Hallo,

alle Steuererklärungen werden grundsätzlich chronologisch nach Eingangstag abgearbeitet. Einzig sog. ELSTER-Erklärungen (elektronisch übermittelte Steuererklärungen) werden i.d.R. bevorzugt und relativ zeitnah nach Erklärungseingang bearbeitet um hier einen Anreiz für die elektronische Übermittlung zu schaffen.

Wie lang die Bearbeitung der Steuererklärung selbst, also die Prüfung der Besteuerungsgrundlagen usw., benötigt, ist natürlich aber einzelfallabhängig und kann wenige Minuten bis - besonders bei Schriftverkehr - mehrere Wochen in Anspruch nehmen.


Am schnellsten können Steuererklärungen übrigens in den Monaten Juni/Juli bis September/Oktober bearbeitet werden, da hier urlaubsbedingt die wenigsten Steuerberater Steuererklärungen einreichen. Am längsten dauert die Bearbeitung in den Monaten Dezember bis Mai, da hier die meisten Steuerberater ihre Erklärungen abgeben.

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Kurz und knapp: Ja das geht!

Du kannst jeden zurückgelegten Kilometer (also Strecke zum Arzt und zurück) mit 30 Cent ansetzen.

Alternativ kannst du natürlich auch den entsprechenden Bus-/Straßenbahnfahrschein angeben.

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Hallo,

wird bei euch die Kirchensteuer separat durch Kirchensteuerämter festgesetzt?


In diesem Fall gehe ich davon aus, dass der Einkommensteuer als sog. Grundlagenbescheid für den Kirchensteuerbescheid ergeht. Die Einkommensteuerfestsetzung ist also bindend für die Kirchensteuerfestsetzung.


Sofern die Kirchensteuer aufgrund eines falschen Einkommensteuerbescheides falsch berechnet wurde, musst du gegen den Einkommensteuerbescheid selbst Einspruch einlegen. Dies geht allerdings nur innerhalb der Einspruchsfrist des Einkommensteuerbescheides, welche anscheinend anbgelaufen ist.


Ist die Kirchensteuerfestsetzung aufgrund eines Fehlers des Kirchsteueramtes falsch, kannst du hiergegen immernoch Einspruch einlegen.

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Hallo,

was dein Stundungsantrag angeht hast du Recht, der würde dir abgelehnt werden.

Zu den Folgen verspäter Zahlung:

  • Zunächst entstehen Säumniszuschläge i.H.v. 1 % der offenen Beträge zu Beginn jedes Monats der Säumnis. Zum 1. August hin sind also bereits 2 Monate angebrochen und es fallen 2 % Säumniszuschläge an.

  • Des weiteren kann nach erfolgter Mahnung + Vollstreckungsankündigung die Vollstreckung in dein Vermögen erfolgen. Das kann eine Kontopfändung, Lohnpfändung oder Sachpfändung durch den Vollziehungsbeamten sein. Diese Schritte werden nach der Vollstreckungsankündigung nicht noch einmal angekündigt und kosten dich ebenfalls Gebühren, die auf die Steuerschuld aufgeschlafen werden!

  • Steuererklärungen für Folgejahre können bevorzugt angefordert und mit einem Zwangsgeld vorzeitig beigetrieben werden.

Ruf das Finanzamt an und treffe mit der Vollstreckungsstelle dort eine Zahlungsvereinbarung. Andernfalls kann's wirklich unschön ausgehen!

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Hallo,

theoretisch hast du unbegrenzt Zeit dafür! Wichtig ist: Die Steuererklärung gilt erst dann beim Finanzamt abgegeben, wenn das Formular beim Finanzamt eingegangen ist.

Wenn du also irgendwelche Fristen wahren musst, dann ist dafür entscheidend die Abgabe des Formulars und nicht das Datum der Datenübermittlung!

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Hallo,

das steuerliche hat mit der Gewerbeanmeldung nichts zu tun. Leider kann ich dir zur Gewerbeanmeldung auch keine weiteren Informationen geben, da das nicht mein Fachgebiet ist. - Ich weiß nur, dass hier ggf. eine Ordnungswidrigkeit vorliegen kann, wenn ein Gewerbe nicht angemeldet wird.

