Zwangsräumung. Darf der Vermieher sofort alles vernichten, nicht nur alle Gegenstände und Möbel sondern auch alle persönlichen Unterlagen, komplett alles?

10 Antworten

so eine zwangsräumungssache zieht sich über wochen und monate hin bis letztendlich geräumt wird. in dieser zeit war der Mieter bestimmt zu hause, wusste also was auf ihn zu kommt und konnte dementsprechend handeln.  wenn überhaupt, ist der vermieter nur verpflichtet, sachen für einige monate zu lagern (genaueres kann man bei gericht erfahren). kosten gehen natürlich zu lasten des mieters.

Nochmal es wurde Vogel Strauß gemacht und Kopf in den Sand. Die Probleme nicht sehen und Briefe über ca. 6 Monate wurden nicht geöffnet. Vorwürfe helfen jetzt nicht mehr weiter. Es ist jetzt nun mal so. Es wird jetzt auch für den Neustart eine Betreuung geregelt die kontrolliert das die Finanzen und alle Angelegenheiten wie zukünftige Mietzahlung usw. in den richtigen Bahnen laufen.

Aber was nützt Dir jetzt die korrekte Antwort? Die Sachen sind vernichtet. Wenn Du einen Anspruch auf Schadenersatz hättest, wird der Vermieter dieses sofort einbehalten, um die ausstehenden Summen auszugleichen. Vielleicht hat er die Sachen ja auch versetzt, um seinen Schaden etwas zu verringern.

Es geht hier nicht um Schadensersatz oder dergleichen. Es geht ums Prinzip und das dies Willkür ist. Man tritt doch nicht noch nach wenn jemand am Boden liegt. Außerdem werden für einen Neustart die persönlichen Unterlagen und vor allem Dokumeinte wie Bankauszüge, Rechnungen, Belege, usw. benötigt.

@Pushab

Das stimmt alles, aber egal wer hier was antwortet oder ob das rechtlich oder moralisch verwerflich war: die Sachen bleiben weg.

@catweazle01

Das ist klar. Aber es geht wie gesagt um das Prinzip und das dies wenn die ungesetzlich war um reine Willkür und dies sollte dann öffentlich gemacht werden.Damit dies nicht auch anderen passieren kann.

Eine Gesetzesgrundlage für eine solche Handlungsweise gibt es ohne einen vollstreckbaren Räumungsbeschluß, den ein Gerichtvollzieher vorzunehmen hat nicht; man nennt das, was sei da schildern verbotene Eigenmacht.

Nein, gibt es nicht. Also keine Gesetzesgrundlage. Aber was sagt der Gerichtsvollzieher dazu? Und was steht im Vollstreckungsbescheid zum Pfandrecht?

Ansonsten gehen Klagen idR in die Richtung, dass eben genug Zeit gegeben war, um die eigenen Dinge selbst in Verwahrung zu nehmen. Es gibt also meist keinen Ersatz.

Gerade das ist es ja.  Kann nicht nachkontrolliert werden da alles vernichtet wurde. Briefe wurden vorher nicht geöffnet. Vermieter hat jetzt nur Kostenaufstellung übergeben. Da steht aber kein Name des Gerichtsvollzieher drauf. 

@Pushab

Wow, Briefe wurden nicht geöffnet ... Das eigene Leben interessiert wohl nicht. Aber egal. Wenn sich da so wenig drum gekümmert wurde, dann hat der Vermieter mit Sicherheit das Pfandrecht. Damit sind die Möbel und Wertgegenstände schon mal weg.

Und ob es sich lohnt, wegen der persönlichen Gegenstände zu klagen, muss man sich überlegen. Auch dazu muss man dann Briefe öffnen. ;-)

Der erste Schritt wäre aber, den Gerichtsvollzieher zu finden. Der müsste sich ja finden lassen, so viele gibt es ja nicht. Die haben, so weit ich weiß, bestimmte Gebiete, für die sie zuständig sind. Den kontaktieren und nachfragen, wo die Sachen sind.

@tinalisatina

Nochmal es geht hier nicht um klagen oder Schadensersatz, denn wie sollen persönliche Dokumente und Unterlagen ersetzt werden. Es geht ums Prinzip und das dies Willkür ist. Dies sollte öffentlich gemacht werden das es so nicht geht.

@Pushab

Ja, hab ich schon verstanden. Nur: Es interessiert die Öffentlichkeit überhaupt nicht. Weder, dass es Vermieter gibt, die sich nicht an bestehende Gesetze halten und denen irgendwann die Sicherung durchbrennt. Noch, dass jemand, der sich nicht um seine eigenen Sachen kümmert, nun keine eigenen Sachen mehr hat.

@tinalisatina

Heute mit dem falschen Bein aufgestanden? Ach das denke ich schon das Interesse besteht. Für was gibt es denn Gesetze und da denke ich vor allem an die richtigen Verbrecher (wie Mörder, Entführer, Vergewaltiger usw.) die ja bei uns auch ein Recht auf die Einhaltung der Gesetze haben und wenn denen was passiert was nicht rechtens ist wird auch ein großes Tamtam gemacht. 

@Pushab

Nein, Aufstehen war in Ordnung. Und das mit den Gesetzen und Regeln gilt zunächst einmal für den, der zwangsgeräumt wurde. Er hat sich nicht an die allereinfachsten Dinge gehalten. Also muss er mit Konsequenzen rechnen, die schmerzen. Lerneffekt erwünscht.

Und: Wenn ich einschätzen müsste, ob das die Öffentlichkeit interessiert, dann bliebe ich bei einem dicken Nein. Klar wird immer mal wieder ein Fass aufgemacht. Aber verlassen würde ich mich nicht drauf.

Schönen Tag noch.

 

 

@tinalisatina

Hallo tinalisatina, würdest du bitte die Gesetzesgrundlage sagen, die dem Vermieter ein "Pfandrecht" der Gegenstände des Mieters gibt ?

Die Gegenstände müssen 10 Jahre im Besitz des Vermieters sein, bevor sie sein Eigentum sind und erst dann darf er machen was er will. Was deine fragwürdige Moral für in Ordung hält, und wovon du denkst das es dem Fragesteller recht geschieht ist hier den meisten Leuten egal.

@melman86c

Hallo melman86c, ich denke, die Gesetzesgrundlage findest Du alleine. Zur Not hilft Dir Google. Was Deine fragwürdige Rechtsvorstellung angeht, dass Menschen den Besitz anderer nutzen dürfen und ihn finanziell schädigen, ohne dafür Konsequenzen ziehen zu müssen und dann noch für ihre eigene Unfähigkeit gepampert werden sollen - das ist mir egal.

 

Eine Zwangsräumung wird durch einen Gerichtsvollzieher durchgeführt.

Hausrat und alle persönlichen Sachen werden dann eingelagert.

Vernichtet wird da erst mal nichts.

Sollte der Vermieter das was Du schreibst tun bzw. getan haben wäre das verbotene Eigenmacht, Sachbeschädigung und Diebstahl. Möglicherweise auch noch Hausfriedensbruch wenn er unberechtigt die Wohnung betreten hat.

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