Steuerrecht bei dem Anbieter "Shapeways"

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2 Antworten

Das ist eine Frage der Vertragsgestaltung.

  1. Zuerst schreibst Du: Man kann Shapeways die Lizenz geben, die Modelle im eigenen Namen zu verkaufen. Dafür bekommt man Lizenzgebühren. Das wäre eine sonstige Leistung die in den Niederlanden ausgeführt wird, weil gem. § 3 a Abs. 2 die sontige Leisung, die an einen Unternehmer (Shapeways) ausgeführt wird, dort ausgeführt wird, wo der EMpfänger sein Unternehmen betreibt.

  2. Später schreibst Du, Wie sieht es aus, wenn ich über Shapeways ein Modell zum Kauf anbiete? Das wäre eine Lieferung an den Empfänger. Da ginge es um den Ort der Lieferung

Ich denke Version 1. passt besser. Da würdest Du hier keine Steuer berechnen, bzw. die würden ohne Steuer gutschreiben und müssten selbst im Reverse Charge verfahren zahlen.

Ohne die näheren Details zu kennen, handelt es sich hierbei um einen innergemeinschaftlichen Umsatz.


Bei Geschäften innerhalb des EU-Binnenmarktes gilt unter den Voraussetzungen, dass eine Umsatzsteuer-IDNr. vorliegt Folgendes:

Shapeways erwirbt bei Dir eine Leistung (das Modell) für eine Lizenzgebühr. Du tätigst also einen Umsatz an Shapeways.

Der Leistungsempfänger (Kunde, hier Shapeways) kann den Umsatz als sog. "innergemeinschaftlichen Erwerb" in den Niederlangen besteuern. In diesem Fall entsteht bei Shapeways im selben Moment sowohl ein Umsatzsteueranspruch des niederländischen Staates, als auch ein Vorsteuerguthaben. Der Umsatz ist daher letztlich kostenneutral.


Liegt eine USt-IDNr. nicht vor, ist der Umsatz vom Leistungsgeber (das bist Du) in Deutschland als normaler Umsatz mit 19 % zu versteuern. Shapeways in den Niederlanden hat dann einen Vorsteueranspruch in selbiger Höhe ggü. dem niederländischen Staat/Finanzamt.

Hast du das eigentlich selber verstanden?

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