Nun zum steuerlichen:

Im einkommensteuerlichen Sinne gewerblich tätig bist du nur, wenn du dein Gewerbe nachhaltig betreibst. Von einer Nachhaltigkeit kann ausgegangen werden, wenn du häufiger gegen Bezahlung arbeitest und jeder Außenstehende denken würde, dass du gewerblich tätig bist. Dies kann bspw. bei 1-2 Aufträgen im Monat gegen Bezahlung schon der Fall sein.

Wenn du sonst nur hobbymäßig fotografierst und kein Geld dafür nimmst, dann bist du nicht gewerblich tätig. Auch nicht, wenn du jetzt nur einmalig Geld dafür bekommst.

Eine Rechnung brauchst du in diesem Fall nicht stellen. Du kannst jedoch - bei Bedarf - eine Quittung ausstellen, auf der du jedoch auf keinen Fall Umsatzsteuer ausweisen darfst.

Noch ein weiterer Hinweis:

Gemäß einer sog. Härtefallregelung sind die Einkünfte - auch wenn du gewerblich tätig bist - bis zu einer Höhe von 410 € im Jahr steuerfrei.


Bei weiteren Fragen einfach mal kommentieren! :)

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Hallo,

Genossenschaftsbanken basieren historisch auf Banken, die bestimmte Arbeits- und Wirtschaftszweige für sich selbst aufgebaut haben.

Genossenschaftsbanken bieten oft kostenlose Girokonten, sind jedoch oft nicht so häufig vertreten wie privatbanken. Gerade in kleineren Städten wirst du keine Filialen einer Genossenschaftsbank finden, was sich durch die Mitgliedschaft in Vereinigungen wie "CashPool" und "CashGroup" aber wieder relativiert.


Ich persönlich bin auch Mitglied einer Genossenschaftsbank und besitze auch Geschäftsanteile (in meinem Fall die Mindesteinlage von 15 €). Da ich erst kurz Mitglied bin, kann ich über die Finanzierung noch nichts sagen.

Meine Baugenossenschaft verzinst die Mietkaution allerdings mit 10-12 % im Jahr - und das will schon einiges heißen!


Außerdem habe ich bei Genossenschaftsbanken den Vorteil erlebt, dass die Vertriebssysteme noch nicht so ausgebildet sind.

Das heißt, dass ich hier nicht ständig nach Versicherungs- und Kreditabschlüssen gefragt werde, was bei meiner vorherigen Bank wirklich extrem war.

Also:

Daumen hoch für Genossenschaftsbanken! :)

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Hallo,

bei der Abzugsfähigkeit von Krankheitskosten der eigenen Kinder als außergewöhnliche Belastungen kannst du dich grob danach richten, ob du für die Kinder noch Kindergeld beziehst.

Bekommst du Kindergeld, kannst du die Kosten in deiner Steuererklärung geltend machen. Bekommst du kein Kindergeld mehr, dann kannst du auch nichts entsprechendes mehr geltend machen.


Allerdings gibt's ja auch noch den § 33a EStG, der Unterhaltszahlungen an Unterhaltsberechtigte regelt.

Du bist ggü. deinen Kindern dem Gesetz nach unterhaltsverpflichtet. Zahlungen an deine Kinder (z.B. in Form von Unterstützung bei den Arztrechnungen) sind Unterhaltszahlungen im Sinne des § 33a EStG.

Allerdings gibt's auch hier widerum eine Hürde:

Die Einkünfte deiner Kinder dürfen nicht mehr als 7.680 € bzw. 8.001 € (ab 2009) betragen. Die Einkünfte errechnen sich durch Arbeitslohn abzgl. Werbungskosten.

Liegt der so ermittelte Betrag unter 7.680 €, kannst du die Unterhalszahlungen in deiner Steuererklärung angeben.

Liegen die Einkünfte bspw. bei 8.500 €, dann kannst du die Unterhaltszahlungen nur geltend machen, soweit sie die Zahlungen nur geltend machen, soweit sie den "Mehrbetrag" von 820 € (8.500 € ./. 7.680 € = 820 €) übersteigen.


Die Berechnung des § 33a EStG ist aber nicht ganz einfach. Hol dir hier am besten noch einmal persönlich Hilfe.

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Hallo,

einen Gasanschluss könnt ihr selbstverständlich nur verlangen, wenn er vertraglich zugesichert ist (Mietvertrag) oder sonst irgendeine Vereinbarung besteht.

