steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung nach Österreich?

2 Antworten

Deutsche Unternehmen (D) erbringt eine Lieferung an Österreichisches Unternehmen (Ö). Das ist zunächst eine ganze normale Lieferung nach § 3 Abs. 1 UStG. Der Ort dieser Lieferung bestimmt sich nach § 3 Abs. 6 UStG und liegt in Deutschland. Dieses Lieferung ist somit zwar steuerbar, aber nach § 4 Nr. 1 Buchst. b) i.V.m. § 6a UStG (vermutlich) steuerfrei.

Die Steuerfreiheit knüpft sich daran, ob Ö einen innergemeinschaftlichen Erwerb versteuern muss. Da die Umsatzsteuer EU-einheitliche Regelungen hat, muss Ö das wohl. Ö muss einen innergemeinschaftlichen Erwerb versteuern und zieht die Steuer gleichzeitig als Vorsteuer ab.

Wenn die Lieferung von D1 an D2 geht, gibt es keine Steuerbefreiung und D1 stellt eine ganze normale Rechnung inkl. Steuer.

Handelt es sich hierbei um eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung?

Für das deutsche Unternehmen schon.

Ist dann das Österreischische Unternehmen auch von der Steuer befreit?

Wenn es in Österreich analog zum dt. USt-Recht geregelt ist, muss das Unternehmen in Österreich USt abführen und darf diese gleich als Vorsteuer verrechnen.

und was wäre wenn, die Ware von einem deutschen Unternehmen an ein anderes deutsches Unternehmen geschickt wird?

Dann ist es eine steuerpfl. Lieferung.

Ab 2015 Nettorechnung bei eBay auch für Kleinunternehmer?

Guten Abend!

Vor ein paar Tagen erhielt ich von eBay die Mitteilung, dass ab dem 01.01.2015 gewerblichen Verkäufern aus Deutschland pauschal nur noch eine Nettorechnung ohne Mehrwertsteuer ausgestellt wird.

"Am 1. Januar 2015 tritt eine neue EU-Richtlinie in Kraft. Dadurch ändert sich die Berechnung der Umsatzsteuer auf elektronisch erbrachte Dienstleistungen. Gewerbliche Verkäufer mit Sitz in Deutschland werden ab 1. Januar 2015 Nettorechnungen erhalten. Ihnen wird keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt. Auf den Gebührenseiten werden ab diesem Datum die eBay-Gebühren für gewerbliche Verkäufer als Nettopreise angezeigt."

Als Kleinunternehmer bin ich doch verpflichtet die Mehrwertsteuer an den Anbieter abzuführen, oder? Muss ich nun auch statt der Mehrwertsteuer an eBay diese Beträge als Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen? Wenn ja, wie?

Außerdem verlangt eBay dass ich meine Umsatzsteuer-ID hinterlegen soll:

"Was sollten Sie als Nächstes tun? Hinterlegen Sie Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bei eBay. Unseren Informationen zufolge ist für Sie derzeit keine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bei uns erfasst. Diese ist jedoch der beste Beweis dafür, dass Sie ein gewerblicher Verkäufer sind. Falls Sie noch keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben, können Sie diese auf der Seite des Bundeszentralamts für Steuern beantragen. Nicht alle Unternehmen sind umsatzsteuerpflichtig. Falls Sie momentan als Kleinunternehmer tätig und umsatzsteuerbefreit sind, sollten Sie Ihre Umsätze, inklusive Ihrer Verkäufe bei eBay auf die entsprechenden Jahresgrenzen prüfen."

Die muss ich als Kleinunternehmer doch gar nicht haben?! Was bedeutet diese "neue EU-Richtlinie" nun für mich als Kleinunternehmer bei eBay?

Vielen Dank für Antworten! Mit freundlichen Grüßen

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Differenzbesteuerung 25a im Gemeinschaftsgebiet?

Hallo,

Ich habe eine Frage: Ich habe ein eBay-Geschäft und verkaufe dort Handys (gebrauchte Ware). Ich möchte die Ware gemäß Differenzbesteuerung nach § 25a UstG verkaufen.

Die Vorraussetzungen für Differenzbesteuerung nach § 25a UstG sind: 1. Die Gegenstände wurden an den Wiederverkäufer im Gemeinschaftsgebiet geliefert. Für diese Lieferung wurde: a) Umsatzsteuer nicht geschuldet oder nach § 19 Abs. 1 nicht erhoben oder b) b) die Differenzbesteuerung vorgenommen.

Ich habe einen Verkäufer gefunden in Lettland (Gemeinschaftsgebiet). Auf seinen Rechnungen wird die MwSt nicht ausgewiesen, er wendet die Differenzbesteuerung an. Wenn ich von Ihm jetzt die Geräte kaufe, kann ich die bei eBay auch per Differenzbesteuerung 25a weiterverkaufen?

Welche Rechnung muss mir dieser Händler aus Lettland ausstellen damit ich diesen Paragraphen anwenden kann? Er verkauft ausschließlich Gebrauchtware.

Eigentlich müsste das möglich sein, da der Händler aus Lettland die MwSt nicht ausweisen kann, da er selbst von Privatpersonen oder sonstigem kauft. Und ich diese Steuer nicht absetzen kann (kein vorsteuerabzugsrecht), da wir dem FA keine Steuer schulden. Ich weiss das für die Anwendung des Paragraphen 25a gesonderte Aufzeichnungspflichten gelten.

Es würde für mein Geschäft keinen Sinn machen, gebrauchte Ware noch komplett zu versteuern und auf den kompletten Preis die 19% auszuweisen, da kein Gewinn mehr für mich da wäre. Die einzigste Möglichkeit wäre, auf den Differenzbetrag die Steuer abzuführen.

Vielen Dank.

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