Sterbehilfe ja oder nein?

Das Ergebnis basiert auf 35 Abstimmungen

Ja, legalisieren 83%
Nein, nicht legalisieren 9%
Andere Meinung 9%

5 Antworten

Ja, legalisieren

Ein Verbot ist ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und eigentlich verfassungswidrig und ist gleichermaßen auch verwerflich, weil man damit jemanden zum Leiden zwingt. Es steht auch im Widerspruch zum Gebot der Hilfeleistung und ist damit unterlassene Hilfeleistung. Grundlage für ein Verbot ist neben einer Feigheit zu einer Verantwortung auch die Tatsache, dass das Leiden eines Anderen einem selbst ja nicht wehtut.

Man muss aber erkennen, dass es sich um einen Konflikt handelt, den man nicht widerspruchsfrei der einen oder der anderen Seite zuordnen kann. Man muss dabei einen möglichen Missbrauch unterbinden können.

Ja, legalisieren

Ich persönlich bin dafür. Man sollte jedem Menschen das Recht gewähren in Würde zu leben und zu sterben. Und wenn ein todkranker Mensch sich für einen schmerzlosen Weg entscheidet, sollte man das akzeptieren. Obwohl ich zugeben muss, dass es sehr schwierig ist die Grenze zu ziehen, für welche Patienten und Krankheitsfälle es gelten soll.

Ja, legalisieren

Legalisieren ja, aber mit Einschränkung: ich bin absolut NUR für die PASSIVE Sterbehilfe, nicht für die aktive! Bei der aktiven Sterbehilfe hätte ich Angst, dass sie mißbraucht wird, um alte und kranke Menschen zu "entsorgen". Bei der passiven Sterbehilfe kann der Betroffene selbst entscheiden, wann und ob er das todbringende Medikament nimmt!

Ja, legalisieren

Für mich ist es unerträglich, dass ein Mensch nicht selbst entscheiden kann, wann er das Leben verlassen will. Ich finde es human, in so einem Fall ärztliche Hilfe zu bekommen statt von einer Brücke oder vor einen Zug springen zu müssen.

In diesem Land werden die Menschen nur noch verwaltet und gemaßregelt. Ich würde, wenn es nötig würde, sogar noch ins Ausland ziehen (oder mich dort hinbringen lassen), damit ich diese Entscheidung selbst treffen kann.

Heute bedaure ich, dass ich meiner Großmutter nicht helfen konnte. Ich hätte ihr viel Leid ersparen und ein würdiges Ende bereiten können, wenn ich damals so schlau wäre wie heute.

'tschuldigung, ist mir zu spät aufgefallen, dass Du schon eine Antwort abgegeben hast! Also hier mein --->DH - ich stimme Dir voll und ganz zu.

Nein, nicht legalisieren

Warum an der Stelle ansetzen, wo es keine Hoffnung mehr geben kann? Warum nicht die Bedingungen des Sterbens verbessern?

Zu häufig wird die Debatte um Sterbehilfe vor dem Hintergrund der billigen Sozialverträglichkeit geführt.

Würdiges Sterben kostet genau so viel Geld wie würdiges Leben. Die meisten Sterbewilligen sind selbst einer schnellen Lösung zugeneigt, weil der aktuelle Umgang mit ihnen praktisch nichts andere zulässt.

Die Arbeit in Hospizen, in denen Sterbenskranke mit Aufwand gepflegt, versorgt und begleitet werden, erzählt von einer anderen Perspektive auf dieses Thema.

Und dennoch gibt es auch unter diesen Menschen genug, die lieber in Würde gehen als dort zwar liebevoll aber dennoch gepflegt werden müssen.

Außerdem ist es oft der Glaube, in denen diese Menschen gefangen sind und damit unter Druck gesetzt werden.

@tigeroli

Also mich graut die Vorstellung, irgendwann mal mein Leben in einem Pflegeheim zu verbringen. Wenn ich selbst nicht mehr in der Lage bin, mich um mich selbst zu kümmern, was soll ich dann noch auf dieser Welt?

@SusiTiger

Ein Hospiz ist kein Pflegeheim.

Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Hospiz

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