Querschnittsgelähmt - Ansprüche für Lebensunterhalt?

3 Antworten

Wenn du durch einen selbst verschuldeten Unfall querschnittgelähmt würdest, bist du erst einmal arbeitsunfähig. Nach der Heilbehandlung schließt sich dann eine REHA-Maßnahme an.

Dabei wird bereits auf mögliche Berufsfelder hingearbeitet. Einen kaufmännischen Beruf könntest du an einem richtig ausgerüsteten Arbeitsplatz ohne weiteres ausüben. Dass jemand behindert ist, heißt noch lange nicht, dass er überhaupt nicht mehr arbeiten kann.

Wäre das aber tatsächlich der Fall, würdest du von der Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente erhalten. Diese wird aber erst fällig, wenn du mindestens 60 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hast.

Allerdings zählt die Zeit des Krankenstands und der Rehabilitation mit.

Hi, ich bin seit 21 Jahren QS, durch einen Verkehrsunfall. Der andere hatte mich nicht gesehen, und zusammengefahren. Gott sei dank hatte ich eine Unfallversicherung abgeschlossen und der Andere zu 100% Schuld, was das Finanzielle sehr erleichterte. Grundsätzlich muss ich sagen, ich hätte vorher auch nicht damit gerechnet, dass ich Mal eine Querschnittslähmung bekommen könnte, aber ich hatte mir die Versicherung (Gott sei Dank) von nem Makler aufschwatzen lassen. Ach ja, eine Versicherung, die "nur" 250.000 Euro fürn QS zahlt, ist nicht die Beste. Da sollten schon 350.000 stehen (= bei Interrisk). Wenn schon, guckt euch lieber nochmal um.

Vom Staat aus bekommt ein QS, wenn er nicht mehr arbeiten kann, tatsächlich eine Mindestrente oder, wie DerHans schon schrieb, eine Erwerbsminderungsrente. Die Höhe ist abhängig davon, wie lange der/die eingezahlt hat. Von der staatlichen Rente allein kann man nicht wirklich leben, denn zu dem, dass man Miete und Essen bezahlen/kaufen muss, braucht man für viele Dinge des täglichen Lebens, z.B. Kleidung etwas mehr als der "Fußgänger" (höherer Verschleiß durch das ständige sitzen). Man kommt meist nicht ganz alleine zurecht, denn unsere Umwelt ist nicht auf Rollstuhlfahrer eingestellt, und so brauchst oft bezahlte Hilfe. Denn die unbezahlten Helfer sind sehr wenige.

Die meisten absolut notwendigen Hilfsmittel wie Rollstuhl, oder Inkontinenzartikel, Klositz, Medikamente usw., und auch einen notwendigen Umbau deiner Wohnung bezahlt meist die Krankenkasse, doch die reden da schon mit, ob du das wirklich brauchst (trotz ärztlicher Verordung), oder obs nicht anders geht, und da gibt es ständig Ärger und Erklärungsnöte.

Ich hoffe, du siehst etwas klarer nun.

ich glaub, wenns in der arbeit passiert, bekommst du was, sonst hast du wohl wirklich pech bzw. kriegst das minimum .... aber ... wieso machst du keine private zusatzversicherung? das kostet 10-20 euro im monat ....

ja aber die Frage ist doch: was ist das "Minimum"?

Ich mach das nicht weil das gedanklich schon einschließen würde, dass ich es für möglich halte oder davon ausgehe. Ums Geld gehts dabei weniger.

@Nova87

ich glaub diese "notstandshilfe" ... keine ahnung, was das in DE ist ... hier in österreich sinds denk ich nur 400 euro ... (erfrägst du am besten beim amt) ...

aber ja ... wie gesagt, ich würde schon empfehlen eine private unfallversicherung abzuschließen ... da gehts nicht nur um so einen fall, sondern überhaupt ums breite band, von dem, was alles passieren könnte ... die 10 euro sollten nicht weh tun, selbst wenn nie was passiert - dann kannst du dich glücklich schätzen ;)

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