Wie verrechne ich Umsatz-, Gewerbe- und Einkommensteuer?

Hallo,

ich gehe ab dem 1.1.22 in die Selbstständigkeit, bin aber bereits mitten in dem ersten Auftrag und versuche mir gerade einen Einblick in die zu zahlende Steuer für das Jahr 2022 zu machen.

Meine Frage richtet sich an die Abhängigkeit der verschiedenen Steuerarten; Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Einkommensteuer:

Welche Steuer wird zuerst berechnet?;

Berechne ich zuerst vom Umsatz die Umsatzsteuer und ziehe dann von dem Übriggebliebenen noch einmal die Einkommensteuer ab? Und worauf setze ich die Gewerbesteuer an?

D. h.: Wie werden diese drei Steuerarten miteinander verrechnet? (Daten für den laufenden Auftrag (3 Monate) (keine Kleinunternehmerregelung) - (Für das kommende Beispiel gehe ich davon aus, es bleibt bei diesem Umsatz, sprich, es kommt kein Umsatz mehr hinzu.)

  • Rechtsform: GbR
  • Umsatz: 30.000 EUR
  • Personalkosten: 7.500 EUR
  • Betriebskosten laufend: 200 EUR
  • Betriebskosten einmalig, Material: 300 EUR

Meine Berechnung:

Ganz grob und um auf Nummer sicher zu gehen, gehe ich von 50% aus, die nach Steuern übrig bleiben.

Konkret würde ich es wie folgt berechnen:

1) Berechnung des versteuerbaren Umsatzes (Gewinn vor Steuern):

30.000 EUR (Umsatz)

-7.500 EUR (Personalkosten)

-500 EUR (Betriebskosten)

----------------------------------------

= 22.000 EUR (Umsatz nach Abzug von Personal- und Betriebskosten; Gewinn vor Steuern)

2) Berechnung der Umsatzsteuer:

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

-4.180 EUR (=19% Umsatzsteuer)

---------------------------------------

= 17.820 EUR

3) Berechnung der Gewerbesteuer (Hebesatz 490%, 24.500 EUR Freibetrag):

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

- 24.500 EUR Freibetrag

---------------------------------------

= 0 EUR (Maßgebender Gewerbeertrag)

* Gewerbesteuermesszahl (3,5) * Hebesatz (490%)

----------------------------------------

= 0 EUR

4) Berechnung der Einkommensteuer:

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

Berechnung anhand Grundtabelle und 9% Kirchensteuer

----------------------------------------

= 3.300 EUR Einkommensteuer

- 0 EUR Gewerbesteuer

----------------------------------------

= 3.300 EUR Einkommensteuer

Von 22.000 EUR hätte ich also insgesamt 7.580 EUR (4.180 EUR + 3.300 EUR) zu zahlen, was ca. 35% entspräche. Ist das richtig?

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Habe ich es richtig verstanden: Umsatzsteuer ist die in ausgehenden Rechnungen enthaltene USt, die Vorsteuer ist die in eingehenden Rechnungen (Fremddienstleitung, Material, Betriebskosten, Internet etc.) enthaltene USt?

Ja, das hast Du genau so richtig verstanden.

Das wäre quasi die  Umsatzsteuer vor anmeldung, die monatliche bzw. vierteljährliche Berechnung, die ich dem Finanzamt schicke, richtig?

Ja, das stimmt so.

Und das kommt daher, weil das Finanzamt einem da nicht ganz traut bzw. keine Risiko für den Selbstständigen eingehen möchte, was Nachzahlung etc. angeht?

So würde ich das nicht sehen: das Finanzamt möchte einfach schon zu dem Zeitpunkt das Geld haben, an dem es fließt und nicht erst im schlimmsten Fall über ein Jahr verspätet.

Und die  Umsatzsteuermeldung gilt nur der Korrektur?

Die Umsatzsteuermeldung ist dann die verbindliche Steuererklärung für das Jahr. Die Voranmeldungen haben meines Wissens nach rechtlich keinerlei Relevanz. Und ja in der Praxis, ist das für Dich einfach nur noch die Zusammenfassung mit evtl. kleinen Korrekturen.

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Wie verrechne ich Umsatz-, Gewerbe- und Einkommensteuer?

Hallo,

ich gehe ab dem 1.1.22 in die Selbstständigkeit, bin aber bereits mitten in dem ersten Auftrag und versuche mir gerade einen Einblick in die zu zahlende Steuer für das Jahr 2022 zu machen.