Sofern nichts gereglt ist, müsst ihr euren Vermieter im Gegenzug sogar fragen, ob ihr den Gasanschluss errichten könnt. Immerhin handelt es sich hier um ne größere Veränderung an der Mietsache.

Was die Kosten angeht, kenn ich mich gut aus - hab das selbst mal vor 3 Jahren machen lassen:

Wenn nen Gasanschluss besteht und z.B. hinter der Wand versteckt ist, dann kostet dich das Freilegen des Anschlusses + Abnahme durch den Schornsteinfeger (der kann dir den Anschluss auch fertig machen, dann brauchste nur 1 Handwerker) kostet das etwa 150 € + Umsatzsteuer.

Je nachdem kommen natürlich noch Kosten für Arbeiten am Mauerwerk und Kosten für den Gasofen dazu.

Hoffe ich konnte helfen...bei Fragen einfach kommentieren!

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Es gibt mittlerweile den standartisierten Vordruck "Anlage EÜR" zur Einkommensteuererklärung. Der Vordruck ist letztendlich aufgebaut, wie eine normale Gewinnermittlung. Unterschrieben werden braucht auf dem Vordruck nichts, weil die Steuererklärung ja bereits unterschrieben ist.

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Hallo,

nach dem Umsatzsteuergesetz sind Gaststättenumsätze mit 19 % Umsatzsteuer zu berechnen. Das liegt daran, dass dem Gast mehr Leistung als das eigentliche Essen geboten wird. Er kann sich dort hinsetzen, das "Ambiente" genießen und die Toiletten nutzen.

Für Verkäufe an Ständen bzw. außerhalb des Restaurants gilt der Steuersatz von 7 % für die Lieferung von Lebensmitteln. - Nur die Getränke werden, bis auf Wasser, auch hier voll mit 19 % besteuert.

McDonalds verwendet elektronische Registrierkassen, die sicherlich auch mit der Buchführung vernetzt sind. Zahlt der Kunde als 5 € für ein Menü, dass er im Restaurant verzehrt, wird der Umsatz mit 19 % Umsatzsteuer verbucht.

Die Steuer rechnet sich dann wie folgt: 5 € Umsatz abzgl. 19/119 = 4,21 € Nettoumsatz. Die Steuer darauf beträgt dann ca. 79 Cent. Die 79 Cent werden von McDonalds im Rahmen der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung dann an das Finanzamt abgeführt.

Nimmst du dein 5 € Menü mit und gibst das an der Kasse an, fallen 7 % Steuer an:

5 € Umsatz abzgl. 7/107 = 4,68 € Nettoumsatz. Die Steuer von 32 Cent zahlt McDonalds wieder an das Finanzamt.

Am Endpreis für dein Produkt ändert sich demnach nichts...nur der Gewinn für McDonalds wird, je nachdem wo du isst, höher oder niedriger ausfallen.

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Hallo,

als Hostesse bist du gewerblich tätig. Sofern du zu einem Einsatzort unterwegs bist, handelt es sich hierbei um eine Dienstreise. Du kannst demnach alle Kosten in Verbindung mit dieser Reise (bis auf die Beschränkung bei Verpflegung) als Betriebsausgaben geltend machen.

Was die Fahrtkosten an sich angeht, kannst du

  • der Einfachheit halber 30 Cent je zurückgelegtem Kilometer ansetzen.

  • Ebenso kannst du auch ein Fahrtenbuch führen. Hierin zeichnest du alle betrieblichen und privaten Fahrten auf und ermittelst somit den Anteil der betrieblichen Fahrten an der Gesamtfahrleistung. Nach diesem Anteil kannst du dann widerum alle Kosten, die im Jahr für das Fahrzeug entstanden sind (Tanken, Reparatur, Inspektion usw.) anteilig als Betriebsausgaben geltend machen.

Eine weitere Möglichkeit wäre noch die 1 %-Regelung, wofür das Fahrzeug aber zu min. 50 % betrieblich genutzt und zum Betriebsvermögen gehören muss - ich denke, dass das in deinem Fall nicht so sein wird und gehe deshalb der Einfachheit halber nicht weiter darauf ein.

Weitere Möglichkeiten der steuerlichen Berücksichtigung von Fahrtkosten bestehen leider nicht.

Beachte auch bitte, dass du die entstandenen Fahrtkosten mit der Erstattung durch die Agentur verrrechnen musst!!!

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