Welche Beträge darf man als Minderjähriger bar bezahlen?

5 Antworten

Die Vorschrift macht in Deutschland den Umgang mit dem eigenen Taschengeld für beschränkt geschäftsfähige Minderjährige, d. h. Minderjährige, die das 7. Lebensjahr vollendet haben, flexibler, weil alltägliche, kleinere „Geschäfte“ wie der Kauf einer CD oder ähnliches ohne Zustimmung der Eltern im Einzelfall möglich gemacht werden. Kinder und Jugendliche sollen frei über das Geld verfügen können, das sie zu genau diesem Zweck bekommen haben. Da der Zweck begrenzt ist und insbesondere nur ein bestimmter Betrag als Taschengeld überlassen wird, ist es nicht mehr von § 110 BGB gedeckt, wenn ein Minderjähriger mit seinem Taschengeld z. B. ein Lotterielos kauft und mit einem Gewinn, der wesentlich höher als das Taschengeld ist, von ihm abgeschlossene Verträge erfüllt. Denn bei diesem Gewinn handelt es sich nicht mehr um vom Vertreter „überlassene“ Mittel im Sinne der Vorschrift. Über den Gewinn darf der Minderjährige daher nur mit Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verfügen. Das Sparen des Taschengeldes ist generell erlaubt. Das BGB schreibt nicht vor, für wie viel Geld der Minderjährige einkaufen darf.[1] Bei teuren Anschaffungen jedoch wird der Verkäufer in der Regel die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter verlangen, um für sich Rechtssicherheit herzustellen. Er ist nicht zum Abschluss eines Vertrages verpflichtet und das Risiko der Rückabwicklung läge sonst bei ihm, wenn die Eltern das Geschäft nachträglich rückgängig machten.[2] Formaljuristisch ist aber ein Kaufvertrag gültig, wenn er aus Mittel bewirkt wurde, die dem beschränkt Geschäftsfähigen zur freien Verfügung von den Erziehungsberechtigten oder mit deren Zustimmung zur Verfügung gestellt wurde. Das Gesetz nennt keine Betragsgrenze.

http://de.wikipedia.org/wiki/Taschengeldparagraph

Eine rechtlich völlig unzutreffenden Kommentierung des § 110 BGB, die die Zustimmung der Eltern immer voraussetzt :-O

Ohne Sachkenntnis nützt teilweises copy&paste aus Wiki nichts . der Link hätte vollkommen genügt, um die Quelle selbst zu bewerten :-(

G imager761

@imager761

Die Entscheidung wie ich hier meine Antworten verfasse kannst du ruhig mir überlassen, mein Bester.

kommt darauf an, wie minderjährig du bist. für ein 14-jährige ist es in jedem fall grenzwertig und es wäre besser einen erziehungsberechtigten mitzunehmen, um nicht zweimal ins geschäft zu müssen.

Als Minderjähriger von 7-18 darfst du eigentlich nur Geschäfte tätigen, die im Rahmen eines Taschengeldes sind. Wenn du also ein Handy für 300€ kaufen willst und es dir sogar verkauft wird, was eigentlich nicht geschehen dürfte, könnten deine Eltern diesen Kauf sogar theoretisch rückgängig machen.

und was ist z.B wenn die eltern reich sind und das kind mit 14 500 € taschengeld bekommt ? was ist dann mit deiner regel einfach nur unlogisch

@rat94

Ist gar nicht unlogisch. Egal, wie viel Geld er zur Verfügung hat, die Eltern können die Transaktion wieder rückgängig machen.

@Rehmo

das aber nur bis 14 denn ab 14 ist man begrenzt geschäftsfähig und das können die dann nicht einfach so machen ,

@rat94

wirf einfach mal einen blick in den § 110 BGB und die dazugehörige rechtsprechung. die eltern sitzen einfach am längeren hebel, wenn sie dem händler das gerät auf den tisch legen und sagen, unsere tochter durfte das geld dafür nicht ausgeben, muss er es zurücknehmen, egal wie ramponiert es aussieht. bei einer 14-jährigen geht kein deutsches gericht davon aus, dass es 300 € zur freien verfügung hat. bei jüngeren kindern sieht die sache noch anders aus, da können auch 5 € schon zuviel sein.

@rat94

beschränkt geschäftsfähig ist man schon mit sieben jahren

@rat94

Erst mit 18 bist du selbst (voll) geschäftsfähig. Bis dahin bestimmen deine Eltern, was du dir kaufen darfst und was nicht - egal, was es ist und woher das Geld stammt.

Eigentlich ganz leicht zu verstehen, wenn man den kurzen § 110 BGB ganz liest.

G imager761

Weder die Höhe des Betrages, noch die Mittelherkunft (Taschengeld, Erspartes, Selbstverdienstes oder Geldgeschenke) noch die Art Art des Geschäfts ändern etwas an dem § 110 BGB (Taschengeldparagrafen): Jedes Geschäft bedarf der (stillschweigenden) Zustimmung deiner Eltern :-O

Alle getätigten Verkäufe sind stets schwebend unwirksan, gelten aber stillscheigend als genehmigt (Kinokarte, Lippenstift), bei Widerspruch sind sie jedoch wirksam widerrufen, selbt bei einem Pokemon-Heft: du bringst die Sachen wieder zurück.

Wer etwas anderes behauptet, will für eine erhoffte, aber falsche Antwort einen Stern, denn er versteht von den Gesetzen nichts.

G imager761

ich glaub das ist fast schon zuviel, besonders wenn man bedenkt, das du so 12-13 oder 14 bist (abgeleitet anhand des usernamens), aber viele verkäufer drücken da ein auge zu, nimm aber trotzdem lieber deine eltern mit

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