Meine Frage richtet sich an die Abhängigkeit der verschiedenen Steuerarten; Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Einkommensteuer:

Welche Steuer wird zuerst berechnet?;

Berechne ich zuerst vom Umsatz die Umsatzsteuer und ziehe dann von dem Übriggebliebenen noch einmal die Einkommensteuer ab? Und worauf setze ich die Gewerbesteuer an?

D. h.: Wie werden diese drei Steuerarten miteinander verrechnet? (Daten für den laufenden Auftrag (3 Monate) (keine Kleinunternehmerregelung) - (Für das kommende Beispiel gehe ich davon aus, es bleibt bei diesem Umsatz, sprich, es kommt kein Umsatz mehr hinzu.)

  • Rechtsform: GbR
  • Umsatz: 30.000 EUR
  • Personalkosten: 7.500 EUR
  • Betriebskosten laufend: 200 EUR
  • Betriebskosten einmalig, Material: 300 EUR

Meine Berechnung:

Ganz grob und um auf Nummer sicher zu gehen, gehe ich von 50% aus, die nach Steuern übrig bleiben.

Konkret würde ich es wie folgt berechnen:

1) Berechnung des versteuerbaren Umsatzes (Gewinn vor Steuern):

30.000 EUR (Umsatz)

-7.500 EUR (Personalkosten)

-500 EUR (Betriebskosten)

----------------------------------------

= 22.000 EUR (Umsatz nach Abzug von Personal- und Betriebskosten; Gewinn vor Steuern)

2) Berechnung der Umsatzsteuer:

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

-4.180 EUR (=19% Umsatzsteuer)

---------------------------------------

= 17.820 EUR

3) Berechnung der Gewerbesteuer (Hebesatz 490%, 24.500 EUR Freibetrag):

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

- 24.500 EUR Freibetrag

---------------------------------------

= 0 EUR (Maßgebender Gewerbeertrag)

* Gewerbesteuermesszahl (3,5) * Hebesatz (490%)

----------------------------------------

= 0 EUR

4) Berechnung der Einkommensteuer:

22.000 EUR (Gewinn vor Steuern)

Berechnung anhand Grundtabelle und 9% Kirchensteuer

----------------------------------------

= 3.300 EUR Einkommensteuer

- 0 EUR Gewerbesteuer

----------------------------------------

= 3.300 EUR Einkommensteuer

Von 22.000 EUR hätte ich also insgesamt 7.580 EUR (4.180 EUR + 3.300 EUR) zu zahlen, was ca. 35% entspräche. Ist das richtig?

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So wie ich das lese, schwimmst Du einfach nur noch bei der Funktion der Umsatzsteuer. Den Rest hast Du, denke ich, bereits ganz gut durchdacht.

Die Umsatzsteuer funktioniert wie folgt: Du schreibst eine Rechnung über sagen wir 1000 € netto und berechnest zusätzlich 190 € Umsatzsteuer. Somit überweist Dein Kunde Dir 1190 €. Davon schuldest Du dann dem Finanzamt die 190 € Umsatzsteuer. Sprich, die Umsatzsteuer wird von Deinem Kunden bezahlt und Du führst sie nur für diesen an das Finanzamt ab.

Weiter kannst Du bei allen Rechnungen, die Du bekommst, Dir die Vorsteuer vom Finanzamt zurückerstatten lassen.

Sprich, für Dich fallen im Zusammenhang der Umsatzsteuer keine Kosten an.

Das ganze läuft in der Praxis dann so ab, dass Du monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung an Dein Finanzamt abschickst. In dieser teilst Du mit, wieviel Umsatzsteuer Du auf Deinen Rechnungen ausgewiesen hast (und somit Dein Kunde an Dich bezahlt hat) und wieviel Vorsteuer Du bezahlt hast. Dann wird einfach gerechnet: Umsatzsteuer - Vorsteuer = zu bezahlender Betrag an das Finanzamt. Und diesen Betrag überweist Du dann monatlich an das Finanzamt.

Für das ganze Jahr machst Du dann eine Umsatzsteuermeldung, in dem alle Umsätze für das Jahr, die umsatzsteuerlich relevant sind eingetragen werden. So werden unterjährige Unschärfen korrigiert (z. B. wenn Du nachträglich im nächsten Monat noch eine Einkaufsrechnung buchst und somit die Vorsteuer im Vormonat gefehlt hat).

Schau mal, hier kannst Du Dich anfangen in das Thema einzulesen. Wobei das Thema Umsatzsteuer durchaus seine Fallstricke hat (viele Ausnahmen, Auslandsregelungen usw. usf.).

