Tipp. Wenn du die Gebühr zahlen kannst und an der Wohnung interesse hast, dann zahle sie und lass danach überprüfen (z. B. beim Mieterverein), ob die Gebühr berechtigt ist. Falls nein, kannst du sie zurückverlangen.

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Preise in Internetshops sind genauso wie Preise in Geschäften erstmal als "unverbindliches Angebot" zu sehen. Sie können an der Kasse ggf. noch korrigiert werden.

In einem Internetshop sieht das so aus, dass die Bestellung selbst i. d. R. nur als Angebot deinerseits gesehen wird. Erst mit der Bestellbestätigung (meist per Mail) wird das Angebot auch vom Shop angenommen. Solltest du diese bereits bekommen haben und es keinen Vorbehalt zu einer eventuellen Preiserhöhung geben, liegt ein gültiges Rechtsgeschäft vor. Grundsätzlich wäre dieses vor Gericht auch durchsetzbar.

Erstmal sitzt der Shop aber am längeren Hebel. D. h. wenn er nicht liefert, müsstest du ihn im Zweifel verklagen. Ob sich das Risiko bei der Preiserhöhung lohnt wirst du selbst entscheiden müssen. Aber die Lieferung mit Fristsetzung anzumahnen ist durchaus ein Versuch wert.

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Mal eine einfache Gegenfrage: Was stört es dich, dass dein Sohn automatisch abgemeldet wurde? Wenn es hier um die Bezug von Kindergeld geht, dann ist das eh eine ganz andere Sache. Damit dein Sohn auch weiterhin Kindergeldberechtigt ist, muss der Auslandsaufenthalt (inkl. dem dortigen Schulbesuch) bei der Kindergeldkasse gemeldet werden. Dann wird auch im Ausland weitergezahlt.

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