Kaufangebot an Erbengemeinschaft - Landwirtschaftlicher Grundbesitz?

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4 Antworten

Kolunorum:

Vorweg einige Anmerkungen:

Die Erbengemeinschaft ist nicht auf Dauer angelegt, sondern auf Auseinandersetzung gerichtet. Die Erbengemeinschaft ist als Gesamthandgemeinschaft und nicht als Bruchteilsgemeinschaft gestaltet. Der Erbengemeinschaft gehört der Nachlass in gesamtschuldnerischer Verbundenheit.

Der Miterbe kann über seinen Erbteil verfügen (§ 2033 BGB), also durch
Rechtsgeschäft auf einen anderen übertragen. Er kann bereits seinen
Erbteil wirtschaftlich verwerten, solange der Nachlass noch ungeteilt
ist. Ein Käufer wird aber kaum zu finden sein, es sei denn, dass
ein Miterbe Interesse zeigt.

Jedem Miterben bleibt aber freigestellt, beim Amtsgericht, in dessen Bezirk der Acker liegt, die Teilungsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft zu beantragen (§ 180 ZVG). Eine Vollstreckungstitel ist nicht erforderlich.

Ich würde demjenigen, der sich gegen einen freihändigen Verkauf permanent sträubt, meinen Anteil zum aktuellen Verkehrswert anbieten und nicht bis zu fünf Jahre warten wollen, bis ein durch Kosten reduziertes mageres, vermutlich unbefriedigendes Zwangsversteigerungsergebnis vorliegt. Jeder Miterbe hat ein Vorkaufrecht.

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Hmm... Eines verstehe ich gerade nicht. Seid ihr nun eine Erbengemeinschaft oder gehört jedem ein Teil der Fläche? Ich gehe mal von ersterem aus. In diesem Fall kannst du gar nicht ohne "deinen Teil der Fläche" verkaufen. Wenn es keine Einigung über den Verkauf gibt und trotzdem jemand raus will, wird "einfach" die Zwangsversteigerung angesetzt und der Erlös entsprechend aufgeteilt. Dies ist meist aber der schlechteste Weg.

Wie ihr am besten verhandeln solltet, wird dir hier niemand sagen können. Verhandeln ist sicher nie schlecht, aber wie eure Karten stehen werdet ihr dann sehen.

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uns geht es genau so aber mein Bruder und ich bekommen nur Pflichtanteile auch Ackerland aber die Summe ist noch höher der Bruder hat das vor Kaufrecht hat aber kein Geld er soll Kredit auf nehmen weis nicht wie bei Euch die Lage ist?

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Normalerweise dürfen landwirtschaftliche Flächen nur an Landwirte verkauft werden. Die Zahl der Kaufangebote dürfte sich damit in Grenzen halten und überhöhte Preisangebote durch Zahnärzte und andere landwirtschaftsfremde Geldanleger entfallen ganz.

Erwerben aus der Erbengemeinschaft kann die Agrargenossenschaft nur den "ideellen" Anteil (=Bruchteil am Gesamtobjekt) eines Miterben. Wenn ihr das gelingt, kann sie, wie auch jedes andere Mitglied der Erbengemeinschaft, die Zwangsversteigerung des Gesamtobjekts betreiben und bei der Versteigerung das ganze Objekt erwerben. 

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