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Doch, wie Herr Binder schreibt notierst Du selber in Deinem Kassenbuch den Anfangssaldo, die verkauften Tickets und den eingenommenen Betrag und den Endsaldo für jeden Tag.

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Du bist nicht automatisch Kleinunternehmer für das Finanzamt. Das musst Du dort beantragen.

Dies hat dann zur Folge, dass du keine Umsatzsteuer auf Deinen Rechnungen berechnest und im Gegenzug keine Vorsteuer abziehen darfst.

Diese Vereinfachung führt dazu, dass sich Dein Gewinn evtl. verschmälert, aber Du musst dann auch keine Umsatzsteuervoranmeldungen an Dein Finanzamt senden. Von der Umsatzsteuermeldung für das Gesamtjahr kannst Du Dich auf Antrag vom Finanzamt befreien lassen.

Da musst Du einfach abwägen, ob Du Dich in die Materie einarbeiten möchtest und die Umsatzsteuererklärungen abgeben willst, oder eben die Befreiung (Antrag auf Kleinunternehmer) beim Finanzamt stellst.

Du kannst auch gerne mal beim Finanzamt Deine Frage stellen. Meist helfen Dir die Sachbearbeiter dort ganz gut und freundlich weiter, wenn Du sagst, dass Du keinen Steuerberater hast.

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Was meine Vorredner geschrieben haben, stimmt alles.

Ich möchte nur noch ein Gedanke ergänzen: Wenn Du zur Regelbesteuerung wechselst, musst Du zusätzlich zur EÜR, die Umsatzsteuermeldung einmal im Jahr erstellen und online an Dein Finanzamt abschicken. (als Kleinunternehmer kannst Du Dich von der Pflicht i.d.R. vom Finanzamt auf Antrag befreien lassen)

Im ersten Jahr musst Du vermutlich sogar jeden Monat einen Umsatzsteuervoranmeldung erstellen und abschicken. Diese geht bestimmt rasch per Elster, aber muss eben gemacht werden und man muss sich erst in die Zeilen, die auszufüllen sind, einlesen.

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Nein, Du addierst die Einkommen nicht im Voraus. Das wird über die Einkommensteuererklärung mit den verschiedenen Anlagen wie Hr. Binder geschrieben hat erledigt.

Du musst die Angaben Deiner Lohnsteuerkarte in die Anlage N übertragen und zusätzlich für die Yogalehrer-Tätigkeit alle Einnahmen und Auslagen erfassen und in der EÜR eintragen. Daraus ergibt sich dann der Gewinn aus Deiner Yogalehrer-Tätigkeit, den Du dann in der Anlage S einträgst (ist im Normalfall ein Wert).

Ob Du das alleine machen kannst? Kommt darauf an, inwieweit Du Dich mit der Materie EÜR beschäftigen möchtest. Ein wenig einlesen müsstest Du Dich schon. Oder Du lässt es das erste Jahr einen Steuerberater machen und schaust es Dir mal an, ob Du es Dir für das Folgejahr alleine zutraust.

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kommt auf die Höhe der Umsätze an: sind diese höher als 50.000 € im Quartal, dann monatlich ansonsten eine im Quartal.

Schau mal hier beim BZST nach.

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Rechnungsausstellung an die USA?

Guten Tag,

Ich arbeite auf einer amerikanischen Freelance-Platform, ich werde dort 2x im Monat mithilfe von PayPal in USD von einem amerikanischen Unternehmen bezahlt. Ich bekomme da keine Rechnung von der Firma und bin laut denen selber dafür verantwortlich die Steuern im Land zu bezahlen, kann jedoch von ihnen die nötigen Daten für eine Rechnung bekommen, falls ich sie brauche.

Ich habe ein Gewerbe angemeldet und habe die Kleinunternehmerregelung ausgewählt. Jetzt erstelle ich meine Steuererklärung, und habe ein paar Fragen bezüglich der (eventuellen) Rechnungsaustellung.

1.) Ist es für mich Pflicht in diesem Fall eine Rechnung an das Unternehmen auszustellen, und muss ich sie dann überhaupt dann abschicken in Hinblick darauf dass es schon beglichen wurde oder ist es nur für mich in den Ordner zur Dokumentationszwecken falls der FA nachhaken wurde?

2.) Kann ich nur eine Rechnung für das gesamte Jahr 2020 erstellen und wie kann ich es jetzt datieren? Macht es in dem Fall überhaupt Unterschied falls ich es nicht schicken muss? Habe ich richtig gelesen dass ich nur 6 Monate habe um die Rechnung auszustellen?

