Sollte ich in ein Haus investieren, welches mir nicht gehört?

5 Antworten

Nach der "Überschreibung" an Deinen Mann würde ihm allein das Haus gehören, wenn Du nicht mit in das Grundbuch eingetragen würdest...

Bei einer möglichen Trennung würde die von Euch beiden erbrachte "Wertsteigerung" vermutlich als Zugewinn erachtet und entsprechend "aufgeteilt" werden.

Bei meiner Scheidung hat der Richter keinen Zugewinn durch die "Wertsteigerung" erachtet und ich ging völlig leer aus, obwohl ich sehr viel Geld und Arbeitsleistung in das vermeintlich gemeinsame Haus gesteckt habe.

Wie sagte er doch noch so schön: Recht haben und Recht bekommen sind 2 verschiedene Dinge..............

Ihr solltet alles schriftlich festhalten!

Niemand wünscht Deiner Schwiegermutter einen Unfall oder eine böse Krankheit, aber der Teufel schläft bekanntlich nicht; wenn die Erbfolge dann festgelegt ist, gibt es keine Unklarheiten.

Rechnungen sollte man sowieso, schon wegen der Gewährleistungspflicht aufbewahren.

derzeit gehört dir nichts - und wenn ihr alles nicht weiter festhaltet, wird dies auch im Fall einer Trennung so bleiben.

Du kannst mit Deinen Mann allein eine schriftliche Vereinbarung treffen, in welcher ihr festhaltet, welche Beträge Du in das Haus investiert hast und dass diese Beträge bei einer Trennung zurück zu erstatten sind. Dies braucht auch nicht notariell zu sein - also kann man das günstig zu Hause realisieren.

Hinsichtlich der Überschreibung mit der Schwiegermutter würde ich aber versuchen, möglichst frühzeitig eine solche Überschreibung vorzunehmen. Dies sowohl von Gesichtspunkt der Übertragungskosten (renoviertes Haus ist mehr wert als unrenoviert - deshalb Kosten Übertragung höher) als auch für Euch zur Sicherheit. Nicht dass es noch mehr Erben oder so gibt.

Wenn du dort Geld hinein steckst, solltest du das auf jeden Fall notariell beglaubigen lassen.

Ihr schafft ja eine Wertverbesserung. Sollten noch andere Erben da sein, dürftet ihr snst später diese Einbauten, an diese anderen Erben noch mal zahlen. Aber auch die (Schwieger-)mutter könnte sich das ja jederzeit anders überlegen und das Haus verkaufen

Der einfachste Weg dürfte die notarielle Eintragung eines lebenslangen Wohnrechts für euch beide sein. Diese Sache kostet nicht viel und sichert euch im Grundbuch ab.

  1. Kauft niemand ein Haus, in dem ein Wohnrecht für fremde Personen besteht und keine Bank gibt eine Finanzierung dafür.

  2. Das Wohnrecht hat für euch einen bestimmten Geldwert. Diesen Geldwert errechnet das zuständige Finanzamt und sollte euch das Haus nicht überschrieben werden und der Erbfall eintreten, dann muss euch der Geldwert bzw. Restwert des Wohnrechts ausbezahlt werden und zwar zusätzlich zu eurem Erbteil.

  3. Sollte, was ich nicht hoffe, eine Scheidung erfolgen, dann hat der Teil, welcher auf sein Wohnrecht zu Gunsten des anderen im Haus verbleibenden Partners verzichtet, einen finanziellen Ausgleichsanspruch.

Eine sinnvollere und sicherere Lösung für alle Beteiligten fällt mir nicht ein!

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