Vermieter versteckt Schimmel

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist Pfusch über Schimmel zu streichen um ihn zu verstecken. Andererseits kann man so leicht beweisen, dass es auch vorher schon geschimmelt hat. Mit warnen wär ich vorsichtig, nicht dass ihr noch eine Klage wegen Mietausfall an den Hals bekommt.

Danke für die Antwort.

Das ist wohl das Problem in unserer Zeit. Man kann nicht das Richtige tun ohne selbst dafür belangt zu werden. Der "Bösewicht" hat anscheinend das Recht auf seiner Seite, denn es ist uns untersagt die Wohnung "schlecht zu reden".

Wir haben uns nun dazu entschlossen hier nicht einzugreifen (Ein Umzug bedeutet ja immer Kosten, und da wäre es schade um die Kaution und vielleicht noch das Strafgeld), aber sehr wohl zu späteren Mietern Kontakt auzunehmen. Einfach mal fragen wie denen die Wohnung gefällt und wie sich das mit dem Schimmel erledigt hat...

@H3is3nb3rg

Würde ich auch so machen, die Nachmieter haben ja Gelegenheit sich die Wohnung anzuschauen. Es ist allein ihre Entscheidung einzuziehen oder nicht.

na dann nehmt doch die termine, an denen ihr nicht zu hause seit, nicht an. ich würde nie bei so einem besichtigungstermin meine wohnung zur verfügung stellen, wenn ich nicht da bin. wenn ihr dabei seit könnt ihr auf nachfrage euren senf dazu geben das aber mit vorsicht sonst gibts seiten des vermieters noch ärger

Ohne alten Mieter hat der Vermieter nichts in dessen Wohnung zu suchen. Das verstecken des Schimmels ist dumm denn er tritt dann ja immer wieder auf und schädigt die Bausubstanz vom Ärger mit den neuen Mietern mal abgesehen. Er sollte die Ursache beseitigen.

Können und dürfen wir unsere Nachmieter irgendwie warnen?

Wenn der Nachmieter Euch nach Mängeln fragt könnt Ihr natürlich ehrlich antworten.

Andererseits habt ihr keinen Nachmieter so zahlt Ihr auch bis zum Ende der Kündigungsfrist die Miete.

Gegen versteckte Mängel kann auch der neue Mieter die Mängel dem Vermieter anzeigen und eine Frist zur Behebung setzen.

Der Vermieter legt die Besichtigungstermine natürlich in die Arbeitszeit der Mieter, damit diese keinesfalls anwesend sind.

  • Der Vermieter kann keine Termine festlegen,er darf vorschlagen!

Als Mieter schlägt man Termine vor.


Viele Mieter, die ihre Wohnung gekündigt haben oder deren Haus verkauft wird, kennen das Problem: alle naselang wollen sich Vermieter, potenzielle Nachmieter oder Kaufinteressenten die Wohnung anschauen. Doch wer will schon ständig Scharen von fremden Menschen durch sein Schlafzimmer führen? Das muss man auch nicht - wenn man seine Rechte kennt.

  • Als Mieter hat man das Recht, darüber zu bestimmen, wer die Wohnung betreten darf und wer nicht. Dieses Hausrecht gilt auch gegenüber dem Vermieter.

    • Ein generelles Besichtigungsrecht des Vermieters gibt es daher nicht, ganz gleich, was im Mietvertrag steht.

Nur unter ganz besonderen Voraussetzungen hat der Vermieter einen Anspruch auf Zutritt zur Wohnung. Vor allem folgende Gründe berechtigen laut Rechtsprechung zur Besichtigung:

  • Begutachtung von Mängeln;

  • begründeter Verdacht auf vertragswidrige Nutzung der Wohnung;

    • routinemäßige Überprüfung des Zustandes der Wohnung, was der Vermieter nach Auffassung des Landgerichts Berlin alle zwei Jahre darf (LG Berlin vom 24. November 2003 - 67 S 254/03 - MM 04, 125);
  • die Wohnung soll ausgemessen oder zur Vorbereitung von Baumaßnahmen begutachtet werden;

  • das Mietverhältnis ist gekündigt und die Wohnung soll möglichen Nachmietern gezeigt werden;

    • Kaufinteressenten wollen sich die Wohnung anschauen.