3.) Umsatzsteuer darf ich ja sowieso nicht ausweisen aufgrund von der Kleinunternehnerregelung, oder gilt es für die amerikanische Rechnung nicht und ich sollte auf der Rechnung „Reverse Charge“ anmerken? Das verstehe ich nicht ganz..

4.) Brauche ich für solch eine Rechnung in die USA nicht trotz der Kleinunternehmerregelung die UsT-Nr.? Das habe ich irgendwo gelesen dass es nötig sei.. oder reicht da die Steuernummer? Die UsT-Nr. habe ich leider nicht..

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

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und als Einnahmebeleg die PayPal-Bestätigungen der Zahlungen über das ganze Jahr 2020 von dem Unternehmen reichen, sehe ich es richtig?

Ja, das siehst Du so komplett richtig.

warum ist die Kleinunternehmerregelung nachteilig für mich bei leisten von Leistungen an Unternehmen?

Weil Du dann - wenn Du etwas betrieblich einkaufst - keine Vorsteuer vom Finanzamt Dir erstatten lassen kannst. Auf jeder Rechnung, die Du als Kunde erhältst ist im Normalfall die Mehrwertsteuer ausgewiesen. Diese kannst Du dir vom Finanzamt erstatten lassen. Hier gilt: Deine berechnete Umsatzsteuer - Deine gezahlte Vorsteuer = den Betrag, den Du an das Finanzamt bezahlen musst bzw. vom Finanzamt erstattet bekommst. Dazu musst Du dann aber regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen und abgeben. Mehr dazu findest Du z. B. hier.

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Nein, Du musst keine getrennte Rechnungen schreiben. Der Mehrwertsteuersatz bezieht sich dann auf die einzelnen Rechnungspositionen. Sprich bei den einzelnen Produkten / Dienstleistungen musst Du jeweils den korrekten Steuersatz hinterlegen. Die Programme addieren dann die Positionen mit den gleichen Steuersätzen zu den korrekten Beträgen.

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Meinst Du dass bei ausländischen Kunden mit UST-ID, die Steuer entfällt? Ja, denn dann werden die zum Steuerpflichtigen. Das meinte ich mit dem Stichwort Reverse Charge.

Aber wenn diese keine UST-ID haben (Privatkunden) dann ist der Sachverhalt evtl. wieder anders. (Umsatzsteuer ist dann im EU-Ausland steuerbar und benötigt dann den ausländischen Steuersatz).

Vielleicht hilft Dir dazu auch der Link ein wenig weiter. Aber wie gesagt, das Thema wird sehr schnell kompliziert und evtl. lohnt sich hier wirklich ein Steuerberater, um das einmal ordentlich zu klären. Danach kannst Du dann nach Schema F selbst vorgehen.

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a) Plattform = Sitz in Deutschland (-> 19% Ust)
b) Kunde (kann aus jedem beliebigen Land kommen)
c) Käufer (kann aus jedem beliebigen Land kommen)
Vertragsform würde ich so sehen:
1. Käufer (c) kauft beim Kunden (b) (Dieser stellt dann die Rechnung aus, aus dem Beispiel oben wäre das dann ein Preis von 100 EUR + 19 % MwSt + 5,95 EUR (Provision Brutto)

Wenn Kunde und Käufer aus Deutschland kommen, dann sieht 1. wie folgt aus, wenn Du es nicht so kompliziert für den Kunden machen möchtest, wie Du oben schreibst:

Käufer stellt Rechnung an Kunden über 100 € + 19 % MwSt

Wenn Kunde und Käufer aus dem Ausland kommen, kommt es weiter darauf an, ob diese Unternehmer sind oder Privatpersonen und weiter aus dem EU-Ausland oder einem Drittstaat... Hier gelten verschiedene Regeln. Ich glaube, da musst Du Dich entweder richtig tief in die Gesetze einlesen, beim Finanzamt konkrete Fragen stellen oder einen Steuerberater einmalig beauftragen. Dann bist Du auf der sicheren Seite. Umsatzsteuer mit dem Ausland wird schnell kompliziert.

2. Plattform (a) stellt dem Kunde (b) eine Rechnung bzgl. der Provision. Das wären dann 5,00 EUR (Netto), bzw. 5,95 EUR (Brutto)

Korrekt, wenn der Kunde in Deutschland sitzt. Ansonsten wird es schnell kompliziert (siehe oben). Stichwort Reverse-Charge usw usf.

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Hallo zu Deinen Fragen:

Muss ich darauf aber iwie Lohnsteuer zahlen oder Ähnliches?

Nein, musst Du nicht: Du bekommst eine Rechnung von Deinem Partner und die bezahlst Du. Es sind für Dich Ausgaben und für Deinen Partner dann Einnahmen.

Bin ich dann über die Umsatzgrenze rüber?

Es rechnet sich vom Gewinn her gegen: 22.000 € Einnahmen und davon geht die Überweisung an Deinen Partner über 11.000 € weg --> Du hast dann noch 11.000 € Gewinn.

Allerdings gibt es ja die Umsatzgrenze für den Kleinunternehmer. Und der Umsatz würde in dem Fall für Dich 22.000 € betragen.

Und für Deine Partner 11.000 €

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Hallo, zu Deinen Fragen im Einzelnen:

Es hat mich nur diese 50.000 ein bißchen erritiert. Also es macht mir jetzt kein Unterschied, ob ich unter oder über 50.000 Grenze dieses Jahr komme?

Nein, das ist egal.

Umsatzsteuer muss ich auch erst ab 2022 ausweisen und für Jahr 2021 muss ich nicht nachzahlen?

Ja, das ist so, für das Jahr 2021 gilt noch die Kleinunternehmerregelung für Dich und Du musst keine Umsatzsteuer auf Deinen Rechnungen ausweisen und damit auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen

Es macht mir Sorgen, wenn ich 50.000 dieses Jahr überschreiten werde, muss ich dann irgendwas nachzahlen. :)

Du wirst schon höhere Einkommenssteuer zahlen müssen, da ja Dein Gewinn höher ist. Im Normalfall werden dann auch die Einkommensteuervorauszahlungen für die Folgejahre angepasst. Hier würde ich an Deiner Stelle schon Geld auf die Seite dafür legen.

Aber Umsatzsteuer musst Du nicht nachträglich für 2021 zahlen.

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Für Privatpersonen ist es streng genommen nur Pflicht Rechnungen auszustellen, wenn es um Geschäfte mit Grundstücken geht (siehe §14 UStG). (man denke nur an den Einkauf in einer Bäckerei - hier schreibt auch keiner eine Rechnung wegen ein paar Brötchen).

Von daher, wenn alles über das Bankkonto läuft, kannst Du jeden Umsatz damit belegen - und mit Deinen Bestellungen.

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Dein Gewinn wären dann 50,42 Netto - 41,65 Netto, also 8,77 €.

Davon kommen die 50,42 € netto als Einnahmen aus Umsatzerlösen in die EÜR und die 41,65 Netto als Ausgaben für Waren in die EÜR.

Dazu kommen die MwSt-Beträge auch in die EÜR, aber unter andere Kennziffern: Einmal Deine eingenommene Umsatzsteuer (9,58 €) und einmal Deine bezahlte Vorsteuer (6,65 €). Und nochwas musst Du in die EÜR eintragen: die bezahlte Umsatzsteuer (Differenz zwischen Ust und Vst: 9,58 - 6,65 = 2,93 €), die Du dem Finanzamt überwiesen hast.

Damit das Finanzamt weiß, dass es Umsatzsteuer von Dir bekommt, musst Du eine UStVA abgeben (monatlich oder quartalsweise). Dort kommen dann die USt und VSt-Beträge rein und werden voneinander abgezogen. Die verbleibende Differenz von 2,93 € musst Du dann dem Finanzamt bis zum 10. des Folgemonates überweisen und die Erklärung natürlich dazu passend abgeben.

Vielleicht hilft Dir diese Seite zur weiteren Erklärung weiter.

Diese Sachverhalten müssten alle gängigen Buchhaltungstools am Markt abdecken.

Mal ein Link, in dem verschiedene Tools gelistet sind.

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Die USt-ID ist nur im Geschäft mit dem Ausland notwendig. Wenn Du nur in Deutschland einkaufst und verkaufst, ist es egal ob Du die USt-ID angibst oder nicht.

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Hat mich jetzt selber interessiert. Im Netz hab ich folgende Links dazu gefunden:

  • PBV.pdf (gesetze-im-internet.de) und diese Verordnung verweist auf das HGB:
  • § 238 HGB - Einzelnorm (gesetze-im-internet.de)

Ich bin kein Jurist, aber ich würde behaupten, wenn das Pflegeheim nicht zu klein ist, dann muss er ausreichend Aufzeichnungen führen und vorlegen können...

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Wenn Beträge angemahnt werden, dann muss genau ersichtlich sein, welche Rechnungen und damit Leistungen noch nicht bezahlt wurden. Das muss jedes Unternehmen leisten können - und auch Pflegeheime. Und diese Auskunft müssen Sie Ihnen auch zur Verfügung stellen.

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