Ganz wichtig: keine Besichtigung ohne schriftliche Anmeldung!

Einzige Ausnahme: Es ist Gefahr im Verzug, zum Beispiel bei Feuer. In allen anderen Fällen muss der Besuch mindestens zwei Tage vorher schriftlich angekündigt werden, bei berufstätigen Mietern drei Tage vorher (LG Frankfurt vom 24. Mai 2002 - 2/17 194/ 01 -, NZM 02, 696).

  • Der Vermieter muss den Zweck der Besichtigung angeben und bei der Terminabsprache auf die Belange des Mieters Rücksicht nehmen.

  • So darf die Besichtigung nur zu üblichen Zeiten angesetzt werden: an Wochentagen zwischen 10 und 13 Uhr sowie 16 und 18 Uhr. Sonn- und Feiertage sind in der Regel tabu.

  • Der Mieter muss sich auch nicht gefallen lassen, dass fast täglich Kauflustige seine Wohnung bevölkern.

  • Nach Auffassung des Landgerichts Frankfurt reicht es aus, wenn man dreimal monatlich zwischen 19 und 20 Uhr für jeweils 30 bis 45 Minuten Besichtigungen ermöglicht.

  • Kommt der vom Vermieter vorgeschlagene Termin ungelegen, kann man ihn absagen und zwei oder drei Ausweichtermine benennen.

  • Der Vermieter darf sein Recht zum Betreten der Wohnung nicht gewaltsam erzwingen. Verweigert der Mieter die Besichtigung, ist das auch kein Kündigungsgrund. Vielmehr muss der Vermieter dann den Rechtsweg beschreiten.

Folgende Verhaltenstipps helfen gegen zudringliche Vermieter oder Makler:

  • Nicht angemeldeten Besuchern sollte man ohne Diskussionen den Zutritt verweigern.

  • Lassen Sie nur die Personen in die Wohnung, die für den Zweck der Besichtigung erforderlich sind.

  • Bei einer Mängelbegutachtung hat zum Beispiel der Makler nichts zu suchen.

  • Wer Ihnen nicht vorgestellt wird, darf nicht mit in die Wohnung. Notieren Sie sich Name und Funktion aller Personen.

  • Die Besichtigung muss sachbezogen sein. Wenn ein Schimmelfleck im Bad begutachtet werden soll, können die anderen Räume verschlossen bleiben.

    Nichts verhandeln, nichts unterschreiben! Wenn der Vermieter ein Schriftstück mitbringt, kann er es Ihnen auch da lassen, so dass Sie sich beim Mieterverein Rat holen können. Wenn ihre Wohnung verkauft werden soll: Sagen Sie klar und deutlich, dass Sie auf keinen Fall ausziehen wollen und als Mitglied des Mietervereins über Ihre Rechte informiert sind. Käuferabschreckung ist unzulässig, sachliches Informieren ist zulässig. Daher können Sie Kaufinteressenten ruhig auf die vorhandenen Mängel hinweisen.

Ist absehbar, dass in nächster Zeit mit häufigen Besuchsterminen zu rechnen ist, kann man sich viel Stress ersparen, wenn man dem Vermieter beispielsweise mitteilt, dass man ab sofort einmal wöchentlich für zwei Stunden zur Verfügung steht. Der Berliner Mieterverein hält dazu einen Musterbrief bereit.

www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0406/040628.htm

Nur den Nachmieter informieren bringt es doch auch nicht. Mache lieber ein Meldung beim Gesundheitsamt. Dann wird es offiziell untersucht und der Vermieter kann noch so viel vertuschen, es wird doch gefunden.

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